1. August 2013 – Lärz – Ajuca

Lärz, August 2013Lärz, August 2013Lärz, August 2013Lärz, August 2013Lärz, August 2013

Das Ajuca zeigt seit Jahren, wie eine Jugend- und Ferienfreizeit zu sein hat: Tolle Menschen, leckeres Essen, interessante Workshops und entspannte Atmosphäre. Und ein Gelände, das einige sicherlich ganz anders kennen.

13. Juli 2013 – Neubrandenburg – AJZ

Neubrandenburg, klassisch„Ihr seid echt richtige Popper. Seht aus wie die Jungs vom Segelklub.“ „Bitte?“ „Ja, so mit Hemd und Anzug und so. Außerdem bei dem Wetter Rotwein trinken? Ihr seid doch kaputt.“

Sie haben uns zwei Sessel hingestellt. Dazu ein Bild mit Hirsch, ein paar Topfpflanzen und einen Tisch. Eine Kordell trennt uns von den Zuschauern. Als Egge unseren Gastgebern auf der Fusion eine unnüchterne SMS schrieb, was wir für unsere Lesung in Neubrandenburg brauchen, hat er weit ausgeholt. Sie haben alles hingestellt. Dazu noch Wasser und Rotwein bei gefühlten 40 Grad im Schatten. Aber von Anfang: Das Alternative Jugendzentrum Neubrandenburg wird in diesem Jahr 20. Dass es überhaupt so alt wird, war am Anfang nicht zu erkennen: Schließlich gab es in der Nachwendestadt regelrecht Straßenkämpfe mit Neonazis. „Eine zeitlang konnte ich nicht wirklich vor die Haustür treten“, erzählt einer. „Die haben Hetzjagd auf alles Buntes gemacht.“
Irgendwann taten sich dann die Punks mit den Hip-Hoppern, Skatern, BMXern etc zusammen und richteten so einfache Dinge wie Telefonketten ein. Mit großem Erfolg. „Wir haben quasi jede Straße einzeln zurückerobert.“ So ging das über Jahre. Mit den üblichen Steinen im Weg, die es als buntes, alternatives Projekt in einer kleinen Stadt so gibt. Am Ende aber stand der Umzug in eines der schönsten Jugendzentren Deutschlands.

Egge, konfittisiert

„Hier ist das Kuchenbuffett, alles vegan.“ „Da stehen aber bestimmt zehn verschiedene Teile. Wie sollen wir die alle essen?“ „Mit dem Mund.“ „Krass.“ „Aber iss nicht zuviel. Es gibt nachher noch Abendessen.“ „Bitte?“

Für uns sind die Besuche in Neubrandenburg der Höhepunkt des Sommers: Wenn wir dann mit einem Bier im Tollensesee stehen, das kalte Nass bis zur Brust, die warme Sonne auf den Kopf, dann wissen wir, warum sich der ganze Stress, das ewige Zugfahren, das konstante Üben sowas von lohnt. Neubrandenburg ist für uns Urlaub bei Geschwistern.

„Was ist in dem Eimer?“ „Konfetti.“ „Das sind doch mehrere Kilo.“ „Ja, richtig.“ „Und das?“ „Da sind die Pyros drin.“ „Wollt ihr uns umbringen?“ „Vielleicht. Aber auf jeden Fall müsst ihr nachher stagediven.“ „Ich habe das noch nie gemacht.“ „HAHAHA!“

08. März 2013 – Winterschlaf, such dir neue Opfer

Egge und Hans

Ja, wir machen jetzt nicht nur so Musik, sondern wir spielen auch die Lyriker. Nach einer tollen Premiere in der hannoverschen Kneipe Team Nordstadtbraut letztes Wochenende, gehen wir mit dem Programm Popper lesen Punk nun auch auf Tour: Am 14. März in Berlin, am 15. März in Leipzig, am 8. Mai in München. Weitere Termine, unter anderem in Hamburg, Neubrandenburg und Köln, sind in der Mache.

Am 16. März dürfen wir gemeinsam mit den geilen Leuten vom Gonzo-Verlag deren Leipziger-Buchmesse-Aftershow-Party bespielen. Mit auf der Bühne im Schlechten Versteck steht Pablo Haller. Rumkommen!

Neulich in der Zeitung

Daneben arbeiten wir natürlich auch an neuen Liedern. Einen ganzen Tag haben wir nur Klavier aufgenommen. Mit unserem alten Freund Hans von Freymacher, der auch schon die ersten Aufnahmen vor rund sechs Jahren mit uns gemacht hat. Ein wenig ungewöhnlich, aber es soll ja nicht immer nur bumbumbum machen. Kommende Woche in Berlin geht’s ins Studio, Drum-Sounds, E-Orgel und weitere Stimmen aufnehmen. Hachja.

Außerdem arbeitet Costa gerade noch an seinem wissenschaftlichen Vortrag, den er Anfang Mai bei der re-publica halten wird. Es geht um die Rolle der Bratwürste in der politischen Berichterstattung. Aha.