Januar 2014

Jungs im Studio

Wir nehmen wieder auf. Bei Ulli3000, so nennt sich dieser Derwisch am Mischer. Er spielt aber auch Techno, wir dürfen aber seinen DJ-Namen nicht verraten. Irgendwas mit UFOs. Das Lied „Grautöne“ ist eigentlich fertig. Weitere Beats sind gebaut, Texte geschrieben und Arrangements überlegt. Wie lange alles dauert, wann und wie es erscheint, das wissen wir nicht, planen wir momentan nicht und ist erst einmal zweitrangig. Wer nicht warten kann, der kann sich hier die neusten Lieder „war starts here“ und „Was du nicht sagst“ anschauen, die wir im Sommer mit Ulli aufgenommen haben.  Oder ihr geht zu unserer Soundcloud-Seite.

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2014 – neues Jahr, neue Lieder

noelle
Carlos hängt im Nebel und bastelt am neuen Jahr. Danke an Herrn Noelle fürs Foto.

Zum Jahresende waren wir nochmal fleißig. Beim Uli haben wir zwei Lieder aufgenommen, die es so noch nicht gibt. Und weil man bei unveröffentlichten Liedern immer schön spielen kann, haben wir zwei Videos dazu fabriziert. Das eine stammt von Manuel Gehrke und heißt „war starts here“. Herr Costa hat dafür fleißig am Sound gefrickelt und die Stimmung eingefangen, die die gleichnamige Kampagne in den letzten Jahren hat aufkommen lassen. Noch immer ist Deutschland trotz Krisengerede und Verantwortungsgefasel einer der weltweit führenden Kriegsgerätexporteure. Noch immer sterben Menschen dank „Made in Germany“. Dagegen gab es reichlich Demos, Kundgebungen & Aktionen von Fahrraddemos in Kassel zur documenta bis hin zum fiesen Brandanschlag gegen Bundeswehrfahrzeuge. Mensch mag über die passenden Mittel streiten, der Anlass zur Kritik und zum Widerstand sind gegeben. Skeptikern sei dafür (ausgerechnet!) diese naiv wirkende Tabelle der Wikipedia empfohlen. „Eure Industrie bringt uns um“ entstand bei einer Ortsbesichtigung von Krauss-Maffai Wegmann und Rheinmetall.

Das zweite Video entstand aus einer schönen Kooperation heraus mit Jana. Die Sängerin spielte bis eben noch in der Band Goldkint. Sie verhilft den Beatpoeten mitunter zu klarem Gesang und atemreicher Sprechkultur. Nun fand auch sie sich just beim Uli ein, um der Vertonung einer alten Idee beizuwohnen. Es galt wie einst auf Servietten begonnen, Trennungsfloskeln zu sammeln, gegeneinander auszuspielen, aufzusagen, und dennoch der Liebe, die fast jeder Trennung innewohnt, Raum zu geben, sie zuzulassen, obwohl man sie doch eigentlich aussperren wollte, was nie ganz funktioniert. Zur Illustration des merkwürdig menschlichen Verhaltens trafen wir uns in Egges Küche – und nahmen uns Gläser und den alten Zöpfen an, die doch immer wieder nachwachsen. Wir finden es wunderschön.

Ach so. Ist ja, es ist 2014 und damit alles vernetzt und sozial verarbeitet. Wenn ihrs schön findet, schreibts uns doch. Und wenn nicht, auch. Und tragt es hinaus in die Welt. Dafür gibts liebste Wünsche fürs Jahr von uns. Höhö.