Jahresrückblick: Egges 2014

Die besten 20 Konzerte des Jahres

01. Heymoonshaker – Faust, Hannnover (Was für ne Intensität. Wahnsinn.)
02. Lisa Luv & the No-Go`s – Haus in Jena & Fusion (absolut tauglich für jede Party)
03. Rainer von Vielen – E-Werk, Eschwege (ich durfte meine Helden ansagen, Traum)
04. Scooter – Stadionsporthalle, Hannover („Respect to the Man in the Ice Cream Van„)
05. Irie Revoltes – Parkbühne, Hannover (Dank an Nico R. fürs Ausprobieren)
06. The National – Stadtpark, Hamburg (betrunkene Sänger haben eigene Zauber)
07. Amen 81 – Nürnberg (in bayerischer Biergarten-Atmo, die dann völlig zerstört wird)
08. Beatsteaks – Stadionsporthalle, Hannover (war zumindest schunkelig)
09. Einstürzende Neubauten – Capitol, Hannover (das Kriegsepos, wenig tanzbar, ähem)
10. Clueso – Galerie Herrenhausen, Hannover (schönste Konzertkulisse 2014)
11. Ja, Panik – Glocksee & about.blank Berlin (nette Menschen, gute Konzerte)
12. U 3000 – Fährmannsfest Hannover (Kumpanen starten endlich durch)
13. Gisbert – Knust, Hamburg (der Hommage-Abend an Nils, wahnsinnig traurig)
14. UK Subs – Chéz Heinz, Hannover (noch am Leben, noch immer sauer)
15. Woven Hand – Musikzentrum, Hannover
16. Robocop Kraus, Fusion (endlich wieda da, leider waren wir ganz durch vor Ort)
17. Marteria – Plaza-Festival, Hannover (ja, ein Popper, aber verdammt gut)
18. Wizo – Faust, Hannover (auch Popper, aber auf die alten Tage)
19. Jan Delay – Stadionsporthalle, Hannover (Album: peinlich, Konzert: sehr geil)
20. The Hirsch Effekt – Fährmannfest, Hannover (herrlich gepisst; dafür: großes Kino)

Die zehn Entdeckungen des Jahres

01. Belgrado – New Direction, Herrenberg (Wir waren hypnotisiert)
02. Käptn Blauschimmel – MuCheZe, Cottbus (Abwärts trifft Piraten-Hörspiel)
03. Bilderbuch – Stadionsporthalle, Hannover (Falco lebt)
04. Schmutzstaffel – Glocksee, Hannover (Punk aus Hannover!)
05. Bug Attack – Feldstern, Hamburg (endlich live gesehen)
06. Bungalow – Autofrei, Hannover (Grüße in die Nordstadt)
07. Martin Kohlstedt – Fuchsbau, Springe (wirklich schön)
08. RaketKanon – Fusion, Lärz (Grunge ist wieder da)
09. A Forest -Fährhaus, Hannover (sehr hübsche Baumdeko)
10. Madame Puschkiin – Stube, Hannover (herrlich dreckig)

Zehn Bands, mit denen wir sehr viel Spaß hatten

01. Status Wo? – Fährmannsfest
02. Lumpenpack – Cantus zum Open Flair
03. Friedemann Weise – Sommerfühl Festival
04. Start A Fire – Jugendhaus, Stuttgart
05. Kaput Kraus – K4 Nürnberg
06. Banal – Hin & Wech Festival Hämerten
07. Supershirt – Glocksee, Hannover
08. Aika Akakomowitsch – Cafe Taktlos, Glauchau
09. Herr Lerbs – Stube, Hannover
10. Sub Cancer – Glocksee, Hannover

Fünf Auftritte, die ratlos machten

01. Artless – MuCheZe, Cottbus (Turbosenioren)
02. Fenster – Glocksee, Hannover (Postpopper)
03. Klangkarussell – Plaza-Fest, Hannover (diese Gitarreneinlagen..)
04. Keule – Campus-Festival, Hannover (ja, genau)
05. Montreal – Burning Summer, Neustadt-Glewe

Fünf Menschen, die man schon immer treffen wollte

01. Jennifer Rostock ruft ZICKEZACK und wirft Schnaps (Campus)
02. Johnny Bottrop hat mittlerweile was von Yoga-Guru (Wilwarin)
03. Deniz Yücel ist durchaus sympathisch (Pavillon Hannover)
04. Der grübelnde Walter Kohl – (HAZ)
05. Der nette Patrick Lindner – (NDR)

Die 15 schönsten Festivals

01. Fuchsbau Festival Wederade/Springe
02. New Direction Festival Herrenberg
03. Open Flair Eschwege
04. Ajuca Lärz
05. Fusion Lärz
06. Wilwarin Ellerdorf
07. Haus-Fest Jena
08. Fährmannsfest Hannover
09. Hin & Wech Hämerten
10. MuCheZe Cottbus
11. Burning Summer
12. Sommerfühl Feuchtwangen
13. Macht Worte! Faust
14. FCLR Hannover
15. Campus Festival Hannover

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Zumindest zehn Songs, die beeindruckt haben

01. Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen
02. Warpaint – Love Is To Die
03. Notwist – Kong
04. Marteria – Kids
05. Neonschwarz – 2014
06. Alt-J – Every Other Freckle
07. Schnipo Schranke – Pisse
08. U 3000 – Mädchen, Tanz mit mir
09. In Schwarz – Hand in Hand
10. Klotz & Dabeler – Oh, wann kommst du (jaa, ist von 2013, egal)

Zehn Herz-Momente

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01. Felsen in Utah & Colorado
02. Herr Bulli geht in Rente
03. Lagerfeuer an all den Seen
04. Sonnenuntergänge im Mittelmeer
05. Endlich die erste Beatpoeten-Party
06. Wandern im Deister
07. Spazieren aufm Tempelhofer Feld
08. DJ Egge in Itzehoe
09. Den Müggelsee finden & Haialarm trotzen
10. Weihnachtsgefühle, ausgerechnet

Zehn Momente voller Skurrilität & Abseitigkeit

01. Das erste Mal in Pullman City Harz
02. Schützenausmarsch aufm Wagen
03. Fasching in Eckernförde
04. AFD-Wahlwerbung in Hannover
05. Jugendzentrum Holzminden
06. Hans Klok im Illusionspalast
07. WeinSensorium Hannover
08. Cobratheater-Festival Pavillon
09. Herrentag im Lister Biergarten
10. HoGeSa in Hannover

Die zehn schönsten Moderationen

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01. Team-Poetry Slam in der Staatsoper (& in HH, Fabrik)
02. Literarischer Salon – Mit Tao Lin das Literaturfest NDS eröffnen
03. Santa Run & Sofatag & Science Slams: ja, schon wieder
04. Diversity Day, Neues Rathaus Hannover & Offener Tag im Landtag
05. HAZ-Foren zu Diskriminierung, Radkultur, Jazz, Fussball & Freiräume
06. Fete de la Musique am Kröpcke & die Runden beim Fuchsbau-Festival
07. Slam-Ausflüge nach Wolfenbüttel, Greifswald, Bremerhaven, Buchhagen
08. Festivals wie Fährmannsfest, Open Flair, Campus Festival, Autofrei
09. HAZ-Expertenrunden mit Thorsten Havener, Jiri Scherer und Andreas Buhr
10. Avant-Gala in der Glocksee mit Kobito, Schmutzstaffel & Ja, Panik

Klar wars auch schön bei der book:look-Reihe, dem Philosophie-Slam im Schauspiel, beim Suchthilfelauf oder im Salon zum Maschseefest. & ja, der Buschi ist verrückt, der Jens Lehmann sympathisch und Volker Rosin eigentlich ganz ruhig.

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Zehn Kulturmomente, die bleiben

http://www.ardmediathek.de/tv/Redefreiheit/Till-Reiners-Redefreiheit-Slam/Bayerisches-Fernsehen/Video?documentId=24801684&bcastId=24716988

01. Till Reiners ist für mich der beste deutsche Kabarettist
02. Sandmann-Ausstellung in Greifswald
03. Die Echse live im Pavillon
04. A Most Wanted Men
05. Visual Leader in HH
06. Existentielle Welten, Weserburg Bremen
07. Conchita Wurst gewinnt den ESC
08. Jan Böhmermann im TV
09. David Theodor Schmidt bei der Chopin-Gesellschaft
10. Her

Winter 2014

Die zehn schönsten Beatpoeten-Momente

01. Der Track „19“ geht ohne Video einfach raus
02. Im Dunkeln wird die Scheune aufm Fuchsbau zerlegt
03. In Dresdens Scheune testen wir beim Slam 2014 eine Art Chanson
04. Kloschlangenkommentatur wird Fusion-Sport
05. Swing-Nacht in Köln
06. Costa referiert in Lärz über Nachhaltigkeit
07. Hinnerk Köhn entdeckt das Schlagwerkspiel beim Wilwarin
08. Cabriofahrten zum Burning Summer
09. Endlich „Ostsee“ im Kasten
10. Immer wieder Freunde in Mecklenburg (von AJZ bis PWH!), Jena (Haus!), Leipzig (Atari!), Aschaffenburg (Stern!), HH (Feldstern!), Düsseldorf (Butze!), Hanau (Kralli!) & Itzehoe (Lauschbar) treffen. Mein Herz schägt für Musiker wie die Amen 81s, Incredibles & Hornisschens, Plattenmenschen wie Tobi, Verleger wie Andreas und Miriam, Veranstalter wie Steffen, Literaten wie André und Mirco & so viele, die ich vergessen habe.

Vielen Dank für dieses bunte Jahr*

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28. Juni – Lärz – Oase II.

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Wir ordnen noch. Aber wollen schon einen kleinen Rückblick geben. Zumindest einen Bruchteil, den wir noch erinnern. Was haben wir 2013 auf der Fusion gelernt.

– Backstage-Karten sind cool
– Backstage-Aufkleber fürs Auto wären auch cool gewesen
– F 4 ist nicht unbedingt weit vorn
– es muss ne neue Seifenblasen-Fabrik in Lärz geben
– Wir haben tatsächlich unser erstes, halbes Jahrzehnt Beatpoeten-in-Lärz gefeiert – und finden langsam blind die Turmbühne (jaja)
– Wir wollen direkt das nächste Jahrzehnt dranhängen
– Sage IMMER, dass du am Sonntag fährst
– beim Grantler bei den Bachstelzen wird das Gezapfte auch immer teurer (oder war es der Krugpfand?)
– die Tanzwiese ist explodiert & ist nun fast größer als die Turmbühne
– Slime haben tatsächlich einen Zusammenhang zwischen „Gewalt“ und dem NSU gefunden und ordentlich Dampf gemacht
– Egge hat ein Feuer speiendes Pferd angegriffen
– Costa findet das Kaffeemobil ohne Karte
– Findus war super
– fanden die Supershirts auch
– dazu gab es Mangorum aus Reagenzgläsern
– Andy Strauß kennt die Texte von Fahnenflucht und Bad Religion auswendig
– Sebastian Arnold braucht keine Band – er ist eine Band
– Feine Sahne Fischfilet haben es echt geschafft, die Trance-Fläche in Nebel versinken zu lassen – OBWOHL sie aufm Roten Platz gespielt haben
– generell: schönes Früchte des Zorn-Cover
– auch spannend: das Filet mit der Sookee interpretieren 2 Unlimited
– ja, wir haben The Mirconaut zunächst für Pupkulies gehalten – war trotzdem schön
– Jimi Tenor sorgte für einen Wolkenbruch – verpasst
– Käptn Peng war voll voll
– aus der Ferne: Kellerkommando waren auch da
– haben im neuen Supermarkt kein Alkohol gefunden
– Brandt, Brauer, Frick war einfach richtig gut
– der Schuhkarton wurde bei der Punkkaraoke gesperrt – zu voll
– schon wieder Pyro: Irie Revoltes, nur tatsächlich zu leise
– Gentlemans Dub Club: Irre tragen Anzügen und machen Dub, cool
– Iva Nova? Kannten wir nicht, dann spielten Frauen Akkordeon-Techno, hui
– Bei The Movement vernebeln sich die Erinnerungen
– hat man echt drei Stunden vom Gelände runtergebraucht?

Was bleibt? Der Eindruck wieder fast alle Freunde getroffen zu haben, ob nun aus München, Itzehoe, Rostock, Frankfurt, Neubrandenburg, Hamburg oder Hannover oder sonstwo. Sogar ein Potsdamer aus der Uhlandstraße war da (erstes Beatpoetenkonzert war da 2007). Gemeinsam hatten wir eine wunderbare Lesung in der Oase. Grüße gehen raus ans Graswurzel-Team, an die Crew, die das gesamte Gelände auf die angesetzte Räumung des AZ Köln aufmerksam machte, und all die Nackten, Verrückten in Power Rangers-Kostümen, die streikenden Spätibetreiber und die Handwerker-Demo und die Schildermaler („In Paderborn vielleicht“). Danke für all den Schnaps.

Nochwas? Ja. Schönster Lesungs-Dialog.

„Was, du hast Bingo? Wie heißt du denn?“
„Ich bin Gabi!“
„Und Gabi, willste noch wen grüßen?“
„Ja, meine Bezugsgruppe!“

Jahresrückblick 2011 – Die Listen

Foto von Felix Noelle

Kerner machts, Kerkeling auch, müssen wir wohl auch ran, um uns für die Gottschalk-Nachfolge ins Gespräch zu bringen. Bald ist 2011 durch. Hui. Wir sind beeindruckt und fangen mit kleinen Listen an, dieses bunte, wilde Jahr Revue passieren zu lassen. Dann ma los.

Fünf Adressen, die 2011 unter Heimat gespeichert wurden

1. Kreisspüle, Hamburg: Der Laden heißt eigentlich Reismühle und bezeichnet das Hinterhofhaus, in dem Egge bis vor Kurzem gewohnt hat. Sieben Leute, ein verrückter Hund, eine Fahrradwerkstatt. Und wenn dann gefeiert wird, kommt die Frauenmannschaft des FC St. Pauli, Genossen aus der Kneipe neben Knust und Centro (Name soll ungenannt bleiben, ne Andi?!) und viele Greenpeaceausgestrahltgraswurzeltvler. Der Auftritt mittendrin war einfach nur gut – nur die Taxifahrt mal kurz zum Hafen war ganz schön teuer (aber unbezahlrbar!).

2. Baukasten, Hannover: Hier haben wir im April mal ruhige Lieder ausprobieren können, tatsächlich einmal geprobt (!) und schließlich Videopremiere vom „Zugvögel“-Clip gefeiert. Einfach gute Menschen.

3. Multilayerladen, Berlin: Von den Bücherbergen bis hin zum Schraubstock: wir lieben es, unter dem Kronleuchter bückend zu spielen (auch wenn man 30 Minuten vor einem sitzenden Publikum alles gibt), anschließend wild auf der Jukebox rumzudrücken, nur um dann noch später vom Hochhaus in Kreuzberg das Parkhaus des Todes mit Kippen zu bewerfen

4. AJZ, Neubrandenburg: Wir waren wieder baden, haben zu lange gefeiert & waren am nächsten Tag entsprechend heiser. Aber die Leute sind zu nett, zu engagiert, zu gut drauf, dass man sich nicht zu Hause fühlt. Und kochen können die, Wahnsinn! Bullenwagen …

5. Balthes, Ravensburg: Es war ’ne Geburtstagsfeier nach Maß: Denn wenn man schon nicht im Park grillen, auf der Straße Bier trinken und Mülltonnen anzünden darf, dann sollte man doch zumindest im Balthes noch feiern dürfen. Haben wir dann auch gemacht. War ein toller Abend & eine gelungene Alternative zum Jazzfest. Und dass wir später noch einmal zum Festival in Weingarten durften, hats abgerundet. Immer wieder gern, beim Noge, Toby und der Crew.

Foto von Felix Noelle

Fünf Adressen, die wir uns 2012 merken müssen

1. Kompott, Chemnitz: Was für ein großartiger Laden entsteht denn da, bidde? Nette Menschen aus Klubzusammenhängen und Hausprojekten gründen einen Laden für Menschen mit Visionen und Lust zu tanzen. Kein Wunder, dass Kraftklub nicht nach Berlin wollen. Das war ein richtig guter Auftakt.

2. Kafe Marat, München: Politisch umstritten und umkämpft wirkt der Laden wie ein gallisches Dorf. Terroristen, Linksradikale, gewaltbereite Autonome? Nun ja, wir haben vor allem nette, engagierte Leute getroffen, die noch eine Meinung zu Nazis, Bildungskahlschlag und Polizeigewalt haben. Tolles Konzert.

3. ACU, Utrecht: Mitten in den Niederlanden liegt das wunderschöne Utrecht. Und wer Kopenhagen mag, wird auch diese Stadt lieben. Dazu kommen nette, aufgeschlossene Menschen, die selbst einen Hinterhof in einen Park der Sinnen verwandeln können. Großer, zum Teil englischsprachiger Auftritt.

4. Zucker, Bremen: Was aussieht wie ein Lagerhaus wirkt von innen wie eine Vision vom Technoklub. Dass man dort aber auch entspannt zu Hip-Hop und Punk tanzen kann, hat uns beeindruckt. Toller Laden.

5. Jena, Besetztes Haus: So richtig besetzt, ist das Haus neben dem Kassa schon lange nicht mehr. Etwa 20 Leute wohnen dort, trainieren und feiern zwischen selbstgebauten Tresen und Tanzflächen. Das wirkt so sympathisch selbstorganisiert, dass wir wiederkommen müssen – nicht nur, weil wir das Gefühl haben, immer mehr Leute vor Ort zu kennen.

Fünf Momente des Staunens 2011

1. Anti-AKW-Auftakt, Dannenberg: Krass, so sehen also 23000 Menschen aus. Wahnsinn. Und dann singen sie auch noch „Die Gedanken sind frei“. Boh.

2. Kellerklub, Stuttgart: Wir lieben Supershirt! Ob in der hannoverschen Faust, im Backstage des Kellerklubs oder betrunken in der Glocksee. Der Vorbandjob wird da zum Freizeitvergnügen.

3. Breminale, Bremen: Das ist also Flo Mega. Was auf dem Album nach Popsoul klingt, wird live zur hochwertigen Alternative zur Disko No. 1. Großartig! Schweißreibend! Umwerfend! Und wenn anschließend noch das Viertel auseinandergenommen wird, ist das zumindest beeindruckend.

4. Open Flair, Eschwege: Ah, so sieht Clueso aus. Oh, so schmeckt das Bier im Backstage der Killerpilze. Das sind also die Fantastischen Vier. Das Open Flair-Festival war eine große Runde Erfahrung. Am meisten mochten wir trotzdem die Hessen-Slam-Leute & The Incredible Herrengedeck.

5. Peng, Mainz: Netteste Menschen treffen auf engagierteste Künstler. Ein sehr guter Rahmen, um sich auszutoben. Und wenn schon am Fahrstuhl die Liebe gestanden wird, kann man sich nur willkommen fühlen.

Foto von Felix Noelle

Fünf Open-Airs 2011 mit Herz

1. Fete de la Musique, Hannover: Stagediver, Schilder, Fahnen, Spongebobpuppen, Bierduschen, Massenpogo, Liebe, Liebe, Liebelei.

2. Schulhof, Döbeln: Laut gegen Rassisten raven. Ein großartiges Team lässt sich auch von Nazis und Besserwissern nicht die politische Arbeit kaputtmachen. Sehr gut.

3. Fresh-Air-Festival, Ortwig: Wir sind gegen CO2-Endlager spielend demonstrieren gewesen – und es hat Spaß gemacht. Ein paar Monate später wollte die Bundesregierung auch nicht mehr mitmachen und besiegelte die Bodenspeicherpläne erstmal.

4. Béi Chéz Rainer, geheime Wiese: Für eine Premiere hat es nur Spaß gemacht. Besonders wenn noch am Morgen der Bass wummert und mitten zwischen Bäumen das Strobo blitzt.

5. Dresden-Nazifrei, Dresden: Ja, es ist schon doof, wenn Konstantin Wecker den Lauti bespielt, auf dem man doch auch auftreten sollte. Noch blöder, wenn er damit zu einer Blockade wegfährt und man sich einen neuen Spielort suchen muss. Aber nur großartig, wenn am Ende Nazis keinen Meter gehen können, weil man mit Tausenden die Straßen blockiert hat. No pasaran!

Fünf Erfahrungen auf Bühnen

1. Hinterhof, Arpke: If the Kids are united: Dann wirds wild. Dann hauen sie uns die Instrumente von den Tischen und üben den Massenmoshpit auch auf der Bühne. Arpke? War fürher die Punkrockhochburg bei Hannover. Heute wird dort Elektro gespielt. Getanzt wird immer noch in der Bierdusche.

2. Witzenhausen, Uni-Klub: Unser erster Diskokugelraveabend lief in Witzenhausen. Wir riefen dazu auf, die Lichtdeko selbst zu übernehmen – und tatsächlich, die Leute brachten Knicklichter, Handydisplays und Feuerzeuge zum Leuchten. Jede Lavelampe wurde zum Strobo. Krass schön.

3. Ehemaliger Ideenhof, Basche: Die Anlage ist Schrott, so richtig. In einem Ökohofkeller bei Barsinghausen stimmt alles, nur der selbstgebaute Bassverstärker krächzt, der Rest auch. Also machen wir alles lauter – und die Leute tanzen zu einer Art Thunderdome-Soundtrack. Wahnsinn.

4. Bürgerschule, Hannover: Leise ist das neue laut. Das Publikum sitzt bei einer Soli-Aktion für Amnesty International und lauscht. Erst liest Robert Kayser, dann singt Angela Laub. Wir schreien etwas gedämpfter, Carlos macht den Bossa Nova-Techno. Spannend.

5. Lagerhaus, Bremen: Endlich wieder einmal ein Auftritt im Poetry Slam-Rahmen. Und plötzlich wird uns ein Gedicht gewidmet. Hui.

Foto von Felix Noelle

Fünf Begegnungen

1. An der Polizei, Hannover: Ulli.

2. Haus am Inselplatz, Jena: Was für eine Familie. Keine Namen. Höhö.

3. Sternhagel, Köln: Mit der Danie sprechen wir gern über Lena in Düsseldorf.

4. Soulkitchen Halle, Hamburg: Das ist also Andreas Dorau, da auf dem Konzert zur Konspirativen Küchenkonzert-Aufzeichnung. Gefällt ihm nicht so. Na denn.

5. Kufa, Hildesheim: Einfach gut, der Siggi. Und die Goldkinter.

Was sonst noch war

Unser Video zu Zugvögel ist wunderschön geworden. Danke an alle Beteiligten.

Wir danken dem Verlag Sprechstation für den Vertrieb von CD und Platten und bemühen uns 2012 etwas mehr darauf hinzuweisen.

Es war uns eine Ehre, das „Manifest der Vielen“ mit Musikbeiträgen in der Bremer Schwankhalle zu unterstützen.

Wir grüßen Step Flash, Egotronic, Ya-Ha, IRA, Infight, Maximal & Lieber Klub, Lutz & Karoshi, Manu El, Feinkost Leipzig, Anares, LOT-Theater, Ostwestfalen, Gonzo-Verlag, Filtertypen, grgr, Kevin & Felix, Feinstaubinferno und alle Verrückten, die uns dieses Jahr noch begleitet haben. Danke für dieses kunterbunte Jahr.

Foto von Felix Noelle


Beatpoeten – Dokumentation

Das wollten wir schon immer mal machen. Einfach den Wahnsinn unserer Zeit dokumentieren. Das war dann aber doch langweilig. Also haben wir die Kamera mit auf Tour genommen. Schaut selbst.

Eine Hommage auf die Zeit zwischen Backstagegeschwafel und Bierbudenlyrik, Kneipengesänge und WG-Küchengespräche, Demonstrationen und Michael-Jackson-Lobarien. Und irgendjemand kocht immer Kaffee. Und die Bahn kommt, hoffentlich.

28. Mai 2011 – Stuttgart – Stuttgart kaputraven

Im Dezember 2008 standen wir als erste Band bei einer neuen Konzert- und Partyreihe in Baden-Württembergs Hauptstadt: „Stuttgart Kaputtraven„. Jetzt, zweieinhalb Jahre später, stehen wir wieder für die Reihe auf der Bühne. Nur inzwischen haben Bands wie Saalschutz, Dan le Sac vs Scroobius Pip oder Proxy den Hype mit angefeuert und Kaputraven so zu einer der heißesten Partys in Süddeutschland gemacht. Macher Thomas Geyer nimmt’s locker und herzt einen immer noch so lieb, wie damals, als er uns zu unserem ersten Auftritt in Stuttgart bei seinem Poetry Slam einlud. Kurz darauf brachte gemeinsam mit Charlotte Rieber unser erstes Album bei seinem Verlag Sprechstation heraus. Ein alter Bekannter also.

Weitere alte Bekannte waren die inzwischen angewachsenen Supershirt, ursprünglich aus Rostock, inzwischen in Berlin. Immer, wenn wir aufeinander treffen, wird die Welt erklärt, dann gerettet und dann wieder vergessen, wie wir das gemacht hätten. Das mag auch an dem Schnupftabak liege, den wir aus München mitgebracht hatten. Die Diskussionen über Literatur, Musik, Kunst, das Leben auf einem Bauernhof oder die Welt an sich waren wieder einmal fast lebhafter als der Pogo vor der Bühne. Wir verneigen uns!

In Stuttgart wohnt Infone. Ein alter DJ-Freund von Costa. Er lebt als moderner Arbeitsnomade sowohl im Ländle, als auch in unserer Heimatstadt Hannover. Jede Woche pendelt er hin und her. Es war schön, mit ihm einmal wieder in Ruhe bei einem Bier über Musik zu sprechen. Und als wir irgendwann im Hellen nach Hause gingen, um uns später bei ihm auf das Sofa zu legen, fühlten wir uns irgendwie ein Stück zu Hause. Ein tolles Gefühl auf Tour…