Costas 2014 – „Wir sind morgen an der Ostsee“

Es war Jahr des Krieges, der Krisen, der Trennungen und der Tode. Durch unsere Leben ist die Zeit wie eine Dampfwalze gerast und hat alles umgeworfen. Ein Jahresrückblick aus Sicht eines melancholischen Moralisten.

Jedes Jahr führe ich eine Chronik von den wichtigen Ereignissen. Katastrophen, Rekorde, wichtige Nachrichten. Eine persönliche Liste, die ich dann am Ende des Jahres anschaue und bemerke, dass ich keine Ahnung mehr habe, was im Januar passiert ist. Oft vergesse ich schon, was vor wenigen Wochen geschehen ist. Nervöse Amnesie. Wäre ich Hypochonder, ich würde dank Google alles darüber wissen.

Ich unterteile das Jahr deshalb nicht in Ereignisse oder Monate, sondern in Gefühle, die sich über Wochen oder teils auch Monate hinziehen. Und dazu gibt es immer die passenden Lieder, die mich auf dem Kopfhörer begleiten.

Das Jahr beginnt ruhig wie das Lied „Reflektor“ von Arcade Fire. Ein langsam plätschernder Rhythmus, der sich langsam aufbaut. Ein Groove, alles wirkt leicht angespannt, aber nicht bedrohlich. So reisen wir im Winter 2014 durch das Land. Lesen in Berlin gegen Burschenschaftler, wenig später wird bei einer Demonstration gegen diese selbsternannten Herrenmenschen in Wien ein deutscher Student festgenommen. Und dann ballert es los.

Lettland führt den Euro ein. Ausschreitungen bei Wahl in Bangladesch. Kanzlerin Merkel beim Skifahren verletzt. Gefahrengebiet in Hamburg eingeführt. Mit Thomas Hitlsperger outet sich der erste deutsche Fußballprofi. China ist größte Handelsnation der Welt mit vier Billionen Dollar. Statistik: Jeder vierte Arbeitgeber ist unzufrieden mit Berufsanfängern. Sozialtourismus ist Unwort des Jahres 2013. Manipulationsskandal beim ADAC. Ausschreitungen zum Jahrestag der Ägyptischen Revolution. Deutschland beteiligt sich an Militärmissionen in Afrika. Deutsche Unis forschen für US-Militär. Heftige Proteste in Bosnien. Olympischen Winterspiele im russischen Sotchi. Schweizer stimmen gegen „Masseneinwanderung“. EU lässt Genmais 1507 zu. Erster (kleiner) Durchbruch bei der Kernfusionsforschung. Edathy-Affäre: Agrarminister Friedrich tritt zurück. Facebook kauft WhatsApp für rund 14 Milliarden Euro. Ukraine: Janukowitch geflüchtet, Gefechte auf der Krim. Mexikanischer Drogenboss gefasst. Russland marschiert auf Krim ein. Malaiisches Flugzeug verschwindet über Vietnam. Erneut Ausschreitungen in der Türkei. Krim-Parlament strebt Unabhängigkeit von der Ukraine an. Uli Hoeness wegen Steuerhinterziehung zu Gefängnisstrafe verurteilt. Wissenschaftler weisen Urknall nach. Front National stellt erstmals Bürgermeister in Frankreich. Großer Streik der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Ukraine-Krise eskaliert weiter. In Südkorea sinkt eine Fähre – rund 200 Menschen sterben. Unruhen in Nigeria: 200 Mädchen entführt. Erdähnlicher Planet entdeckt. Studie: 60 Prozent von Chinas Grundwasser ist giftig. Bietergefecht um Alstom zwischen General Electric und Siemens. Schwere Lawinen in Afghanistan und den USA. Bayern München wird Deutscher Meister der Fußball-Bundesliga. Conchita Wurst gewinnt Eurovision Song Contest. Grubenunglück in der Türkei führt zu Massenprotesten. Studie: Jedes dritte Lebewesen in Nord- und Ostsee vom Aussterben bedroht. Narendra Modi ist neuer Premierminister Indiens. In Thailand wird das Kriegsrecht verhängt, und die Armee putscht.

Wir entdecken endlich Hessen und Nordbayern für uns, schleichen uns ins Hamburger Gefahrengebiet, schauen uns in Sachsen Crystal-Meth-Süchtige an und nehmen zwischendurch ein paar Lieder auf. Sammeln Witze, sammeln Wärme, Geschichten, Bilder, so viele Momentaufnahmen von unterwegs. Es ist ein Rausch und irgendwann im Frühjahr wache ich wieder auf, und alles ist ab jetzt anders. An Silvester war mir als Jahres-Tarot-Karte die Karte mit der 13 gelegt worden: der Tod. Und er holt sich viel.

In einem Moment inmitten des Wahnsinns ruft mich Egge an. „Es ist egal, was dir gerade passiert. Da musst du durch. Es ist egal, denn wir sind morgen an der Ostsee.“ Es wird das Mantra für den Sommer. Ich bin bestimmt zehnmal in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein am Baltischen Meer. Ich bekomme abgeschiedene Flecken zum Wild-Campen gezeigt, gehe frühmorgens nach dem Punker-Yoga nackt baden, laufe stundenlang durch Wälder, über Felder, Festivalgelände, durch alte Handelsstädte. Mit den Liebsten, die übrig geblieben sind. Die alle in ihre Kämpfe verwickelt sind: gebrochene Herzen, berufliche Zweifel, Angst vor dem nächsten Schritt im Leben. Der Wahnsinn, der auf uns wartet, wenn wir sonntags stinkend, müde, aber leicht grinsend von den Touren nach Hause kommen.

„Ich stelle mir das Leben wie Wellenreiten vor“, erkläre ich J. während wir am nachts Strand sitzen und eine der Fähren in Richtung Skandinavien vorbeiziehen sehen. „Du kommst zum Strand: Und das Wetter muss stimmen, die Wellen müssen passen. Dann paddelst du ewig weit raus, bist schon kaputt, wenn du draußen bist. Doch dann kommt eine, du paddelst an, springst drauf, und: Mit Glück und Mut und Können surfst du dann. Mit Pech wirst du verschluckt und gewaschen. Und während du unten im Meer bist, und nicht weißt, wo oben und wo unten ist, bekommst du Panik und Angst. Aber das sind nicht Gefühle, denen du jetzt nachgeben solltest. Denn dann verbrauchst du deinen ganzen Sauerstoff und baust Scheiße. Lass anstatt dessen einfach los. Beuge dich der Natur, und sie wird dich kurz drauf an die Meeresoberfläche steigen lassen. Genieß diese kurze Pause, denn sobald du auftauchst, geht das Ganze von Neuem los. Es ist ein ewiger Kampf, aber für die wenigen Sekunden, die du surfst, lohnt es sich. So ist das Leben.“

„Das ist eine ganz große Hippie-Scheiße“, pöbelt mich J. liebevoll an.

„Aber wahre Hippie-Scheiße“, entgegnet ich.

„Vielleicht. Aber Hippe-Scheiße.“

Der spanische König Juan Carlos dankt ab. Europäischer Leitzins wird auf Minus gestellt. Islamisten machen Offensive im Irak. Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien beginnt. Felipe ist neuer König Spaniens. Uno: 50 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Ausschreitungen zwischen Israelis und Palästinensern. Krise in Israel eskaliert. Beim BND gab es einen Doppelagenten der CIA. Bundestag beschließt den Mindestlohn. Deutschland wird Fußball-Weltmeister in Brasilien. Passagiermaschine über der Ukraine abgeschossen. Unicef: Mehr als 700 Millionen Frauen zwangsverheiratet. Behinderter Sportler gewinnt zum ersten Mal bei deutschen Leichtathletik-Meisterschaften.

Das Leben ist Wellenreiten, das Leben ist aber auch Wandern. Ein ewiges Auf und Ab. Wenn du unten an einem unbekannten Berg stehst, weißt du noch nicht, was dich genau erwartet. Aber es wird anstrengend. Und es wird sich lohnen, diesen Weg gegangen zu sein.

Aber es ist nicht nur das Wandern auf Hügeln und durch Wälder. Es ist das Wandern durch die Städte, was den Sommer auch so prägt. Sich verlieren in Nürnberg, München, Düsseldorf, Leipzig, Berlin und Hannover. Verwirrt mit Musik wie „Wanderlust“ von Wild Beasts auf dem Ohr und einem Kaffee in der Hand durch Straßen laufen, die ich noch nie vorher gesehen habe. Sich verlaufen und doch immer wieder neue Punkte finden, um sich zu orientieren. Wieder loslassen, die Kontrolle verlieren und merken, dass alles gut wird, wenn man nur auf sich acht gibt.

Und am Ende des Sommers stehe ich auf einer Düne in Südfrankreich mit tollen Menschen und schaue in den Sonnenuntergang. Kurz überlege ich, ob das der richtige Zeitpunkt wäre, mich doch tätowieren zu lassen. Ein mobiles Set wartet im Auto. Aber was würde denn passen, wenn sonst so wenig ewig bleibt?

Hundert Jahre Erster Weltkrieg. Ebola-Epidemie in Afrika. Ausschreitungen bei Kurden-Demos gegen Irak-Konflikt in Deutschland. BND hörte USA und Türkei ab. Bundesregierung sendet Waffen an Kurden im Irak. Bei der Landtagswahl in Sachsen kommt die AFD mit 10 Prozent rein. Die Ausrüstung der Bundeswehr ist mangelhaft. Massenproteste in HongKong. Flüchtlinge von Heim-Wärtern misshandelt. Kurden und Islamisten liefern sich Schlägereien in Deutschland. Der Literatur-Nobelpreis geht an Patrick Modiano. Kailash Satyarthi und Malala Yousafzai bekommen den Friedens-Nobelpreis. Attentat auf das Kanadische Parlament. Neonazis demonstrieren gegen Salafisten. Ifo-Index fällt auf tiefsten Stand seit zwei Jahren. Unzählige Studenten in Mexiko entführt.

Der Herbst bringt schlechte Nachrichten, und gleichzeitig öffnen sich ganz viele neue Türen. Das Leben ändert sich dramatisch, und dieser Wandel ist nicht gut oder schlecht. Nur anders. Egge und ich finden uns barfuss und im Anzug auf einer Bühne in Dresden wieder, und wir spielen ein Liebeslied auf dem Klavier mit Gesang. Im Publikum sitzen einige ungläubige Poetry-Slammer, die die ganze Zeit auf die ironische Auflösung warten, die ja immer sonst bei uns kommt. Aber dieses Mal nicht. Wir meinen es ernst. Eigentlich schon immer.

Revolution – „Scharzer Frühling“ in Burkina Faso. Längster Lokführerstreik in Deutschland. Vogelgrippe in Norddeutschland. 25 Jahre Mauerfall in Deutschland. 80 Prozent der Katalanen fordern eine Loslösung von Spanien. Raumsonde „Philae“ landet sicher auf Kometen Tschuri. Fast 36 Millionen Menschen sind weltweit versklavt. Laut Lebensmittel-Unternehmen wird die Schokolade weltweit knapp. Ausschreitungen in den USA nach Tod mehrerer schwarzer Jugendlicher.

Der Winter kriecht langsam durch die Kleider und will zum Herzen. Doch es ist warm genug. Wir nehmen uns nach mehr als vierzig Auftritten in diesem Jahr eine Auszeit und entdecken unsere Heimatstadt Hannover neu für uns. Wir arbeiten, wir lesen, wir räumen auf, machen Steuern und feiern eine Weihnachtsfeier, wie wir sie uns immer gewünscht haben. Mit den tollen Bands Herr Lerbs und Madame Puschkiin, den zwei tollen Punk-trifft-Pop-DJs Dieter Durst und Hannoi und beschließen den Abend mit Tarkan, Sinead O’Connor und Udo Jürgens. Wenige Tage später ist der auch tot, und Helene Fischer singt wieder irgendetwas. Wie eigentlich den ganzen Sommer. Immer wieder Atemlos. Wir wetten, wann die arme Frau ihren Burnout hat. Er wird kommen. So wie der Wahnsinn vor Weihnachten und dann irgendwann die Stille zwischen den Jahren.

Russland beendet das Projekt South Stream. Die „Pille Danach“ wird in Deutschland rezeptfrei. Bodo Ramelow ist erster Linken-Regierungschef in Deutschland. Ein Islamist nimmt in Sydney ein Café in Geiselhaft und wird bei Stürmung getötet. 15.000 Menschen kommen zur PEGIDA-Demo nach Dresden. Zehn Jahre Flutwelle in Asien. Eine Fähre brennt in der Adria. Bei Indonesien verschwindet ein Flugzeug.

Das letzte Kapitel des Jahres endet mit einem Ausblick. Es geht weiter. 2015 wird wieder wildes, unbezähmbares, unvorhersehbares, buntes Leben. Wir freuen uns drauf. Wir freuen uns, das Ganze mit euch zu erleben. Danke. Und die erste Reise als Band geht dann auch gleich hoch zur Ostsee.

Werbeanzeigen

22. Juni 2013 – Hof – InDie Festival

Die Boys von Findus und Egge beim Wärschtlamo

„Wir müssen unbedingt in die Innenstadt, dort gibt es eine Statue von einem Kerl, der den mobilen Würstchen-Verkauf erfunden hat.“ Egge macht den hibbeligen Reiseleiter und will die Jungs von Findus überzeugen, sich gemeinsam den Wärtschlamo anzugucken, das Wahrzeichen von Hof, auf das nicht jeder stolz ist, aber jeder kennt. Um das Jahr 1871 hat der Kerl sich diese mobile Art des Würtschenverkaufs ausgedacht. Das klingt nach einem Hightlight!

Rettet Leben: Obazda-Brezn

Das InDie-Festival in Oberfranken gehört zu den kleinen, feinen Nicht-mehr-ganz-Geheimtipps der deutschen Musikszene. Es ist eine Kulturbastion, dessen Team liebevoll, familiär und absolut professionell Kultur in die Provinz bringen, die sonst eher von Jugendlichen gemieden oder sogar verlassen wird. Die Region leidet unter Abzug, Strukturschwäche und seit ein paar Jahren unter der Verbreitung von Crystal Meth, die alle zusammen das Leben erschweren.

Ach, Oberfranken

Das Festival bietet dabei einen Höhepunkt für Jung und Alt mit einem breiten musikalischen Angebot: die Lokalhelden Emma Stoned und Koaliker, Findus aus Hamburg, Großstadtgeflüster aus Berlin und Talco aus Italien – für jeden war etwas dabei und die Stimmung bei praller Sonne immer super. Nach einigem Rumirren durch die Hofer Innenstadt fanden wir dann gemeinsam mit den Boys von Findus das große Denkmal und machten den Touristen, bevor wir dann bei der Aftershow-Party in der Gaststätte Zur Linde bei Gin Tonic und Oasis seelig wegschlummerten. Danke für einen unglaublich schönen Tag!

09. Februar 2013 – Kassel – Karoshi

20130210-202540.jpg

Entgeisterte Fussballhools starren auf eine Horde „Hottepferd“-singende Abteilung Vollverstrahlt. Ein Krümelmonster schwenkt dazu einen ausgedruckt-und-auf-Pappe-geklebten-Leibnizkeks. Gangnamstyle mit Bürotanten als Puschelladys. Fußball trifft Karneval trifft Samstagseinkauf.

Klamottentausch im Kasseler Karoshi, „Kassel ist schön“-Buttons, Menschen, die Drum’n’Bass hören wollen und bekommen. Egge haut mit einer Sektflasche gegen sein Crashbecken und wundert sich, als sie explodiert.

Als wir morgens aus dem Haus treten, liegt da einfach eine platt gefahrene Ratte. Eine Krähe schaut uns kurz an, pickt dann aber seelenruhig weiter.

Ein betrunkener Mann versucht sich an einem Laternenpfeiler festzuhalten. Schafft es aber nicht. Fällt einfach um. Mitte in Kassel.

Eine Schulklasse lärmt im Kasseler Hauptbahnhof, drei engagierte Lehrer versuchen, den Zeitpunkt der kompletten Verantwortungsübernahme so weit es geht nach hinten zu ziehen. Verzweifelte Mütter klopfen wenig später an die Scheibe des Zugs, in der stillen Hoffnung, wenigstens von ihren pubertierenden Kindern ignoriert zu werden.

Am Hannoverschen Hauptbahnhof warten die immer noch oder wieder voll verstrahlten Verkleideten: Als Kuh, als Frosch, als Mangafigur. Ein als Polizist schlecht verkleideter schnorrt und sucht nach Pfandflaschen. Irgendwer singt laut Karnevalslieder. Die Sonne scheint.

28. Juni 2011 – Sommer in den Städten

Die Hitze hatte die Städte überfallen. Genau richtig für den Doppeljahrgang, der sich jetzt über Facebook zu sogenannten illegalen Partys in den Wiesen und auf den Straßen verabredete. Niemand kam zu Schaden. Außer ein waghalsiger junger Mann, der in Frankfurt von einer Brücke gesprungen war und sich arg verletzt hatte.

Die drei Jungs, die ich auf der Brücke der Industriebrache beobachte haben davon sicherlich nichts gehört. Ich warte, bis der eine springt, er taucht wieder auf. Ein wenig erleichtert klettere ich die Steine hinunter und springe selbst ins Wasser.

Ein paar Enten schwimmen um mich herum, vorhin ist eine Ruderin in eine Familie gefahren und hat sich noch nicht einmal umgedreht. Auch das kleine Entchen kam wieder aus dem Wasser aufgetaut.

Ein Typ fährt mit seinem Motorboot vorbei. In der Fresse die Kippe, vorne auf dem Boot thront seine Prinzessin und trinkt Alcopops. Ich steige wieder aus dem Wasser, lasse das Abtrocknen und ziehe auch mein Hemd nicht wieder an. In dem Hippielook fahre ich in die Stadt zurück. Am Himmel kreisen zwei Hubschrauber ohne Beschriftung. Ganz oben zerfurchen ein paar Flugzeuge das Blau. Eine wichtige Delegation aus China ist heute gekommen, sie will einkaufen gehen. „Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung deutsch-chinesischer Beziehungen“, nennt das einer der deutschen Minister. Welcher, habe ich vergessen.

Vor dem letzten normalen Supermarkt des Viertels stehen ein paar Leute und unterhalten sich aufgeregt. Zumachen soll er, wie so viele andere Läden auf dem Block. Was anstatt dessen herkommen soll, fragt ein Mann. „Ein Bioladen!“, schnauzt die Verkäuferin, die kurz rauskommt, um die Erdbeerkästchen zu ordnen.

Ein Block weiter wurde das Baustellenschild umgeschmissen. „Hier entstehen vier Reihenhäuser und fünf Loft-Wohnungen“ hatte noch vorher drauf gestanden. Von der kleinen Tankstelle und dem Garagenhof ist nichts mehr zu sehen.

Ich klettere die Treppen hoch und setze mich auf den Balkon. Die Hippies gegenüber sind schon vor ein paar Tagen Richtung Fusion gefahren. Es läuft deswegen kein Techno auf dem Platz, sondern die Beatles. Unten schreien die Kinder wieder Fußballbefehle. Ein Mädchen hat gerade einen der Großen getunnelt.