Oktober 2013 – Das Leben im Klischee

Jeden Sonntag brennt unsere Facebook- und Twitter-Timeline, weil sich wieder Hunderte, Tausende über vermeintliche Plattheiten und schlechtes Storytelling beim „Tatort“ beschweren. „Unglaubwürdig.“ „Konstruiert.“ „Unrealistisch.“ Das sind so die Grundaussagen über die Kriminalfälle aus Münster, München, Hannover. Es geht dabei immer darum, wer wen warum umgebracht hat. Die Niederträchtigkeit der Menschen scheint unbegrenzt. Die Art, wie dies präsentiert wird, ist für viele zweifelhaft.

Gleichzeitig tritt jeden Tag mehr und mehr politische Gülle aus den Kanalisationen, die wir parlamentarische Demokratie, globale Gesellschaft oder auch einfach Leben nennen, die einem dazu zwingt, seinen eigenen Zynismus und das Kopfschütteln à la „Haben wir es nicht schon immer gesagt“ mit Menschlichkeit zu bekämpfen: Überwachung, Rassismus, Sexismus, Umweltverschmutzung, Krieg, Gewalt – es scheint, als ob die bösen Geschichten von Rosemunde Pilcher geschrieben würden. Kein Klischee wird ausgelassen. Jedes Fettnäpfchen bereitwillig bestiegen. Lebensläufe werden wie Affären nach einer Art Stereotyp gestrickt. Und jedes Mal reißen sich alle Experten (oft die gleichen, die auch den Tatort schlimm finden) um eine intellektuelle Einordnung.

Dabei reichte es doch eigentlich schon aus, das Alltagsgeschehen so zu erklären, wie man einem Vierjährigen erklärt, warum Polizisten in Hamburg Menschen schlecht behandeln, weil sie eine andere Hautfarbe haben als die Menschen im Rathaus, und eben diese Beamten Bürgern ins Gesicht schlagen, weil diese das kritisieren. Etwas, dass Wissenschaftler gerne auch mal abschätzig „Einfache Sprache“ nennen und das nicht nur für die Sätze und Wörter selbst gilt, sondern auch für Gefühle wie: „Etwas läuft hier schief.“ oder „Mir macht das Angst, wenn die Bundeswehr im Innern eingesetzt werden kann und mir Unbekannte wissen, wo ich mit wem wann bin und was ich lese.“ In dieser Woche musste sich der britische Schauspieler Russel Brand vor der BBC rechtfertigen, warum gerade er die politische Klasse kritisiert, habe er doch ohne ein solches Studium und als Nichtwähler gar kein Recht, dies zu tun. Weil er nicht einsieht, jemanden nach der Erlaubnis dafür zu fragen, kontert er.

Etwas, dass wir mit Beatpoeten immer versucht haben in unserer Musik und in den Texten zu transportieren, indem wir einfach nur Zitieren. (Und das wir uns von tollen Künstlern wie Rainald Grebe abgeschaut haben): „Man darf seine Politik nicht daran ausrichten, wie viele Menschen gerade auf der Straße demonstrieren.“ „Wir verteidigen dort die Demokratie.“ „Gerade unter Freunden geht das gar nicht.“ „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ Schlagerlied oder politisches Statement – die Grenzen sind fließend. Willkommen im Klischee.

Das Jahr 2012 in Schlagzeilen

Costa hat mal wieder eine Liste von wichtigen Ereignissen gemacht – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. (Zum Nachlesen: 2011, 2010)

Januar
Waldbrände in Chile.
Wulff bedrohte Bild und Welt am Sonntag.
Ungarn will neue Verfassung, Massenproteste.
Arbeitslosigkeit in Deutschland auf Rekordtief.
Jamaika-Koalition im Saarland aufgelöst.
Tausende Brustimplantate giftig.
Angeklagter erschießt Staatsanwalt im Lachauer Amtsgericht.
Erneut Iranische Atomexperten bei Anschlag ums Leben gekommen.
Schottland will von England unabhängig werden.
Zehn Jahre Guantanamo.
Schweizer Notenbankchef tritt zurück.
Neun Euroländer werden von Rating-Agenturen abgestuft.
Kreuzfahrtschiff Costa Concordia geht vor Italien unter, mehrere Tote.
US-Wikipedia schaltet sich aus Protest gegen neues US-Internetgesetz ab.
Döner-Morde ist Unwort des Jahres 2011.
EU greift Ungarn wegen Rechtsregierung an.
Neuwahl im Saarland.
Touristen und Entwicklungshelfer in Äthiopien erschossen bzw. entführt.
Büro von Wulffs ehemaliger Sprecher Glaseseker wird durchsucht.
Drogeriekette Schlecke ist pleite.
Megaupload geschlossen, verantwortliche festgenommen.
70 Jahre Wannsee-Konferenz.
Verfassungsschutz überwacht Linken-Spitzenpolitiker.
Endlich aufgeklärt: Schüsse auf Ohnesorg waren Mord.
Schwarzarbeit in Deutschland auf 18-Jahres-Tief.
25 EU-Staaten schließen Pakt für strengere Haushaltsdisziplin.
Tief Cooper sorgt für Kälte in Europa.
1,1 Millionen Vorschüler in Deutschland haben Sprachstörungen.

Februar
Weiterer Gehilfe der Nazi-Terroristen verhaftet.
Fusion der NYSE und der Deutschen Börse von EU verboten.
Mindestens 70 Tote bei Krawallen nach Fußballspiel in Ägypten.
Hunderte Menschen sterben in Europa wegen der Kälte.
Syrische Geheimagenten in Berlin verhaftet.
Zehntausende demonstrieren in Europa gegen ACTA.
Anschläge auf Israelische Botschaften.
Brandstifter verursachen schweren Unfall auf Autobahn 57.
Ratingagentur Moody’s stuft erneut Euroländer ab.
Streik am Frankfurter Flughafen.
Christian Wulff tritt zurück, nachdem seine Immunität aberkannt werden soll.
Streit um Schuldenschnitt für Griechenland geht weiter.
Terroristischer Anschlag auf Israelis in Thailand.
Bürgerkrieg in Syrien.

März
Staatliche Integrationsstudie wird für Rassismus missbraucht.
Wahlen in Russland.
Wahlen im Iran.
Großer Zapfenstreich von Wulff wird von Demonstrationen begleitet.
Ver.di ruft zu Warnstreiks auf, auch zur Cebit.
Konflikt im Gazastreifen eskaliert erneut.
Ein Jahr Katastrophe von Fukushima.
Wiesenhof-Geflügelproduktion in der Kritik.
US-Soldat läuft in Afghanistan Amok.
Wasser in England wird knapp.
Versuch, Finanztransaktionssteuer in der EU einzuführen scheitert.
In Deutschland werden pro Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen.
Landtag in Nordrhein-Westfalen löst sich wegen Haushalt auf.
Schweres Busunglück in der Schweiz – mindestens 28 Tote.
Wolfgang Herrndorf bekommt für „Sand“ den Leipziger Buchpreis.
Gauck im ersten Wahlgang zum Bundespräsident gewählt.
Verrückter tötet mehrere Menschen in Toulouse, davon Kinder vor einer jüdischen Schule.
Schweden führt Vorratsdatenspeicherung ein.
11-Jährige in Emden von 18-Jährigen ermordet.
CDU stärkste Partei bei Saarland-Wahl.
Papst besucht Kuba.
Gasleck auf Bohrinsel in der Nordsee.
Gerüchte um Putschversuch in China.

April
Diskussion um Grass-Gedicht über Israel.
30 Jahre Falklandkrieg.
Nordkorea macht Raketentest, der scheitert.
Europäisches Gericht für Menschenrechte: Inzucht nicht legal.
Piraten liegen bei 13 Prozent.
Prozess gegen Anders Breivik beginnt.
Jim Yong Kim wird Präsident der Weltbank.
ARD setzt Gottschalk wieder ab.
Indien testet Langstreckenraketen.
Tote bei Protesten gegen Formel 1 in Bahrain.
Zugunglück in den Niederlanden.
Borussia Dortmund ist wieder Meister.
Pirat vergleicht den Aufstieg seiner Partei mit der der NSDAP.
Meteor stürzt in den USA ab.
Ägypten kündigt Gasliefervertrag mit Israel.
Niederländische Regierung tritt wegen Haushaltsdebatte zurück.
Krankenkassenbericht: Pflege häufig zu unmenschlich.
Großrazzia bei Neonazis in NRW.
US-Firma will auf Asteroiden Mineralien sammeln.
E-Plus-Netz in Norddeutschland fällt aus.
UN-Sondertribunal spricht Charles Taylor schuldig.
75 Jahre Bombenangriff auf Guernica.

Mai
Erneut Ausschreitungen bei 1.Mai-Protesten in Hamburg und Berlin.
Arbeitslosenzahl in Deutschland unter drei Millionen.
Salafisten greifen in Bonn nach ProNRW-Demo Polizisten an.
Hollands ist neuer Präsident in Frankreich.
Regierung in Griechenland abgewählt.
Borussia Dortmund wird Meister.
SPD gewinnt Wahl in NRW.
Regierungsbildung in Griechenland gescheitert.
Georg-Büchner-Preis geht an Felicitas Hoppe.
Beim Relegationsspiel Düsseldorf gegen Berlin kommt es zu Chaos.
Merkel entlässt Röntgen als Umweltminister.
Facebook geht an die Börse, Kurs fällt.
Großrazzia gegen Hell’s Angels.
Deutsche horten fast fünf Billionen Euro.
Erdbeben in Italien, Bulgarien.
Charles Taylor für 50 Jahre verurteilt.
Großer Computerwurm entdeckt.
Razzia bei italienischer Fußballnationalmannschaft.
Josef Ackermann gibt seinen Chefposten bei der Deutschen Bank ab.

Juni
Israel hat deutsche U-Boote mit Atomwaffen ausgestattet.
Queen Elizabeth feiert 60 Jahre Thronjubiliäum.
Josef Ackermann nicht mehr Deutsche-Bank-Chef.
Adressstandard IPv6 gestartet.
USA töten Al-Qaida Chef Abu Jahja al-Libi per Drohne.
Spanische Banken gehen unter den Rettungsschirm.
Linke gewinnt die Französische Parlamentswahl.
Massaker in Syrien gehen weiter.
Putin verfolgt die Opposition massiv.
Torsten Albig zum Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein gewählt.
Salafistenverein wird bundesweit verboten.
Ägyptisches Parlament vom Militär aufgelöst.
Hammelsprung-Eklat nach Bundestagsdebatte um Betreuungsgeld.
Japan fährt die ersten Atomreaktoren nach Fukushima wieder hoch.
Die USA führen faktisch Krieg in Somalia und im Yemen.
Griechenland-Wahl gewinnen die Konservativen.
Ägypten-Wahl gewinnt die Muslimbruderschaft.
G20-Gipfel in Mexiko.
Dritte Startbahn in München abgelehnt.
Neue Elite-Unis in Deutschland.
15 Banken von Moody’s heruntergestuft.
Türkischer Jet von Syrien abgeschossen.
Mursi (Moslembrüder) wird neuer Präsident von Ägypten.
Umzug von BND nach Berlin verzögert sich wegen Baupfusch.
ESM kommt.
Islamische Kunstwerke und Heiligtümer von Islamisten in Mali zerstört.
Sehr starkes Unwetter über Deutschland.
In Japan gehen Atomkraftwerke wieder ans Netz.

Juli
Spanien gewinnt die Fußballeuropameisterschaft.
Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm entlassen, weil die Behörde NSU-Akten vernichtet hat.
Mediatoren-Gesetz in Deutschland verabschiedet.
Erste freie Wahl in Lybien.
Parlament verabschiedet umstrittenes Meldegesetz.
Jeder fünfte Deutsche lebt allein.
Erneut Korruption bei der Fifa.
Bei Protesten in Israel zündet sich ein Mann an.
170.000 demonstrieren in Japan gegen Atomkraft.
Asylbewerber bekommen mehr finanzielle Unterstützung
Neckermann meldet Insolvenz an.
Selbstmordattentat auf israelische Urlauber in Bulgarien.
Kämpfe in Syrien dehnen sich auf Damaskus aus.
12 Menschen bei Batman-Premiere in den USA erschossen.
Heftige Unwetter in Peking.
Erste private Zuglinie zwischen Hamburg und Köln eingeweiht.
Deutsches Wahlrecht von Karlsruhe verfassungswidrig erklärt.
In Europa leben nur noch halb so viel Feldvögel wie vor 30 Jahren.

August
Lkw-Maut jetzt auch auf Bundesstraßen.
Mars-Sonde Curiosity gelandet.
Attentat auf Sikh-Tempel in den USA.
USA gewinnen die meisten Medaillen bei den Olympischen Sommerspielen in London.
Erdbeben im Iran.
Dürre in vielen Gebieten gefährdet Ernährungsversorgung.
Jugendliche machen Krawalle in Nordfrankreich.
Mutationen von Tieren in der Nähe von Fukushima entdeckt.
US-Hyperschallflugzeug stürzt bei Test ab.
Apple ist 621 Milliarden US-Dollar wert.
Ab sofort Down-Syndrom-Tests in deutschen Praxen verfügbar.
Gedenken zu 20 Jahre Programm in Rostock-Lichtenhagen.
Der erste Mensch auf dem Mond, Neil Armstrong, ist tot.

September
Stewardessen streiken in Deutschland.
Straßenkämpfe in Belfast zwischen Katholiken und Protestanten.
US-Botschaften in Libyen und Ägypten von radikalen Islamisten gestürmt, US-Botschafter ermordet.
Karlsruhe bestätigt ESM.
Mehr als 11.000 Kinder haben Brechdurchfall-Krankheit in Deutschland
Konflikt zwischen Türkei und Syrien.
Aufstand in Teheran.

Oktober
Euro Rettungsschirm ESM startet.
Gesundheitsfonds verfügt über 12 Milliarden Euro.
Friedensnobelpreis geht an die Europäische Union.
Abenteurer Felix Baumgärtner springt aus 39km Höhe.
Jeder sechste Deutsche ist armutsgefährdet.
Bundesbildungsministerin Schavan wg. Doktorplagiat engeklagt.
Erdgroßer Planet im Nachbarsonnensystem entdeckt.
Fritz Kuhn wird Oberbürgermeister von Stuttgart.
Hurrikane in den USA.
20-Jähriger am Berliner Alexanderplatz ermordet.
Hungerstreik von Flüchtlingen am Brandenburger Tor.

November
Barack Obama erneut zum US-Präsident gewählt.
Gewalttätige Proteste in Griechenland.
Studie: Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem.
Die „Frankfurter Rundschau“ ist insolvent.
Israel greift wieder den Gaza-Streifen an.
Europaweite Proteste gegen Sparmaßnahmen.
Tageszeitung „Financial Times Deutschland“ wird eingestellt.
Bürgerkrieg im Kongo.
Proteste der Opposition in Ägypten.
20 Jahre Brandanschläge in Mölln.
14 Menschen sterben bei Brand in Behindertenwerkstatt im Schwarzwald.
Erneut blutige Proteste auf dem Tahir-Platz in Kairo.
UN akzeptiert Palästina als Staat und Beobachter.

Dezember
Taifun Botha wütet auf den Philippinen.
Erneut blutige Ausschreitungen in Ägypten.
Anschlag auf SPD-Politiker Sebastian Edathy, der im NSU-Ausschuss sitzt.
Opel schließt Werk in Bochum 2016.
Studie: Minijobs zerstören Arbeitsplätze.
Fußballvereine beschließen neues Sicherheitskonzept.
„Der Hobbit“ startet in den Kinos.
Razzia bei Deutscher Bank.
Japan wählt Nationalisten.
Vergewaltigung einer Studentin führt zu Unruhen in Indien.
USA stehen vor Fiskal-Klippe.

25. Januar 2012 – Von Politik lernen, heißt Siegen lernen

Als wichtiger Teil des politischen Journalismus hat sich in den vergangenen Jahren das sogenannte Begriffesaufen etabliert. Dazu wird eine Politikerrede angeschaut – gerne die Reden zu Weihnachten, Neujahr oder auch Kanzlerduelle –, jeder Teilnehmer bekommt einen Begriff zugewiesen, und jedes Mal, wenn dieser fällt muss er einen Kurzen trinken. Natürlich fallen Wörter wie Menschen, Arbeit, Zukunft, Freiheit, Sicherheit öfter als andere. Und so lässt sich problemlos und empirisch nachweisen, welche Stimmung gerade im Land herrscht und wie die Politiker darauf reagieren. Wer früher bei Terrorismus schon kurz nach Beginn sturzbetrunken war, kommt diesem Zustand in letzter Zeit nur bei Wörtern wie Euro, Krise oder Wachstum näher.

Geht man einer längerfristigen Analyse nach, lohnt es sich mit den gleichen Begriffen ältere Reden der gleichen Politiker anzuschauen. Die Ängste und Wünsche der Bevölkerung kommen ja auch immer bei den Politikern an, werden also auch wörtlich erwähnt. Vergleicht man dann also die unterschiedliche Dichtheit der Teilnehmer, kann man schon eine empirische Aussage über die Veränderung des politischen Klimas abgeben. Jeder Versuch, diese hochwissenschaftliche Analyse als Doktorarbeit zu verfassen, wurde bis jetzt abgelehnt.

Ähnliche Arbeiten gibt es auch im kulturellen Bereich. Bei einer Wortanalyse von Hip-Hop- oder Punkliedern nach oben beschriebener Art sollte jedoch davon abgeraten werden, die Begriffe Shit oder Fuck zu übernehmen. Die Statistik belegt eine überproportionale Verwendung selbiger.

Jahresrückblick 2011 – In den Nachrichten

Januar
Jugendliche prügeln einen Schlichter in Hamburger S-Bahnstation nieder.
Anschläge auf Christen in Nigeria und Ägypten, Ausschreitungen in Russland.
Estland führt den Euro ein.
Erdbeben in Chile.
Wert von Facebook klettert auf rund 50 Milliarden US-Dollar.
Bundeswehr zieht letzte Wehrpflichtige ein.
Dioxin-Funde auf niedersächsischen Bauernhöfen.
Partielle Sonnenfinsternis.
Wert von Apple liegt bei 300 Milliarden US-Dollar.
Ex Bayern-LB-Vorstand Gribbowsky wegen vermuteter Veruntreuung verhaftet.
Erste Ausschreitungen an der Elfenbeinküste.
Hochwasser an Mosel und anderen Flüssen.
Anschlag auf amerikanische Abgeordnete Gabrielle Giffords.
Wahl um Souveränität im Südsudan.
Flugzeugabsturz in Iran.
Schüler- und Studentenunruhen in Tunesien.
China testet Tarnkappen-Kampfjet.
Unruhen in Tunesien zwingen Präsidenten zur Flucht.
Flüchtlingsschiff sinkt vor Korfu.
DVU und NPD fusionieren.
Verfassungsgericht kippt rot-grünen Haushalt in NRW.
Alternativlos Wort des Jahres 2010.
Wirtschaftsgipfel von USA und China.
Razzia gegen Mafia in USA.
Selbstmordattentat an Moskauer Flughafen.
Bernd Eichinger ist gestorben.
Apple verkauft verbotene Nazi-Lieder auf iTunes.
Aufstand in Ägypten und Jemen geht weiter.
DVU und NPD dürfen doch nicht fusionieren.
Japans Rating abgewertet.
Bei Zugunfall bei Magdeburg sterben mehr als zehn Passagiere.
Per Kusmagk gewinnt RTL-Dschungelcamp.
Frankreich gewinnt Handball-WM.
Ölpreis über 100 US-Dollar.

Februar
Eine Milliarde Menschen hungern, eine halbe Milliarde ist fettleibig.
Hacker erringen Zugriff auf Nasdaq-Computer.
George W. Bush fliegt nicht in die Schweiz wegen möglicher Haftstrafe.
Gefechte zwischen Thailand und Kambodscha.
Khodorkovsky-Film vor Berlinale gestohlen.
Wikileaks: Saudi-Öl weniger als vermutet.
Axel Weber tritt vom Amt des Bundesbankchefs Ende April zurück.
Mubarak tritt zurück, Militär übernimmt die Macht in Ägypten.
Thomas Gottschalk hört bei „Wetten, dass…?!“ auf.
Peter Alexander mit 84 Jahren gestorben.
China überholt Japan als zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Welt.
Kommunen haben mit 10 Milliarden Euro größtes Defizit in der Geschichte.
Lady Antebellum gewinnt fünf Grammys, bestes Album: Suburbs von Arkade Fire.
Rund 21.000 Demonstranten halten Neonazis in Dresden auf.
G20 einigt sich auf schwammige Kriterien für Wachstum.
Die BamS-Reporter werden im Iran freigelassen.
Hamburger SPD bekommt fast die Hälfte der Stimmen bei der Wahl.
Guttenberg gibt seinen Doktortitel wegen Plagiatsverdacht zurück.
Bahner streiken, die Bahn desinformiert.
Schweres Erdbeben in Neuseeland.
Die Aufstände in Libyen eskalieren.
Regierung richtet Cyberabwehrzentrum in Bonn.
Designer John Galliano verliert wegen Antisemitismus seinen Job.
Bei den Oscar’s gewinnen Colin Firth und Natalie Portmann.

März
De Maiziere wird Verteidigungsminister, Friedrich Innenminister.
Tsunami in Japan sorgt fast für Kernschmelze in Fukushima.
NATO bombardiert Libyen.
Dalai Lama tritt als politischer Führer Tibets ab.
Liz Taylor ist gestorben.
Bombenanschlag in Jerusalem.
Grüne gewinnen bei Wahl in Baden-Württemberg.
Wahl in Rheinland-Pfalz: Rot-Grün gewinnt.
Acht AKWs werden vom Netz genommen.
Proteste in Syrien.
Islam-Konferenz wird kein Erfolg.

April
Demonstranten attackieren UN-Büro in Afghanistan.
Unruhen an der Elfenbeinküste.
Bomben in Nordirland.
Westerwelle gibt FDP-Vorsitz und Vizekanzlerposten ab.
Anschlag in Pakistan an Sufi-Heiligtum.
Wieder Erdbeben in Japan.
Amoklauf in Rio de Janeiro.
Konflikt an der Elfenbeinküste geht weiter.
Massengrab in Mexiko entdeckt.
Ai Wieweit von der chinesischen Polizei verhaftet.
Bundeswehr soll doch in Libyen helfen.
EZB erhöht Leitzins.
Sandsturm führt zu Großunfall auf der A 19 bei Rostock.
Guttenbergs Anwalt attackiert Uni Bayreuth.
Amoklauf in holländischem Einkaufszentrum.
Wieder Nachbeben in Japan.
Sperrzone um Fukushima auf 30 Kilometer ausgeweitet.
Angeblicher Terrorangriff in Minsk.
Gbagbo in Elfenbeinküste festgenommen.
Deutschland hat 2.000.000.000.000 Euro Schulden.
Wulff wird mit Eiern beworfen.
Schiffskarambolage auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
Frankreich stoppt Flüchtlingszüge aus Italien.
In Finnland werden Rechtspopulisten gewählt.
Kreditwürdigkeit der USA abgestuft.
Reformen auf dem Volkskongress in Kuba.
Wieder Angriff in Berliner U-Bahn.
Blutige Revolte in Syrien geht weiter.
70 Millionen Playstation-Kunden von Sony gehackt.
Anschlag in Marokko.
Tornados in den USA.
Unesco veröffentlicht Bewerber-Informationen.
Kate und William heiraten in London.

Mai
Konservative gewinnen bei Wahl in Kanada.
Flugschreiber der AF 447 gefunden.
Wieder Streik bei der GDL.
Verfassungsgericht kippt Regelung zur Sicherungsverwahrung.
Obama Bin Laden erschossen.
Aufs und Abs des Ölpreis durch Spekulationen.
Günther Sachs erschiesst sich.
Volkszählung beginnt.
Wieder Schlägereien in Berliner U-Bahn.
Erdbeben in Südspanien.
Aserbaidschan gewinnt beim Eurovision Song Contest.
IWF-Chef Strauss-Kahn wird wegen Vergewaltigung festgenommen.
Hochwasser im Mississippi.
Rösler wird FDP-Chef.
Portugal bekommt 78 Milliarden Euro Hilfe vom IWF.
Bombenfund vor Besuch de Queen in Irland.
US-Raumfähre Endeavour fliegt zum letzten Mal.
Queen besucht Irland als erste brit. Monarchin seit 100 Jahren.
Tote bei Krawalle vor Bundeswehrstützpunkt in Afghanistan.
F. C. Delius bekommt Büchner-Preis.
Amoklauf im Frankfurter Arbeitsagentur.
Versicherung belohnt mit Sexpartys in Ungarn
Polizei legt Server der Piraten-Partei lahm, wenig später gehen die Server von Polizei und BKA offline.
Schalke gewinnt den DFB-Pokal 2011.
Rot-Grün als Große Koalition bei Bremer Bürgerschaftswahl.
Vulkanausbruch auf Island.
Taliban greifen Militärbasis in Pakistan an.
EHEC-Ausbruch in Norddeutschland.
Ratko Mladic in Serbien gefasst.
Deutsche Bank kauft Professur an Uni Berlin.
Freispruch für Jörg Kachelmann im Vergewaltigungs-Prozess.
Angela Merkel wird der Überflug von Iran verboten.
WHO stuft Handys als möglicherweise krebserregend ein.

Juni
30 Jahre Aids.
Bürgerkrieg im Jemen geht weiter.
Merkel kriegt Friedensmedallie der USA.
Vulkanausbruch in Chile.
Koch-Mehrin verliert Doktor-Titel und darf nicht in Wissenschafts-Ausschuss.
Stuttgart 21 wird weiter gebaut.
Ausschreitungen und Proteste in Griechenland.
Lebensmittelpreise steigen drastisch.
Handwerk beklagt Fachkräfte-Mangel.
Italiener wählen gegen Berlusconi.
Streiks und Proteste in Griechenland.
Frauen-Fußball-WM startet in Deutschland.
USA verhandeln mit Taliban.
CDU erwägt Abschaffung der Hauptschule.
Polizei Dresden hat Handy-Daten bei Nazi-Demo gescannt.
Das griechische Parlament beschließt Sparmaßnahmen.
Großbrände in den USA.
Anti-Terror-Gesetze verlängert.
Straßenschlachten in Kairo.
Westen gibt Öl-Reserven auf den Markt.

Juli
Plagiatsskandal um Althusmann.
Google Plus startet.
Skandal um Panzerlieferung nach Saudi-Arabien.
Bundesrat beschließt Atomausstieg 2022.
München bekommt nicht Olympia.
Bundestag erlaubt PID.
Südsudan formiert sich als neuer Staat.
Die Fußballfrauen scheiden bei der WM im Viertelfinale gegen Japan aus.
EHEC-Krise gilt als beendet.
Katholische Kirche öffnet Archiv über sexuellen Missbrauch.
Ausschreitungen in Malaysia.
Israel stoppt Demo für Palästina.
Rupert Murdoch schließt News of the World wegen Abhörskandale.
Maja Haderlap gewinnt den Ingeborg-Bachmann-Preis.
USA legalisieren bundesweit Marihuana als Medizin.
Bei Bootsunfall auf russischer Wolga sterben rund 110 Menschen.
Wladimir Putin erhält den Quadriga-Preis.
Italiens Bonität wird runtergestuft.
Doch kein Quadriga-Preis für Putin.
Leo Kirch stirbt.
Euro-Krise und EU-Krise gehen weiter.
Selbstmordattentat in Algerien.
Japan gewinnt Frauenfußball-Weltmeisterschaft.
Petersburger Dialog in Hannover.
Normal- und Geringverdiener bekommen weniger Geld als 2000.
Israelische Soldaten stoppen Hilfsschiff nach Gaza.
Zahl von Depression und Burnout stark angestiegen.
FBI verhaftet angeblich Ananymous-Hacker.
Missbrauchsfall in katholischer Gemeinde in Salzgitter.
Gas wird deutlich teurer.
Letzter serbische Kriegsverbrecher verhaftet.
S21 besteht Stresstest.
Venezuela hat mehr Ölreserven als Saudi-Arabien.
Atlantis kehrt zur Erde zurück.
Die Überreste von Rudolf Heß wurden ausgegraben und verbrannt.
Doppelattentat eines Rechtsradikalen in Oslo.
Vogelgrippe in Niedersachsen
Salzburger Festspiele lädt Jean Hessel wieder aus, wegen Kritik.
Amy Winehouse ist tot.
CDU will einzelne Autobahnen privatisieren.
Wieder Straßenproteste in Ägypten.
Serbische Chaoten brennen Grenzposten am Kosovo nieder.
Luftbrücke der UNO nach Mogadischu wegen Hungerkrise.

August
Blutiger Aufstand in Syrien geht weiter.
Mann zündet Brandsatz in Berliner Arbeitsagentur.
USA erhöhen Schuldengrenze.
Wulff unterschreibt Automausstieg.
Prozess gegen Mubarak beginnt.
Schwere Ausschreitungen in London nach Tod eines Mannes.
Börsen reagieren mit Absacken auf Dollar- und Schulden-Krisen.
Proteste in Israel weiten sich aus.
Bei einem Hubschrauberabsturz sterben in Afghanistan Elitesoldaten, die auch Osama bin Laden umgebracht haben sollen.
Jugendliche randalieren mehrere Nächte in Großbritannien.
Apple wird laut Börsen zum kostbarsten Unternehmen der Welt.
Einige europäische Staaten verbieten Leerverkäufe.
CDU-Chef von Schleswig-Holstein tritt wegen Affäre mit 16-Jähriger zurück.
Rohrbombe verletzt Mann in Berliner Park.
Pakistan lässt China an den US-Hubschrauber vom bin-Laden-Einsatz.
Chaos Computer Club schließt Domscheit-Berg aus.
Google kauft Mobilsparte von Motorola.
Ölteppich in der Nordsee.
Terroranschlag in Israel auf Busse und Autos.
Hartmut Mähdern wird Chef von Air Berlin.
Mindestens ein Toter nach Sturm auf Rockfestival in Belgien.
Rebellen nehmen Tripolis ein.
Loriot stirbt.
Erdbeben in den Oststaaten der USA.
Rebellen nehmen Tripolis ein.
Hurricane über den USA.
Österreicher missbraucht 40 Jahre lang seine Kinder.
Hungerstreik in Indien gegen Korruption.
Bildungsstreik in Chile eskaliert.
Anschlag auf UN-Gebäude in Nigeria.
Al-Quaida-Vize in Pakistan getötet.
Anna Haare beendet Hungerstreik in Indien.

September
Rot gewinnt die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern.
Wall-Street-Firmen vow US-Finanzministerium verklagt.
Radioaktiver Müll in Vorleben strahlt mehr als erlaubt.
Türkei weißt Israelischen Diplomaten aus.
Taifun Talas in Japan.
Wikileaks-Dokumente ungeschwärzt im Netz aufgetaucht.
Verfassungsgericht stützt Euro-Rettungsschirm.
EU-Gerichtshof kippt Gen-Honig.
Terrorverdächtige in Berlin gefasst.
Explosion in französischem AKW tötet mindestens eine Person.
Sklavenarbeiter in England befreit.
SPD bei Berlin-Wahl stärkste Partei, Piraten ziehen in den Senat.
Anschlag in Ankara.
Hannover ist die lauteste Stadt Deutschlands.
Taifun in Japan.
Papst besucht Deutschland
Türkischer Staatschef Gül besucht Deutschland.
Der Tag, ab dem wir von der Substanz der Erde leben.
60 Jahre Bundesverfassungsgericht.
PKK besetzt RTL-Studio in Köln

Oktober
Proteste gegen Wallstreet gehen weiter.
Steve Jobs stirbt.
Friedensnobelpreis an Liberias Präsidentin.
Sebastian Vettel wird erneut Formel-1-Weltmeister.
Staatstrojaner verstößt gegen Urteil des BVG.
Donald Tusch gewinnt die polnischen Parlamentswahlen.
Brandsätze auf Deutsche Bahn in Berlin.
DAK und BKK fusionieren.
Christliche Proteste in Ägypten eskalieren.
Slowakei stimmt gegen die Ausweitung des Rettungsschirms.
Proteste gegen Banken auf der ganzen Welt.
Frachter vor Neuseeland havariert.
Bürgerkriegszustände im Jemen.
Straßenschlachten in Griechenland.
Israelischer Soldat Gilad Schalit wird nach fünf Jahren von Hamas freigelassen.
Amnesty International: Deutschland liefert Waffen an autoritäre Regime.
Türkei und kurdische Rebellen kämpfen wieder.
Gaddafi wird von Rebellen getötet.
Korruptionsskandal in Österreich weitet sich aus.
Eta erklärt bewaffneten Kampf für beendet.
Zwei russische Spione in Deutschland enttarnt.
Starkes Erdbeben in Osttürkei.
Linke beschließen neues Parteiprogramm, u.a. Freigabe aller Drogen.
EFSF beschlossen.
Anschläge in Bagdad und Kabul.
Hypo-Real-Estate „findet“ 55 Milliarden Euro.
50 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei.
Laut UN leben 7.000.000.000 Menschen auf der Erde.
Unesco erkennt Palästina an, USA überweisen kein Geld mehr.
Schulbuchverlage schleusen Trojaner auf Schulcomputer.
Islamistischer Anschlag auf französische Satirezeitschrift.

November
Überschwemmungen in Italien.
Wichtiger Farc-Guerilla getötet.
Energiekonzerne lieferten Bundeskartellamt falsche Informationen.
Hacker legen Israels Internetseiten lahm.
Bundesfamilienministerium: Tausende Frauen werden zur Hochzeit gezwungen.
IAEA: Iran entwickelt Atomwaffen.
Rechtsextreme Terroristen aufgedeckt.
Erneut Tausende bei Occupy-Demos in Deutschland.
Berlusconi zurückgetreten.
Castor-Transport ins Wendland.
Belgien nächstes Land, das AAA-Rating verliert.
Volksabstimmung für S21.
Britische Botschaft im Iran überfallen, US-Drohne abgeschossen.

Dezember
Wahl in Russland gefälscht, Putin verliert an Wählerstimmen.
Erdähnlicher Planet entdeckt.
Standard & Poors greift jetzt auch Deutschland an.
Belgien hat eine Regierung.
Christian Lindner tritt bei der FDP zurück.
Amoklauf in Lüttich.
Wulff wegen Kredit in der Kritik.
Rechtsextremes Attentat in Florenz.
Klimakonferenz in Durban ohne Ergebnis.
Bürgerkrieg in Syrien geht weiter.
Taifun in Philippinen.
Kim Jong Il stirbt, Kim Jong Un wird Nachfolger.
Jopie Heesters stirbt.
Iran blockiert Straße von Hormus.
Assad lässt weiter auf die Bevölkerung schießen.
Obama unterschreibt neue Terrorgesetze.

sta / Alle Informationen aus diversen Medien, kein Anspruch der Vollständigkeit.

Warum momentan alle mit Berlin Liebe machen wollen

Als Jeff Jarvis, Blogger und Journalismusprofessor, am Wochenende die Nachrichten schaute, wurde er wütend. Schuldenkrise, Streit zwischen Republikanern und Demokraten und keine Lösung für all die Probleme, die die ehemalige Superpower USA im Griff haben. Im Netz veröffentlichte er einen wütenden Protest voller Kraftausdrücke in Richtung Hauptstadt Washington.

Was dann passierte, sagt viel aus über das Internet und die Hypes, die wie Tsunamis durchs Netz rollen: Bei Twitter lässt sich ein bestimmtes Thema über sogenannte Hashtags kategorisieren. Der Protest in der arabischen Welt hatte einen eigenen Suchbegriff, wie auch die Fußballweltmeisterschaft der Frauen. Viele, die Jarvis bei Twitter folgten, und seine Hasstirade gegen die amerikanische Politik genauso empfanden, setzten also kurzerhand einen eigenen Hashtag für den Protest gegen den Stillstand: „fuckyouwashington“. Innerhalb weniger Stunden wurde es zu einem der meistgetwitterten Begriffe. Millionenfach unterstichen Linke wie Rechte in den USA im Netz ihre Botschaft an Washington, indem sie den Hashtag benutzten. Bei Twitter landete das Thema ganz oben, ein gutes Indiz für die Wichtigkeit von diskutierten Themen.

Jeff Jarvis war von dem vermeintlichen Erfolg völlig überrascht: „Das ist explodiert. Ich hätte das niemals vorhersehen können.“

Nun hat das Phänomen Deutschland erreicht. Kritik an der Bundesregierung, den schicken und hippen Menschen in der Hauptstadt oder einfach Hass auf Berlin – alle finden unter dem Begriff „fickdichberlin“ zusammen. Da ist es auch egal, ob man die Kanzlerin und ihre Minister meint oder einfach nur stänkern will. Am frühen Mittwochmorgen stand der Begriff schon unter den Top Drei bei Twitter und wird eifrig bei anderen sozialen Netzwerken wie Facebook diskutiert. Jetzt ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Thema auch in der realen Welt diskutiert wird und sich die ersten den Spruch auf T-Shirts oder Jutebeutel drucken lassen.

15. Juni 2011 – Ek ‘Way: Der Kosmos in uns – Teil 2

Anmerkungen über den Zusammenhang von Gravitation und Bewusstsein am Beispiel der Mayas von Ingolf Ahlers, emeritierter Professor an der Leibniz Universität Hannover.

Nicht nur in der esoterischen Szene ist der angebliche Maya-Mythos vom Weltuntergang am 20. Dezember 2012 total in. Doch die  Interpretation von der Weltzerstörung als Apokalypse oder gar als „Jüngstes Gericht“ ist so stark vom christlichen Gedankengut übermalt bzw. verschmiert, dass sie mit den spirituell-religiösen Vorstellungen und Einbildungen der Mayas – der „Maismenschen“ – wenig zu tun hat. Bis heute werden in den meisten Publikationen „weiterhin gänzlich falsche Darstellungen zu Weltbild und Religion der Azteken verbreitet, die vor hundert oder gar mehr als zweihundert Jahren frei erfunden worden sind…“ (Ulrich Köhler: Vasallen des linkshändigen Kriegers im Kolibrigewand, Berlin (LIT Verlag) 2009, S. 1) Diese Feststellung von Köhler hat auch ihre volle Berechtigung für die Maya-Geschichte.
Eine der religiösen Grundideen aller  indianischen Hochkulturen Mesoamerikas (Olmeken, Mayas, Tolteken, Zapoteken und Azteken) ist die Anschauung, dass der Kosmos/das Universum im Namen unterschiedlicher Gottheiten mehrfach geschaffen worden ist. (Lehre von den  Weltzeitaltern). Und am 20. Dezember 2012 geht das Vierte Weltzeitalter, welches in der „Langen Zählung“ am 10. August 3114 v. u. Z. begann, nach 5126 Jahren zu Ende. Dieser Übergang zum Fünften Weltzeit-alter ist aber kein Untergang, sondern eine Transformation. Freilich ist sie aber mit schweren Tumulten und Turbulenzen verbunden (politische Umbrüche und Machtverschiebungen sowie Naturkatastrophen), die sich als „kosmische Verdunkelungen“ ankündigen.
„Wanderer zwischen den Welten“ –  so lautet die Grundformel des kosmischen Weltbildes der  Mayas. Erde und  Menschheit gehören zur galaktische Ökosphäre, sind deren Beobachter und
Teilnehmer.  Und als beobachtende Teilnehmer ist es ihre Aufgabe als ‚Partner‘ der Götter zur kosmischen Harmonie beizutragen. Die Beziehung der Mayas zu ihren göttlichen Geistmächten ist  eine der wechselseitigen Reziprozität: Geben – Annehmen – Zurückgeben. Der Austausch zwischen
den Mayas und ihren Gottheiten  bildet ein Gewebe, eine Geflecht aus gegenseitigen Gaben.
Mayas denken zyklisch und nicht linear wie wir. Dazu entwickeln sie eine regelrechte Zeitwissen-
schaft aus Astronomie, Mathematik (Erfindung der Null), Zahlenkunde und Kalendersystemen.
Dabei wird nicht getrennt zwischen dem Heiligen und Profanen. Die Mayas waren sternenbeses-
sen, denn wer die Bewegungen der Sterne kannte, der war Herr über die Zeit und somit mächtig. Was gerne übersehen wird, ist die Tatsache, dass für vormoderne Bauerngesellschaften die Sternen-kunde Voraussetzung ist, um die überlebenswichtigen Agrarzyklen und vor allem die Regenzeiten zu berechnen. Die religiöse Aufladung, Beseelung und Belebung dieser Tätigkeiten geht von Anfang an damit einher. Die Maya-Wissenschaften beruhen auf magischen Erkenntnisstrategien, in deren Mittelpunkt  Bewegung, Schwingung, Rhythmus und R e s o n a n z  stehen. Ohne kosmische
Resonanz wäre der Mensch verloren und verwaist.
Dass momentan ‚alle Welt‘ so auf den Maya-Faktor abfährt, liegt an dem Faszinosum, den Rätsel und Geheimnis umgeben. Haben die Mayas etwa irgendeine Idee erfunden, die als Merkmal der Geschichte von uns ‚übersehen‘ wurde, die aber 2012 große Auswirkungen haben könnte? Fragen dieser Art bringen uns in Wallung, denn auch wir lieben ja die Mythen, wie ein kurzer Blick in die
Werbung zeigt. Doch die Mayas gehen viel weiter. Sie sind fest davon überzeugt, dass es ein Ent-
sprechungsverhältnis zwischen Weltall und menschlichen Psycho-Kosmos gibt, dass wir Träger
eines Milchstraßenbewusstsein sind, was F. Nietzsche genauso gesehen hat.
Ausgangspunkt meiner Betrachtungen und Reflexionen sind die neuen Ergebnisse der Maya-Forschung,  die da lauten: Kultur, Weltbild und Religion sind vom Schamanentum, vom Schama-nismus  durchdrungen wie auch bei Inkas, Tolteken, Zapoteken und Azteken. In der schamanischen Weltsicht ist der Kosmos dreigeschichtet: Obere Welt, mittlere Welt, untere Welt und durch den kosmischen Lebensbaum, der Weltenachse sind sie miteinander verbunden, so dass man in die Anderswelten reisen kann.
So wie der Maismensch ein Ereignis aus Energie, Bewusstsein und Information bildet, so auch das
Universum, in dessen kosmischen Gezeitenströme er eingebettet ist. Und im Zentrum dieser Gezei-
tenstrudel befindet sich Ek ‚Way (sprich wei) der „Schwarze Umformer bzw. der Schwarze Traum-platz“, die schwarze Leere der Milchstraße. Diese Vorstellung ist auch deswegen so umwerfend, weil wir heute wissen, dass jede Galaxie im Zentrum ein schwarzes Loch besitzt. Wenn wir uns nun die Frage stellen, auf welcher „vorstellenden Einbildungskraft, (F. W. Hegel) auf welchen Bewusst-seinszuständen dieses Weltbild beruht, so kenne ich nur einen, der mir da weiter geholfen hat, näm- lich Friedrich Nietzsche. Der spricht in seiner „Fröhlichen Wissenschaft“ von einem Milchstraßen-bewusstsein und -gefühl: „Wer in sich wie in einen ungeheuren Weltraum hineinsieht und Milch-straßen in sich trägt (= Pyscho-Kosmos, I. A.), der weiß auch, wie unregelmäßig alle Milchstraßen sind; sie führen bis ins Chaos und Labyrinth des Daseins.“ (Friedrich Nietzsche: Werke in drei Bänden. Hg: Karl Schlechta, München (Carl Hanser Verlag) 1973, Band 2, S. 187) Ich bin auf diese Aussage gestoßen, als ich mich daran gemacht habe Nietzsches Zarathustra im Rahmen einer Vorlesung an der Uni Hannover als eine schamanische Traumreise und Visionssuche zu interpretieren.
Im kosmischen Bewusstseins der Mayas besaßen auch die Götter ( = vergöttliche Ahnen) ihren
way, ihren Schutzgeist. Way bedeutet einerseits träumen, schlafen, sich verwandeln, zaubern,
verhexen und bezeichnet andererseits das Schutztier oder den Schutzgeist des Menschen, der ihn
als sein Schicksalsdoppelgänger, sein Alter ego, als sein „spirituel soul companion“ ein Leben lang begleitet. 1989 gelang es Maya-Forschern die Glyphe way zu entschlüsseln. „Und da war es auf einmal, das Zeugnis in Maya-Schrift, die Glyphe für den Begriff Schamane, welche die alten Maya-Schamanen auf Jenseitsreise oder als Verkörperung der Schutzgeister zeigte.“ (Linda Schele/David Freidel: Die unbekannte Welt der Mayas, München (Bertelsmann) 1999, S. 26) Diese Traumreisen sind gedankliche Unternehmungen und keine realen Weltraumreisen, wie von Däniken immer meint.
Für die Priesterschamanen der Mayas war das (geistige) Wandern zwischen den Welten und die Teilhabe an den kosmischen Resonanzen der Weg, der zu den Toren verborgener Wirklichkeiten
führt. Quantentheoretisch gesprochen, ist Ek ‚way der Ereignishorizont, jener ‚Rand‘ eines Schwar-
zen Loches, jener Ort unendlicher Dichte, wo alles auf die Große Null zusammengepreßt wird, wo die Dichte der Materie und die „Krümmung“ (A. Einstein) der Raumzeit unendlich werden. Ek ‚way ist der Ort aller Verwandlungen, aller Verkrümmungen – auch und gerade des Bewusstseins – und aller ultimativen Ereignisse. Aufgrund meiner schamanischen Praktiken ist für mich Ek ‚way der Ort des dunklen Leuchtens. Hier im Herzen des Kosmos begegnet den Schamanen auf ihren Geistreisen die große Weiße-Knochen-Schlange. Die kosmische Weltsicht der Mayas sagt dasselbe wie die moderne Quantentheorie: Das Universum ist Bewusstsein und Information und als Sternenstaub sind wir eins mit ihm: „Unser Schicksal ist eng verknüpft mit dem der Sterne, Kome-ten und Meteoriten, sie alle eingetaucht in ein Meer aus Strahlung, die zum Teil am Anbeginn
aller Zeiten entstanden ist.“ (Richard Fortey: Leben. Eine Biographie. Die ersten vier Milliarden
Jahre, München (C.H. Beck) 1999, S. 66)
Um zum Ek ‚way zugelangen besteigen die Schamanen das „Kanu des Lebens“ und werden von den beiden uralten Paddlergöttern Alter Stachelrochen und Alter Jaguar zum Zielort gebracht. Die beiden Paddler symbolisieren den fundamentalen Gegensatz von Tag (Stachelrochengott)  und Nacht (Jaguargott).  (vgl.Schele/Freidel, S. 483) Und hier am Ek ‚way treffen sie auf die Gottheiten
der Verwandlung und Bewegung.
Für das kosmische Denken der Mayas gilt dasselbe was Heinrich Zimmer 1937 in seiner brillianten
Studie „Philosophie und Religion Indiens“ geschrieben hat: Das „Grundprinzip ist, dass Vervoll-kommnung nicht etwas von außen Hinzugefügtes oder Erworbenes ( wie in der westlichen Kultur, I. A.), sondern das Eigentliche, das immer im Innern als Möglichkeit bereit liegt und die letzte Wirk-
lichkeit des Individuums ist. Deshalb ist das passende Gleichnis für die indische (und die maya, I. A.) Auffassung vom Vollendungsprozess nicht der Fortschritt, das Wachstum, die Entwicklung oder
die Ausbreitung nach außen, sondern die Sammlung nach innen, das Zurückziehen in sich selbst.“
Es geht also darum dasjenige ins „Bewusstsein zu heben, was schon immer schlafend und ruhend
(way-Konzept) im verborgenen Zustand als zeitlose Wirklichkeit des Seins wartet.“ (S. 485) Auch
hier leuchtet die Idee des Psycho-Kosmos durch. Und um diesen Bewusstseinszustand einer Zweiten Wirklichkeit und eines nicht alltäglichen Lebensgefühl zu erfahren, bedienten sich die Mayas der Visionssuche unter Zuhilfenahme von Blutentnahme und Aderlaß sowie von Pilzen und Peyote. Das tropfende Blut wurde in mit Baumwolle ausgelegten Schalen aufgefangen und dann mit Weihrauch gefüllt und angezündet. Dicker, schwarz-weißer und öliger Rauch steigt auf, die Visionsschlange erscheint und nun öffnen sich die Pforten der Macht zu den vergöttlichten Geistmächten. Bei meiner Initiation in Tepotztlan (Mexiko) war es Kaninchenblut, das die Tore zur Zweiten Wahrnehmung aufgestoßen hat.
Zusammenfassend ergibt sich ein unglaubliches kosmisches Vorstellungsbild im Maya- Bewusst-sein  Die Geistmächte, Ahnen und Götter blicken über den Rand des Ereignishorizontes auf die Menschheit. Es scheint so, als ob die Anderswelten des Schwarzen Traumplatzes vor der Entsteh-ung von Raum und Zeit, vor dem Urknall einfach schon da sind. Das erinnert an die modernen Theorien vom Multiversum. Ein galaktisches Gewebe aus rotierender Zeit in Zyklen von kosmi-schen Wiedergeburten ( = „Babyuniversen“) mit vielen lokalen und kleinen Big Bangs, eine Art ständiger Urknallerei von stellaren Blasen im kosmischen Schaum. Die Ereignisse jenseits des Horizonts haben bei uns Menschen den Namen Schwarze Löcher erhalten. Zwischen ihnen und ihrer jeweiligen Heimatgalaxis besteht eine Symbiose. Sie geben sich gegenseitig Schutz. Bringen wir es kosmopoetisch zu Ende: Damit überhaupt etwas geschieht und passiert, bedarf es eines Universums. Raum und Zeit sind gekrümmt, aufgewickelt und gefaltet in einer Mehrdimensio-nalität, genauso wie die Stirnlappen deines Gehirns. So bist du verbunden mit dem Universum.
Und am Ek ‚way befindet sich das Herz der verborgenen Gravitation, jener große Attraktor der alles zu sich zieht und der die Seele des Universums ausmacht. Ek ‚way ist die schwarze Leere der   Milchstraße, der „Weißen Wolkenschlange“. Und das Aufrichten der kosmischen Lebensbaumes (axis mundi) setzte jene Urbewegung in Gang, die den Beginn der Zeit ankündigt.
Es heißt, und es ist wahr, Gravitation ist Bewusstsein, Bewusstsein ist Gravitation. „Wenn wir unsere vorgefaßten Meinungen über die Bewegungsrichtung von Ursache und Wirkung umkehren, erhalten wir einen großen Attraktor, der alle Organisationsformen und Strukturen über mehrere Milliarden Jahre zu sich hinzieht.“ (Rupert Sheldrake/Terence McKenna/Ralph Abraham: Denken am Rande des Undenkbaren. Über Ordnung und Chaos, Physik und Metaphysik, Ego und Welt-seele, Bern, München, Wien (Scherz-Verlag)  1993, S. 26) Doch je schneller das Universum aus-einander fliegt, was es seit 5 Milliarden Jahren tut, umso mehr beschleunigt sich zugleich unsere kosmische Einsamkeit. Um mit dieser Verlorenheit angesichts der ungeheuren Weiten des Universums um zugehen, bedarf es der spirituellen Erkundungen des eigenen Weltinnenraumes,
des Kosmos in uns. Für mich findet am Ek ‚way jene Erfahrung und (Selbst-)Erkenntnis statt, die
bei den Maya-Schamanen bis heute lautet: In Lak ‚Ech: Ich bin ein zweites Du.
Zusätzliche Literatur
Petro Bandini: Der heilige Kalender der Mayas. Zeitmythos und Zukunftsprophezeiung einer ge-
heimnisvollen Kultur, München (Heyne Verlag)  1998
Brian Greene: Der Stoff, aus dem der Kosmos ist. Raum, Zeit und die Beschaffenheit der Wirklich-
keit, München (Pantheon) 2006
Nikolai Grube (Hg.): Maya – Gottkönige im Regenwald, o. O. (h. f.ullmann) 2006/07
Michio Kaku: Im Paralelluniversum. Eine kosmologische Reise vom Big Bang in die 11. Dimen-
sion, Reinbek (rororo) 2005
Christian Rätsch: Chactun. Die Götter der Maya. Quellentexte, Darstellung und Wörterbuch,
München (Diedrichs Gelbe Reihe 57) 1998
Linda Schele/David Freidel/Joy Parker: Maya Cosmos: three thousand years on the shaman´s path.
New York (William Morrow- Verlag) 1993

EK ‚ WAY II: Work in progress als Vertiefung der Einsichten über die Gemeinsamkeiten moderner
Quantenfeldtheorie und schamanischem Weltbild.

Ek ‚way I ist ein Zugangstext, eine Annäherung und der erste Schritt auf dem Weg der Selbstver-
ständigung. Jetzt ist er von mir wiedergekäut worden, was -so hoffe ich zumindest –  das Denk- und
Gefühlsfeld ausdehnt. Da man keinen Text im (zeitgeschichtlichen) Vakuum schreibt, – auch weil es keins gibt weder hier noch im All  – gebe ich gerne zu, dass von der Stimmung her (mood) dieser Text beeinflusst ist von den Ereignissen auf dem „Minikontinent“ (so Geographen) Nippon , wo ErdNatur beeindruckend durch Erdbeben und Tsunami ( = zerstörerische Mega-Kraft und und riesige Reichweite) gezeigt hat, warum die ‚Alten‘ sie immer als göttliche Macht verehrten und fürchteten, aber niemals als Rohstoffmine missbrauchten und sie nervten.

Schamanen sind Meister im Aufspüren von Kräften und Energien. Andrei Linde hat die quanten-philosophische Definition des schamanischen, kosmischen Bewusstseinszustandes eindruckvoll auf den Punkt gebracht: „Wir sind zusammen, das Universum und wir. In dem Augenblick, wo Sie sagen, das Universum existiere auch ohne Beobachter, kann ich in Ihrem Satz keine Bedeutung mehr entdecken.Ich vermag mir keine konsistente Theorie von allem vorzustellen, die das Bewusst-sein außer Acht lässt.“ (Zitiert nach Koku. Literaturliste in Teil I, S. 223)  Auch die Maya-Schama-nen wussten, dass sie in einem Beobachter abhängigen Universum lebten und dass das Universum ohne Beobachter tot wäre.
Das Weltbild des Schamanismus artikuliert sich in einer spirituellen „Symbolisation der Handlun-gen“ (Schirokogoroff), die vom geistigen Vorgang der A b s i c h t  gelenkt und geleitet wird. Zwar ist das „natürliche Wissen der Absicht jedem zugänglich“, doch nur diejenigen werden mit ihm umgehen können, „die bereit sind, es zu erforschen.“ Carlos Castaneda: Die Kraft der Stille, Frankfurt/M ( Fischer TB) 1988, S. 92)
Wenn also der Maya-Schamane im Träumen in das „Kanu des Lebens“  einsteigt, um die Fahrt zum Schwarzen Traumplatz anzutreten, so vollzieht er in diesem Augenblick recht eigentlich die  Ab-sicht  der kosmischen Paddlerei, da er alle Gefühle, die in seine Kanufahrt bestimmen werden, kennt. Indem er sich dieser Gefühle vergegenwärtigt, d. h. „sie quasi wieder zu beabsichtigen“ (Norbert Claßen: Das Wissen der Tolteken. Carlos Castaneda und die Philosophie des Don Juan; Freiburg (Hans-Nietsch-Verlag) 2002, S. 235) kann und wird er paddeln, durch reißende Ström-ungen und Verwirbelungen achtsam steuern, Felsen ausweichen, damit nichts sein kosmisches Rafting verhindert. Doch warum paddelt er anstatt durchs Weltall zu fliegen? Er paddelt, weil er intuitiv infolge seiner magischen Wissens das weiß und ahnt, was auch die Quantentheorie sagt: „Der Horizont eines Schwarzen Lochs verhält sich wie eine Flüssigkeit …, wie ein nukleares Fluid.“ (Leonard Susskind. Der Krieg um das Schwarze Loch. Wie ich mit Stephen Hawking um die Rettung der Quantenmechanik rang, Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) 2010, S. 497/98)
Dieses „nukleare Fluid“ definieren die Quanten- und Stringtheoretiker als zähflüssig, wie bspw. Honig. Für die Mayas war das göttliche Fluid das Blut als d e r Baustein des Lebens und das rituelle Blutopfer steht im Mittelpunkt aller Kultzeremonien. „Blut galt als kostbarstes menschliches Gut und damit als größtes Opfer.“ (Grube: siehe Literaturliste Teil I, S. 429) Am Anfang steht also die Selbstopferung des Königsschamanen als Voraussetzung für die Visionssuche.

Die Blutmetapher ist auch konstitutiv für die Schöpfungslegende der Mayas. „Das Chaos, der ungeordnete Urbeginn der Welt war für die Mayas ein Roter Edelstein, der aus himmlischen Essenzen und den Tropfen der Verwandlung gebraut wurde.“ (Rätsch, siehe Literaturliste Teil I  S. 12) . Der Rote Edelstein ist ein Blutstein. Ordnung bekam die Welt als der „noch namenlose Schöpfergott“ aus seinem Rachen ein Spinnennetz hervor zog und so den Roten Edelstein fesselte. „Nach dem Muster des Spinnennetzes wurde der Kosmos gewebt. In konzentrischen Kreisen räkelt er sich durch die vier Weltgegenden. Das Spinnennetz des Steines, das sich aus seinem Maul entfaltete ist die Geburt der Weltenordnung.“ (ebenda) Von nun an ist Blut, das „Heilige Jadewas-ser“ jene Essenz, die die Kommunikation zwischen Mensch und Gottheit ermöglicht, sozusagen eine magisch-rituelle  Bluttransfusion, die die Bevölkerung eines Maya-Stadtstaates in einen
Zustand kollektiver Ekstase versetzte:
„Während sich die Sonne im Westen dem Horizont näherte, stach sich Ah-Cacaw eine Obsidian-lanzette in die Vorhaut, um nunmehr auch sein eigenes Blut als Nahrung und Stärkung für den neugeweihten Baum-Stein zum Fließen zu bringen. Mit einem Gesang auf den Lippen, damit sein Opfer der Aufmerksamkeit der Ahnen nicht entging, bestrich der König die Schmalseiten der Stele mit seinem Blut. In der Gewissheit, dass die Toten die Ehre, die er ihnen erwies, bemerkt hatten und sich dafür revanch-ieren würden, indem sie die Dämonen der Eroberung gegen seine Feinde los-ließen, erhob sich der König und zog im Gehen eine Blutspur auf dem Boden. Damit wies der gött-liche Ahau ( = Titel des Königsschamanen, I. A.) den Ahnengeistern den Weg, den sie bei Rückkehr nach Tikal nehmen müßten. … Draußen auf den Plazas wogte das festliche Treiben wie die Wellen einer stürmisch bewegten See. Da gab es Tanzprozessionen, Maskenzüge und Festbankette, bei denen in erlesenen Geschirr seltene Speisen und Getränke serviert würden. Mitglieder der königli-chen Familie vollzogen das Blutentnahmeritual und wirbelten in Trance über die weiten Terrassen rings um die Große Plaza. Die Volksmenge, von ihrem Beispiel angestachelt, tat es ihnen gleich, so dss Bäche von Blut über den Boden flossen und das Weiß des Kalkstrichs rot färbten.“ (Schele/Freidel. Literaturliste Teil I, S. 221/222) Was für eine rituelle Performance!
Für die Mayas verkörpert der Rote Edelstein im Herzen des Universums das Chaos der kosmischen Ursuppe, die quantentheoretisch eine Quarksuppe aus subatomaren Elementarteilchen ist. Und die Herstellung der kosmischen Ordnung symbolisiert das Spinnennetz als stellares Gewebe.
Aus dem Buch des Jaguarpriester:
„Ich ziehe aus deinem Mund heraus
Das Spinnennetz des Steines
Das ist es, das da geht, wandert und ordnet
Das sind sie, die Herren, die alles ordnen
So lest denn deine Inschriften
Dann werdet ihr erkennen!“ (Zitiert nach Rätsch, S. 14)
Und was sagt der Quantentheoretiker:
Die gesamte natürliche Welt besteht aus „Elementarteilchen, die von Punkt zu Punkt wandern, zu-sammenprallen, sich spalten und wieder verbinden. Sie bildet ein gewaltiges Netz von Weltlinien, die Ereignisse (Raumzeitpunkte) miteinander verbinden. Die Mathematik dieses gigantischen Spinnennetzes aus Linien und Punkten ist Laien nicht leicht zu erklären.“ (Susskind, S. 122) War-um paddeln die Maya-Schamanen zum Ek ‚way, was wollen sie an diesem Ort? Sie wissen , dass unsere scheinbar „solide dreidimensionale Welt so etwas wie eine Illusion zu sein (scheint); wäh-rend sich das einzig wahre draußen an den Rändern des Alls abspielt.“ (ebenda, S. 500) Weit, weit dort draußen befinden sich die einzigen und wirklichen Orte der Information. Ek ‚way – Schwarze Löcher- sind im „Grunde Reservoire versteckter Informationen. Tatsächlich sind sie die am dich-testen gepackten Informationsspeicherbehälter der Natur. Das ist vielleicht die beste Definition eines Schwarzen Loches“ (ebenda, S. 167) und auch von Ek ‚way, dem Großen Gestaltwandler aller Energien, aller Kräfte und Mächte.Hier im „leeren Raum“ vibrieren, schwingen, tanzen die Teilchen und Strings. Hier spielt im Wortsinne die Musik, die kosmische Sinfonie. Und wie die Teilchen sich erst dann entschließen „die eine oder andere Eigenschaft anzunehmen“ und sich zu zeigen, wenn sie betrachtet oder beobachtet werden ( Greene, siehe Literaturliste in Teil 1, S. 105) so auch die Geistmächte.
Erst wenn wir wieder wie Schamanen lernen, aspektivisch und nicht nur perspektivisch zu denken, können wir begreifen das Teilchen und Geister sich überall und nirgends befinden, aber sie stehen trotzdem in ‚Kontakt‘, was A. Einstein zur Verzweiflung brachte und darum und als „geisterhafte Fernwirkung“ bezeichnete: „Das Ergebnis dessen, was wir an einem Ort tun, kann mit dem, was an einem anderen Ort geschieht, verknüpft sein, selbst wenn sich nichts zwischen den beiden Orten hin- und herbewegt – selbst wenn die Zeit so kurz ist, dass nichts die Strecke zwischen den beiden Orten zurücklegen könnte.“ (ebenda, S. 141) Das ist die Magie moderner Naturwissenschaften, denn das Prinzip der universellen Verbundenheit zwischen den Teilchen „scheint doch den Gedan-ken nahe zu legen, dass irgendein  ü b e r l i c h t s c h n e l l e s  E t w a s zwischen ihnen operiert.“ (ebenda, S. 144, Herv. von Greene) Und auch im  Psycho-Kosmos können unsere Teilchen – Ge-danken, Ideen, Gefühle und Stimmungen – heraus und hinein gehen, können sich aufeinander zu bewegen oder sich entfernen, können sich zu Gedanken- und Gefühlswolken zusammen ballen. Für andere sind inneren Bewegungen unbeobbachbar, zumindest nicht auf den ersten Blick erkennbar. Wir können uns die Teilchen unseres Psycho-Kosmos wie Gefühls-Jongleure vorstellen, die ständig Bälle werfen, einfangen oder neue Teilchenbälle ins Spiel bringen. ( vgl. zur Jongleuranalogie, Susskind, S. 404-406)
Eins müssen wir immer wieder (be-)denken. Der Schwarze Traumplatz, das Schwarze Loch sind
k e i n  Ort, sondern ein Ereignis, welches seine Geheimnisse durch einen Ring – Ereignishorizont
genannt – schützt, indem jeder, der diesen Horizont überschreitet -point of no return – ‚für immer‘
gefangen ist.
Doch es wird noch viel phantastischer: Angenommen Schwarze Löcher und deren gigantische Energiedichte ‚bestehen‘ aus Anti-Materie, dann sind sie der S p i e g e l der Materie. Darum ihr
Schwarzes Leuchten, ihr Dunkler Glanz. Nun sagen die Quantentheoretiker: Treffen sich Materie und Anti-Materie, dann annihilieren sie, löschen sich nicht einfach gegenseitig aus, sondern
ü b e r f ü h r e n sich in einen anderen Energiezustand. Wenn in unserem PsychoKosmos sich Ich
und Anti-Ich begegnen, geschieht dasselbe. Sie überführen sich in einen anderen Bewusstseins-zustand.
Was vorläufig bei mir bleibt, ist die Erkenntnis, dass schamanische Magie und moderne Quanten-
feldtheorie zwei ebenbürtige Strategien der Weltdeutung sind. Demut, statt Angeberei  würde uns
gut zu Gesichte stehen, denn „es liegt auf der Hand, dass wir mit unseren naiven Vorstellungen über Raum, Zeit und Information gänzlich außerstande sind, die Natur zu verstehen.“ (ebenda, S. 501) Und weil das so ist, empfinden wir die (kosmische) Natur als unbegreifbar; „ schlimmer noch, der größte Teil des Universum entzieht sich für immer unserer Erkenntnis“ (ebenda, S. 505)  Darum verstanden Schamanen die Natur  auch immer intuitiv als imaginierte Manifestation göttlicher (Geist-)Mächte. Und Ek ‚way erzählt die unglaubliche Geschichte „als lebten wir alle in unserem eigenen, privaten umgekehrten Schwarzen Loch.“ (ebenda, S. 504) Das schamanische, kosmische Bewusstsein wird aufs Glänzendste von der Quanten- und Stringtheorie bestätigt. „Einer bestimm-ten Wissenschaftslehre zufolge gehört etwas, das – im Prinzip – unbeobachtbar ist, nicht zur Wis-senschaft. Lässt sich eine Hypothese auf keine Weise falsifizieren oder bestätigen, gehört sie zum Bereich der metaphysischen Spekulation, genau wie die Astrologie und der Spiritualsmus. An die-sem Maßstab gemessen, hat der größte Teil des Universums keine wissenschaftliche Realität – er ist nur ein Produkt unserer Phantasie.“ (ebenda, S. 505); also unseres „unendlichen Reichtums an Vor-stellungen“. (F. W. Hegel) Endlich der angemessene Grabgesang für den anödenden naturwissen-schaftlichen Pseudorationalismus und Determinismus. Dafür die Einsicht, das auch unser Weltbild auf Mythologien und zwar sehr schönen beruht. Das sollte man doch wissen.
Und nun noch ein Schlenker und Streifzug zu den modernen Zivilisationsmythen über die Mayas von wegen Aliens, Raumfahrt, göttliche Landungen oder auch Atlantisnachfolger, weil das Original der Mayas einfach besser ist.

Die mythische Weltallthese à la Däniken verweist immer gerne auf eine glyphische Abbildung zwecks Unterfütterung ihrer Vorstellung. Da stürzt in einer dramatischen und  ornamentbeladenen Szene der große Königschamane Pakal (=Schild; 615-683) –,  in Europa:  Ära der germanischen Stammeskönigreiche (Gothen Vandalen, Franken) – wie ein ‚Stuka‘ im Sturzflung in die Unterwelt,
in ein spirituelles Schwarzes Loch. Er vollzieht den alten ursprungsmythischen Schöpfungs- und Gründungsakt. Geist und Seele – das „weiße Blüte-Bewusstsein“ – werden eins. Die ‚Mission‘ ist klar: Es gilt ins Zentrum des Schwarzen Lochs zu reisen, um mit Hilfe von vergöttlichten Schutz-geistern die „S c h w a r z e   M i t t e  in Ordnung zu bringen“. (vgl dazu und im folgenden: Grube, Teil I Literaturliste, S. 283f). Hier in der Mitte des Schwarzen Lochs lebt der „Unterweltherrscher auf seinem Jaguarthron“, umgeben von „sechs anderen göttlichen Wesen. Der Jaguarstein ist identisch dem Jaguar-Bündel-Stein.“
Auf dieser Reise in Begleitung der Paddlergötter verschmelzen Raum und Zeit zur Raumzeit, „jener  Zustand des Universums genau zum Zeitpunkt der Schöpfung, als der Himmel dunkel und noch nicht vom Urmeer umgeben war.“ Und an diesem Ort des Anfangs aller Zeiten manifestiert sich der Maisgott, der „Erste Vater.“ Pakal  ist am Urgrund menschlicher Schöpfung. Knochen, Maismehl und Götterblut – das ist der Mensch. Der französische Psychoanalytiker sprach vor dreißig Jahren in diesem Zusammenhang mythischer Traumreisen vom „präontologischen Bewusstsein“, sozusagen
dem reptilischen Bewusstsein des Menschen: Der Hirnstamm, eine große Insel in unserem Psycho-Kosmos stammt aus Zeiten, in denen wir noch gar nicht als Gattung auf der Erde waren.

Nachdem ich Ek ‚way II niedergeschrieben hatte, torkelte ich wie in Trance  durch die alltägliche Welt der Ersten Aufmerksamkeit, schnitt mir ‚versehentlich‘ beim Tomatl-Schneiden in den Daumen der linken Hand, verstand das als Zeichen für eine kleines Selbstopferungsritual, fing das Blut auf einem weißen Papiertaschentuch auf, fügte Räucherwerk hinzu und zündete es in einer Muschel-
schale an, so dass ölig-weißer Rauch aufstieg und begab mich unter diesen veränderten Bwusst-seinszuständen auf eine Trommelreise zum Schwarzen Traumplatz. Dort traf ich völlig unerwartet auf den Schwarzen Katzendämon, eine Manifestation des Nachtjaguars.  Einfach ganz fürchterlich. Er stand mir gegenüber und war umgeben von einer Meute garstiger, kreischender Katzen, die alle mit Tollwut infiziert sind.(Tollwut = Radioaktivität) Ich bin vor Grauen und Panik vollkommen erstarrt; wie totgestellt. Wie soll ich diesen Ring aus Mörder-Katzen überwinden, um den tief im Tal liegenden rettenden Flug-hafen zu erreichen? Ich weiß  und fühle, dass ohne Gestaltswandel nichts mehr gehen wird. Jeder äußere Gestaltswandel ist Ausdruck, ist Versinnbildlichung eines veränderten inneren Bewusstseins-zustand! Als die ersten Katzen sich mir schmeichelnd-tödlich nähern, tritt mein tierlicher Schutz-geist Fuchs an meine Seite. Der ist nämlich nicht in Panik geraten, sondern wusste sofort, augen-blicklich, dass ich eine Gestalt annehmen muss, der tollwütige Katzenbisse nichts anhaben können. So werde ich in einen grünen, weil bemoosten Stein verwandelt (Steine dieser Art kenne ich aus meinen Harzreisen), der mit anderen, grinsenden Steinen sich daran macht, zu Tale zu rodeln. Es wird ein richtiges Wettrennen. Jaulend stieben die Katzen auseinander. Wir jagen sie und Blut fließt. Ich bin zu „Stein-Kegelchen“ geworden. Elegant und jubelnd umkurve ich kühn die Hindernisse, wie bspw. Baumstümpfe und düse zu Tal. Ich weiß und fühle: Das bin ich als unbeschwerter, masseloser Stein – ein herrlicher Widersinn, ein irres Sinnbild für die Verwobenheit von Bewusst-sein und Gravitation: Schwereloses, reines Selbst.  Ich genieße voller Freude das Rodelrennen als flitzender Stein. (Hier scheinen alte Bilder aus den Zeiten meiner Evakuierung von Berlin in den Harz von 1944-1948 auf zuscheinen. Damals bin ich mit Holzfällern auf riesigen, mit Baumstämmen beladenen Bobschlitten zu Tale gerast.) Leichter Schneefall setzt ein und es bedarf einiger Anstrengungen mir die Kapuze meines Shirts über den Kopf zu streifen. Wir alle zischen auf einen Wasserfall zu: Gischt und Tropfen schweben umher und hüllen uns ein. Eine weiße Wasserwand aus donnernde Rauch erscheint und ich schieße durch schäumendes Weißwasser – und das einzige, was mir durch den „Kopf „geht“ ist das Problem, ob ich mich vor dem Abflug noch duschen, föhnen und trocknen kann. Die ‚Realdinge‘ Flughafen, Kapuze, Duschkabine und Föhn sind Indiz, inwie- und insofern der Schamane immer eine Nabel-schnur zur Ersten Wirklichkeit beibehält. In unser Träumen gehen immer Dinge und Gegenstände sowie Geschehnisse unseres Alltags ein.
Die historischen Erfahrungen der Mayas, ihre Art des Stoffwechsels mit der Natur, ihr zyklisches Denken und ihr rituell-geprägtes Weltbild gibt Kunde davon, dass uns ohne kosmisch.spirituelle Bewusstheit  die mentalen Kompasse abhanden kommen. Der dämonische Traum von der absoluten Verfügbarkeit über alle Dinge und menschlichen Aktivitäten ist in der Atomanlage  von Fukushima in die Luft geflogen. Das ist deswegen eine Katastrophe, weil der altgriechische Ausdruck „Um-kehr, Umwendung“ bedeutet.

Presseschau sechs/zwanzigelf

„Weltfremd und unglaubwürdig“
Der sogenannte Stararchitekt Meinhard von Gerkan bei Spiegel Online darüber, dass Ai Weiwei „absichtlich die chinesische Staatsmacht provoziert“, und warum er zwar für die KP in Peking baut, aber nicht damals für die SED in der DDR.

Aus dummen Streichen wird eine politische Idee
Kai Biermann auf Zeit.de über Internet-Aktivisten und digitale Bürgerrechte, anläßlich der re:publica 2011.

Berlin Folgen
Eine tolle Serie auf taz.de von tollen Fotografen über das Leben in Berlin und so.

Robin Hood tax: 1,000 economists urge G20 to accept Tobin tax
Ein Artikel im Guardian über die Wirtschaftler, die die Einführung einer Transaktionssteuer befürworten.

„Ich bin doch so gerne bei der Unterschicht“
Unser Held Rainald Grebe auf Spiegel Online über den Ruhm, die Nähe zur Elite und warum er vielleicht doch nach Brandenburg zieht.

Die Contentindustrie ruft nach der Politik
Silvio Duwe schreibt bei Telepolis über die Verbände, die ein Ende des „rechtsfreien Raums Internet“ fordern.

„Drohgebärde der Finanzindustrie“
Tom Strohschneider auf dem Freitag-Blog erklärt, warum das Büro von Attac wirklich durchsucht wurde.

Tor in Fukushima!
Marcus Jauer in der FAZ über die Lust am Alarmismus der Medien.

Die fremdenfreundlichen Deutschen
Die Deutschen sehen die Einwanderung entspannter, als die Politik denkt, schreibt Lisa Caspari in der Zeit.