27. August 2011 – In den Nachrichten

Geil, mehr als 30 Jahre nach den Punks singen auch die Konservativen „No Future“! Schön, da kann man sich gleich mal an die Futuristen erinnern. Und wir wissen ja alle, was die damals schon ausgelöst haben…

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Presseschau zehn/zwanzigelf

Kisch-Debatte: Interview mit René Pfister
Ein Interview mit dem Spiegel-Redakteur, dem der erst verliehene Kisch-Preis von der Jury wieder aberkannt wurde.

Höllische Freude
Ein Interview in der Zeit mit Terry Eagleton über sein Buch „Das Böse“.

Bremen, die kleine Unbekannte
Sven Regener schreibt auf Zeit Online über seine alte Heimatstadt.

„Wir haben keine Zukunft“
In Spanien gehen Hunderttausende Menschen auf die Straße, um auf ihre schlechten Zukunftsaussichen aufmerksam zu machen.

Konsoldierung der Welt
Ein De-Bug-Artikel darüber, wie das Internet zu einem Spiel wurde.

Exportweltmeister beim akademischen Überschuss
In der FAZ: „Für die DFG, den Wissenschaftsrat und die Universitäten kann es gar nicht genug Nachwuchskräfte geben. Aber diese verschwinden zuerst in wolkigen Großprojekten und dann in der Arbeitslosigkeit.“

Die deutsche Steuerlüge
Teil zwei der tollen Heise-Serie zum Thema „Was ist eigentlich Wirtschaft?“.

27. Februar 2011 – No Future

„No Future“, sang die geilste Boyband Englands 1976 und nahm mal so eben das Gefühl einer ganzen Generation voraus, die damals mit ihrer Meinung jedoch eher aneckten. Dann kamen Thatcher, Reagan und Kohl, machten die Sowjets fertig und in den 90ern konnten alle Loveparade feiern.
Nun ist 2011 und wir haben Banker, die sich Häuser auf dem Land kaufen, um sich selbst zu versorgen. Politiker, die nicht nur in Menschlichkeit versagen. Und immer mehr gut ausgebildete Mittelständler, die Angst vor dem sozialen Abstieg haben.
Wenn heute jemand sagt, er freue sich auf die Zukunft und stecke voller Hoffnung, was da so auf ihn zukommt, wird er belächelt. In diese Welt voller Globalisierung, Finanzcrashs, Staatspleiten, organisiertem Verbrechen, Umweltkatastrophen, Terrorismus, Flüchtlingswellen und Auseinandersetzungen zwischen China und USA möchte man keine Kinder entlassen.
Fragen wir einmal die Generation unserer Großeltern, was sie nach dem Weltkrieg trotzdem auf eine bessere Zeit hoffen ließ, oder die Generation unserer Eltern, die teilweise aus weit entfernten Ländern herkam, um sich ein Stück Wohlstand hart zu erarbeiten: Wie war das damals? Als du hungern musstest? Als es euch schlecht ging? Als du mit Heimweh in diesem kalten Land saßt? Als ihr unseretwegen auf so viel verzichten musstet?
Ich persönlich habe keine Lust mehr auf Panikmache und dem ewigen Geseier vom Kampf um Sicherheit. Fakt ist: Man kann nie etwas im Leben vorausschauen. Auf deine Pläne nimmt die Natur, deine Gesundheit oder der bloße Zufall keine Rücksicht. Deshalb singe ich gerne mit: No Future!