21. und 22. Mai – Hannover – 1. niedersächsisch-bremische Slam Poetry Meisterschaft

Der Sieger der 1. niedersächsisch-bremischen Slam Poetry Meisterschaft steht fest. Sven Kamin aus Bremen setze sich am Sonntag in der Staatsoper Hannover gegen Tobias Kunze aus Hannover durch. Am Ende belohnte Sven die ausverkaufte Oper noch mit einem tollen Text über die Freiheit des Tanzens.

Es war ein wildes Wochenende. Rund 2000 Zuschauer verfolgten das ebenfalls ausverkaufte Halbfinale auf dem Faust-Gelände im hannoverschen Stadtteil Linden und das Finale in der Staatsoper – dazu kamen noch mehrere Tausend, die den Slam beim autofreien Sonntag in der hannoverschen Innenstadt verfolgten. Mehr als 20 Poeten aus ganz Niedersachsen und Bremen kämpften fair und gut gelaunt um den Titel.

Morale Unterstützung erhielten die Dichter dabei vom Fanfarenzug Alt-Linden von 1964, die die beiden Abende jeweils mit einem schmetternden Einmarsch einläuteten. Zum Schluss lagen sich auf dem Balkon der Oper alle in den Armen, und die Jungs vom Lieber Klub sorgten mit ihrer tollen elektronischen Musik für den würdigen Soundtrack. Vielen Dank an alle, die das Wochenende möglich gemacht haben.

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19. Februar 2010 – Hannover – Faust-Gelände

Die Faust, unser Wohnzimmer in Hannover. Ein Club, dem wir seit Jahren eng verbunden sind. Egge moderiert dort den Poetry-Slam „Macht Worte!“ und Costa ist Mitglied der Elektroboyband Maximal Gang, die einmal pro Monat fiese Ravebutzen feiert. Da wir den Großteil unseres Lebens in der Stadt an der Leine verbracht haben, war das Konzert, bei dem wir die netten und durchgeknallten Supershirt als Vorband unterstützen durften also so etwas wie ein Heimspiel. Und uns bleibt nur eines übrig zu sagen: „Was kostet Jägermeister?“ 8000 Mark! Ausführlicher Bericht des Konzerts hier.

Für alle, die die Faust nicht kennen, hier die Erklärung. Das Gelände der ehemaligen Bettfedernfabrik in Hannovers Arbeiterstadtteil Linden gehört seit Jahren zu den besten und schönsten alternativen Clubs der Stadt. Bekannte Partyreihen sind neben „Maximal“ „Treibut„, „Linden Love“ „Panda Club“ oder „Move Somethin„. Die besten Fotos aus dem Laden macht Kevin Münkel. Neben den Party- und Konzerthallen teilen sich zahlreiche Vereine und Firmen Büros, Ateliers und Werkräume auf dem Gelände. Sogar ein Kindergarten steckt in dem alten Fabrikgebäude. Besonders schön sind aber die warmen Monate, wenn beispielsweise am 1. Mai die Wiese mit den alten Bäumen voll Leben ist, wie auch beim „Fährmannsfest“ oder beim noch recht jungem, aber total angenehmen „BootBooHook„-Festival.

Als Besonderheit des Ladens gilt die Suche nach der „Schlange“. Ein Wesen, das – laut Zeugenausgabe – das derbste Tier sein soll, das ab einer gewissen Uhrzeit im Nachtleben rumschlängelt. Ein paar Mutige versuchen seit Jahren dieses mit dem „Langer“ verwandten Geschöpf zu suchen. Dazu scheuen sie sich auch nicht auf Partys über Mikrofon danach suchen zu lassen. Wer die Schlange gesehen hat, melde sich bitte an der Garderobe beim Ferkel. Weitere Informationen über Hannover und sein Nachtleben sind bei Mirco Buchwitz in seinem Hörbuch „Diktiergerät“ zu finden.