Neunzehn

Wir sahen die besten Köpfe unserer Generation vom Wahn zerstört, hungernd hysterisch nackt, die sich im Morgengrauen durch die Punkerstrassen schleppten auf der Suche nach einem wütenden Schuß

Engelköpfige Hipster, dem alten himmlischen Kontakt zur Sternenlichtmaschine im Getriebe der Nacht entgegenfiebernd, die arm & abgerissen & hohläugig und high im übernatürlichen Dunkel

der Armeleutewohnungen rauchend wachsaßen, schwebend über dem Häusermeer in Punker-Ekstase

die durch die Universitäten gingen mit strahlend kühlem Blick und Halluzinationen von St.Pauli und Off’schen Tragödien unter den Schülern des Krieges hatten

All diese wundervollen Leben, die verschwendet wurden – weil sie mit Punkrock in Berührung kamen. Zerstört mit 19. Wir prangern das an!

Beatpoeten, 2016

Presseschau acht/zwanzigelf

„Was uns rettet, ist die Liebe“
Tolles Interview mit Rolf Zacher über die Hochs und Tiefs seiner Karriere.

„Funk ist aus dem Nichts erschaffen“
Noch ein tolles Interview, dieses Mal mit Bootsy Collins.

Formeln der Freiheit
Wie Physiker Gesetzmäßigkeiten aus Atomphysik oder Thermodynamik auf die Gesellschaft übertragen.

Was folgt auf den ökologischen Sieg?
Risikoforscher Ulrich Beck über neue Konflikte in der Umweltpolitik

Haben böse Menschen Humor?
Jakob Augstein, Henryk M. Broder und Mathias Mattussek im Gespräch über den deutschen Beitrag zum Humor.

Warum im „Land der Ideen“ Arbeit neu definiert werden muss
Darum nach dem Klick

Kulturwertmark
Der Chaos Computer Club über ein neues Konzept zur zeitgemäßen Vergütung im Internet.