Presseschau sieben/zwanzigelf

„In Afrika könnte die globale Vernetzung per Handy stattfinden.“
Schönes Interview des Freitags mit dem Autor von “The Internet of Elsewhere”, Cyrus Farivar, über die Veränderung von Gesellschaft, Politik, Wirtschaft durch das Internet.

„Die subversive Kraft der Kunst“
Klaus Staeck über die Proteste zur Verhaftung von Ai Weiwei und warum Grenzverletzungen so wichtig wie nie sind.

Zahl gewaltbereiter Neonazis gestiegen
Laut Verfassungsschutz ist die Zahl gewaltbereiter Neonazis in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Eine Zusammenfassung bei Zeit Online.

Wachstum der Grenzen
Ralf Fücks in der Zeit über die ökologische Moderne.

Werbeanzeigen

Presseschau sechs/zwanzigelf

„Weltfremd und unglaubwürdig“
Der sogenannte Stararchitekt Meinhard von Gerkan bei Spiegel Online darüber, dass Ai Weiwei „absichtlich die chinesische Staatsmacht provoziert“, und warum er zwar für die KP in Peking baut, aber nicht damals für die SED in der DDR.

Aus dummen Streichen wird eine politische Idee
Kai Biermann auf Zeit.de über Internet-Aktivisten und digitale Bürgerrechte, anläßlich der re:publica 2011.

Berlin Folgen
Eine tolle Serie auf taz.de von tollen Fotografen über das Leben in Berlin und so.

Robin Hood tax: 1,000 economists urge G20 to accept Tobin tax
Ein Artikel im Guardian über die Wirtschaftler, die die Einführung einer Transaktionssteuer befürworten.

„Ich bin doch so gerne bei der Unterschicht“
Unser Held Rainald Grebe auf Spiegel Online über den Ruhm, die Nähe zur Elite und warum er vielleicht doch nach Brandenburg zieht.

Die Contentindustrie ruft nach der Politik
Silvio Duwe schreibt bei Telepolis über die Verbände, die ein Ende des „rechtsfreien Raums Internet“ fordern.

„Drohgebärde der Finanzindustrie“
Tom Strohschneider auf dem Freitag-Blog erklärt, warum das Büro von Attac wirklich durchsucht wurde.

Tor in Fukushima!
Marcus Jauer in der FAZ über die Lust am Alarmismus der Medien.

Die fremdenfreundlichen Deutschen
Die Deutschen sehen die Einwanderung entspannter, als die Politik denkt, schreibt Lisa Caspari in der Zeit.

Presseschau vier/zwanzigelf

Apokalypse jetzt!
Von einem Japan-Heimkehrer empfohlen und ebenfalls für gut befunden: Reinhard Zöllner in der Welt über die Doppelmoral deutscher Japan-Berichterstattung.

Klimawandel in der Politik
Philipp Gessler in der taz über den Fall der überheblichen Politiker und einem vermeintlichen Neuanfang.

Zivilisatorischer Ernst und Psychopathie
Peter Bürger auf Telepolis über Angst, Zuverlässlichkeit von Technik und die unversehbarkeit der Zukunft.

Wer bist du und wenn ja, wie viele?
Michael Moorstedt schreibt in der Süddeutschen Zeitung über den Semantischen Kapitalismus, den Google, Facebook und Konsorten uns aufzwingen.

Die neue Mikrigkeit
Eine Rezension in der Zeit über Robert Pfallers neues Buch „Wofür es sich zu leben lohnt“.

Nonsens ist ihre Waffe
Christian Helten auf Jetzt.de mit einem Artikel über die Hedonistische Internationale. Gruß an die Genossen!

Der Terror, den wir dulden
Nils Minmar in der FAS über die deutsche Position in Libyen. (Momentan noch hinter Pay-Wall.)

Datenschützers Albtraum
Im Freitag schreibt Stefanie Hardick über die Verleihung des Big-Brother-Awards und warum sich der Preisträger und Architekt der Volkszählung, Gert G. Wagner, nicht über die Ehrung freut.

Presseschau drei/zwanzigelf

„Grüne wollen getäuscht werden.“
Spiegel Online bringt ein Interview mit der der Grünen-Gründerin und ehemaligen Bundesvorstandssprecherin Jutta Ditfurth.

„Demokratie ist keine rein europäische Erfindung“
Thomas Wagner sieht angesichts der Skepsis europäischer Eliten gegenüber arabischen Bewegungen einen Rest Kolonialismus.

„Hier gibt es schlafende Kamikaze“
Die taz machte ein Interview mit dem Mafia-Jäger Renato Cortese.

Missbrauchte Bachelor
Die Süddeutsche über die Dummheit vieler Unternehmen, Bachelor-Absolventen nur Praktika anzubieten, aber keine richtigen Jobs.

Kaufen für die Müllhalde
Eine Dokumentation auf Arte über Unternehmen, die gezielt Produkte herstellen, die schnell kaputt gehen, damit man wieder neue kauft.

Guttenberg verhöhnt das Leistungsprinzip
Meike Fries von der Zeit schreibt darüber, dass der Konservative Guttenberg „im Verbeigehen den Wissenschaftsbetrieb beschädigt hat“.

Was Vorratsdaten über uns verraten
Der Grünenpolitiker Malte Spitz lässt die Vorratsdaten seines Handys gemeinsam bei der Zeit auswerten.

Presseschau eins/zwanzigelf

Wie beinahe jeder unserer Generation (und auch alle anderen) saugen wir uns voll mit Information. Aus Liebe zu Nachrichten und Hintergründen wollen wir nun eine regelmäßige, wöchentliche Presseschau davon machen, was uns in den Tagen am interessantesten und wichtigsten war.

„Freie Bahn“
Zeit-Autor Toralf Staud über die Unfähigkeit von Politik und Judikative in Dresden, den Rechtsextremisten eine Umdeutung der Geschichte zu verbieten.

„The Shoe Thrower Index“
Die britische Wochenzeitung Economist über einen neuen Index, der die Unruhen in der arabischen Welt messen soll

„Ein Heute, das seinen Namen trägt“
Bildblog über unseren Freund und schönsten At-The-Drive-In-Gedenkfrisurträger Mischa-Sarim Vérollet und seine vermeintliche Tagesplanung, wie die B.Z. ihn sieht.

„Machtlose Volksvertreter“
Jan Bielicki in der Süddeutschen über die Selbsterkenntnis deutscher Politiker, innerhalb ihres Dienstes fürs Volk etwas verändern zu können.

„Let’s Talk About Volkswagen“
Satirische Analyse des Volkswagen/Star Wars-Werbeclips zum Superbowl, mit diesem „süßen Kind“.

„Wir kommen gleich“
Tom Strohschneider vom Freitag über die Unfähigkeit der Bundesregierung und Opposition, im Streit um die Hartz-4-Reform eine Lösung zu finden.

„Music Royalty Society Collects Money For Fake Artists, Bathroom Equipment and Food“
Ein belgisches Comedy-Team hat deren Gema-Äquivalent dazu gebracht, Geld von Chipstüten, Klos zu verlangen und eine Feier ohne Musik zu besteuern, auf der niemand war.

05. November 2010 – Hannover – Indiego Glocksee

Stell‘ dir vor, es ist Klassentreffen, und alle sind sie da: Die Streber, die Hänger, die Chiller, die Hippies, die Punks, die Raver, die Lieben, die Verrückten, die Starken, die Weichen, die unglaublich tollen Menschen.

Stell‘ dir vor, es ist Klassentreffen, und du hast dich seit Jahren auf genau diesen Moment gefreut, wo alle da sind, du für jeden ein paar schöne Wörter zurecht gelegt hast, und jede/r dir mit einem Lächeln, mit einem Grinsen, mit einem Witz oder mit einem Blick zeigt, dass es ihm/ ihr genauso geht.

Stell‘ dir vor, es ist Klassentreffen, und du stehst auf der Bühne, die Lampen lassen dich schwitzen und der Wein lässt das Zittern in deinen Beinen zu einem sanften Rhythmus werden. Jemand ruft „Anfangen!“, und plötzlich ist wieder alles vorbei. Du trittst raus in den Regen, steigst in ein Taxi, das du dir zur Feier des Tages gönnst, und sitzt irgendwann in deiner stillen Küche, fast allein. Und in diese Stille herein hörst du die Uhr schlagen. Tick, tack, tick, tack.

Danke für dieses Klassentreffen.