Jahresrückblick: Egges 2014

Die besten 20 Konzerte des Jahres

01. Heymoonshaker – Faust, Hannnover (Was für ne Intensität. Wahnsinn.)
02. Lisa Luv & the No-Go`s – Haus in Jena & Fusion (absolut tauglich für jede Party)
03. Rainer von Vielen – E-Werk, Eschwege (ich durfte meine Helden ansagen, Traum)
04. Scooter – Stadionsporthalle, Hannover („Respect to the Man in the Ice Cream Van„)
05. Irie Revoltes – Parkbühne, Hannover (Dank an Nico R. fürs Ausprobieren)
06. The National – Stadtpark, Hamburg (betrunkene Sänger haben eigene Zauber)
07. Amen 81 – Nürnberg (in bayerischer Biergarten-Atmo, die dann völlig zerstört wird)
08. Beatsteaks – Stadionsporthalle, Hannover (war zumindest schunkelig)
09. Einstürzende Neubauten – Capitol, Hannover (das Kriegsepos, wenig tanzbar, ähem)
10. Clueso – Galerie Herrenhausen, Hannover (schönste Konzertkulisse 2014)
11. Ja, Panik – Glocksee & about.blank Berlin (nette Menschen, gute Konzerte)
12. U 3000 – Fährmannsfest Hannover (Kumpanen starten endlich durch)
13. Gisbert – Knust, Hamburg (der Hommage-Abend an Nils, wahnsinnig traurig)
14. UK Subs – Chéz Heinz, Hannover (noch am Leben, noch immer sauer)
15. Woven Hand – Musikzentrum, Hannover
16. Robocop Kraus, Fusion (endlich wieda da, leider waren wir ganz durch vor Ort)
17. Marteria – Plaza-Festival, Hannover (ja, ein Popper, aber verdammt gut)
18. Wizo – Faust, Hannover (auch Popper, aber auf die alten Tage)
19. Jan Delay – Stadionsporthalle, Hannover (Album: peinlich, Konzert: sehr geil)
20. The Hirsch Effekt – Fährmannfest, Hannover (herrlich gepisst; dafür: großes Kino)

Die zehn Entdeckungen des Jahres

01. Belgrado – New Direction, Herrenberg (Wir waren hypnotisiert)
02. Käptn Blauschimmel – MuCheZe, Cottbus (Abwärts trifft Piraten-Hörspiel)
03. Bilderbuch – Stadionsporthalle, Hannover (Falco lebt)
04. Schmutzstaffel – Glocksee, Hannover (Punk aus Hannover!)
05. Bug Attack – Feldstern, Hamburg (endlich live gesehen)
06. Bungalow – Autofrei, Hannover (Grüße in die Nordstadt)
07. Martin Kohlstedt – Fuchsbau, Springe (wirklich schön)
08. RaketKanon – Fusion, Lärz (Grunge ist wieder da)
09. A Forest -Fährhaus, Hannover (sehr hübsche Baumdeko)
10. Madame Puschkiin – Stube, Hannover (herrlich dreckig)

Zehn Bands, mit denen wir sehr viel Spaß hatten

01. Status Wo? – Fährmannsfest
02. Lumpenpack – Cantus zum Open Flair
03. Friedemann Weise – Sommerfühl Festival
04. Start A Fire – Jugendhaus, Stuttgart
05. Kaput Kraus – K4 Nürnberg
06. Banal – Hin & Wech Festival Hämerten
07. Supershirt – Glocksee, Hannover
08. Aika Akakomowitsch – Cafe Taktlos, Glauchau
09. Herr Lerbs – Stube, Hannover
10. Sub Cancer – Glocksee, Hannover

Fünf Auftritte, die ratlos machten

01. Artless – MuCheZe, Cottbus (Turbosenioren)
02. Fenster – Glocksee, Hannover (Postpopper)
03. Klangkarussell – Plaza-Fest, Hannover (diese Gitarreneinlagen..)
04. Keule – Campus-Festival, Hannover (ja, genau)
05. Montreal – Burning Summer, Neustadt-Glewe

Fünf Menschen, die man schon immer treffen wollte

01. Jennifer Rostock ruft ZICKEZACK und wirft Schnaps (Campus)
02. Johnny Bottrop hat mittlerweile was von Yoga-Guru (Wilwarin)
03. Deniz Yücel ist durchaus sympathisch (Pavillon Hannover)
04. Der grübelnde Walter Kohl – (HAZ)
05. Der nette Patrick Lindner – (NDR)

Die 15 schönsten Festivals

01. Fuchsbau Festival Wederade/Springe
02. New Direction Festival Herrenberg
03. Open Flair Eschwege
04. Ajuca Lärz
05. Fusion Lärz
06. Wilwarin Ellerdorf
07. Haus-Fest Jena
08. Fährmannsfest Hannover
09. Hin & Wech Hämerten
10. MuCheZe Cottbus
11. Burning Summer
12. Sommerfühl Feuchtwangen
13. Macht Worte! Faust
14. FCLR Hannover
15. Campus Festival Hannover

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Zumindest zehn Songs, die beeindruckt haben

01. Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen
02. Warpaint – Love Is To Die
03. Notwist – Kong
04. Marteria – Kids
05. Neonschwarz – 2014
06. Alt-J – Every Other Freckle
07. Schnipo Schranke – Pisse
08. U 3000 – Mädchen, Tanz mit mir
09. In Schwarz – Hand in Hand
10. Klotz & Dabeler – Oh, wann kommst du (jaa, ist von 2013, egal)

Zehn Herz-Momente

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01. Felsen in Utah & Colorado
02. Herr Bulli geht in Rente
03. Lagerfeuer an all den Seen
04. Sonnenuntergänge im Mittelmeer
05. Endlich die erste Beatpoeten-Party
06. Wandern im Deister
07. Spazieren aufm Tempelhofer Feld
08. DJ Egge in Itzehoe
09. Den Müggelsee finden & Haialarm trotzen
10. Weihnachtsgefühle, ausgerechnet

Zehn Momente voller Skurrilität & Abseitigkeit

01. Das erste Mal in Pullman City Harz
02. Schützenausmarsch aufm Wagen
03. Fasching in Eckernförde
04. AFD-Wahlwerbung in Hannover
05. Jugendzentrum Holzminden
06. Hans Klok im Illusionspalast
07. WeinSensorium Hannover
08. Cobratheater-Festival Pavillon
09. Herrentag im Lister Biergarten
10. HoGeSa in Hannover

Die zehn schönsten Moderationen

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01. Team-Poetry Slam in der Staatsoper (& in HH, Fabrik)
02. Literarischer Salon – Mit Tao Lin das Literaturfest NDS eröffnen
03. Santa Run & Sofatag & Science Slams: ja, schon wieder
04. Diversity Day, Neues Rathaus Hannover & Offener Tag im Landtag
05. HAZ-Foren zu Diskriminierung, Radkultur, Jazz, Fussball & Freiräume
06. Fete de la Musique am Kröpcke & die Runden beim Fuchsbau-Festival
07. Slam-Ausflüge nach Wolfenbüttel, Greifswald, Bremerhaven, Buchhagen
08. Festivals wie Fährmannsfest, Open Flair, Campus Festival, Autofrei
09. HAZ-Expertenrunden mit Thorsten Havener, Jiri Scherer und Andreas Buhr
10. Avant-Gala in der Glocksee mit Kobito, Schmutzstaffel & Ja, Panik

Klar wars auch schön bei der book:look-Reihe, dem Philosophie-Slam im Schauspiel, beim Suchthilfelauf oder im Salon zum Maschseefest. & ja, der Buschi ist verrückt, der Jens Lehmann sympathisch und Volker Rosin eigentlich ganz ruhig.

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Zehn Kulturmomente, die bleiben

http://www.ardmediathek.de/tv/Redefreiheit/Till-Reiners-Redefreiheit-Slam/Bayerisches-Fernsehen/Video?documentId=24801684&bcastId=24716988

01. Till Reiners ist für mich der beste deutsche Kabarettist
02. Sandmann-Ausstellung in Greifswald
03. Die Echse live im Pavillon
04. A Most Wanted Men
05. Visual Leader in HH
06. Existentielle Welten, Weserburg Bremen
07. Conchita Wurst gewinnt den ESC
08. Jan Böhmermann im TV
09. David Theodor Schmidt bei der Chopin-Gesellschaft
10. Her

Winter 2014

Die zehn schönsten Beatpoeten-Momente

01. Der Track „19“ geht ohne Video einfach raus
02. Im Dunkeln wird die Scheune aufm Fuchsbau zerlegt
03. In Dresdens Scheune testen wir beim Slam 2014 eine Art Chanson
04. Kloschlangenkommentatur wird Fusion-Sport
05. Swing-Nacht in Köln
06. Costa referiert in Lärz über Nachhaltigkeit
07. Hinnerk Köhn entdeckt das Schlagwerkspiel beim Wilwarin
08. Cabriofahrten zum Burning Summer
09. Endlich „Ostsee“ im Kasten
10. Immer wieder Freunde in Mecklenburg (von AJZ bis PWH!), Jena (Haus!), Leipzig (Atari!), Aschaffenburg (Stern!), HH (Feldstern!), Düsseldorf (Butze!), Hanau (Kralli!) & Itzehoe (Lauschbar) treffen. Mein Herz schägt für Musiker wie die Amen 81s, Incredibles & Hornisschens, Plattenmenschen wie Tobi, Verleger wie Andreas und Miriam, Veranstalter wie Steffen, Literaten wie André und Mirco & so viele, die ich vergessen habe.

Vielen Dank für dieses bunte Jahr*

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Egge Sommer 2014 – Ham wa was jelernt

Ajuca 2014

Unfassbar. Wir hatten schon einge bunte, kurzweilige Sommer mit der Band. Das Jahr 2014 wird aber als das Jahr eingehen, das uns fast umgebracht hat. Wollten wir nicht mal zarte Lyrik vertonen? Jetzt ist scheinbar Punkrock angesagt – und meine Stimme knarzt wie Costas alte Technikfossile. Nun ja. Jammern auf hohem Niveau. Was soll das? Stimmt! Man lernt dabei schließlich fürs Leben. Darum hier, wie einst in guten Myspace-Tagen: das ham wa drauß jelernt:

 

– Wenn in Jena Hausfest ist, kommen die Hippies samt Sessel vom Dach an Seilen hängend, samt Klampfe, klar
– Das Publikum singt dann gerührt Stones-Zeilen wie „Every cop is a criminal“ dazu und pfeift lethargisch
– Entdeckte Band: Lisa Luv & the No Go’s anhören!
– Man kann ein Crashbecken mehrfach brechen
– Die Sandmannausstellung in Greifswald: wunderschön!

Der Sandmann in Greifswald.

– Immernoch schön: mit Kreide Blumen auf Asphalt malen
– Costa kann auch Stagemanager
– Entdeckte Bands: Meerdenker, Bungalow & Brazzo Brazzone

Meerdenker beim Autofreien Sonntag.

– Wenn man im Backstage Fußball spielt: will immer irgendwann jemand seinen Ball zurück
– Wenn Marteria oder Gisbert zu Knyphausen Fußball mit ihren Söhnen im Backstage spielen: wollen alle Fotos machen
– Klangkarussel ist offenbar eine Band, dessen Sänger ganz ästhetisch Percussionsinstrumente bedienen kann
– Die Faszination von The National besteht live darin, zu warten, bis der Sänger wieder sein Bier fallen lässt
– Bei der kulturellen Landpartie im Wendland lässt sich wunderbar Kunst im Raum 2 in Neu Tramm anschauen
– Man sollte die wunderbare Kunst aber immer direkt kaufen – man kommt übers Netz einfach nicht ran
– Heinz Ratz spielt immer in Neu Tramm, wirklich immer
– Mützingenta ist eigentlich eine der größten Wunderpunkt-Landpartie-Partys – steht aber nicht im Kulturprogramm

Wendland und Graswurzel.TV

– Besuchen: Das Wilwarin-Festival ist wunderbar – vom Backstage bis zur Staublunge in der ersten Reihe
– Slammer und Kabarettist Hinnerk Koehn sollte Schlagzeuger werden
– Beim Wilwarin-Festival in Ellerdorf werden Besucher noch mit Feuerwehrschläuchen zur Ruhe gebracht

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Costa und die Terrorgruppe.

– Man darf in Seen Shampoo benutzen, wenn es Bio-Shampoo ist
– Wow: klang die Terrogruppe schon immer wie eine richtige Rockband?
– Entdeckte Bands & endlich live: Scheiße Minelli, The Colder Sea
– „Kennt sich jemand mit meinem Gerät hier aus?“ ist kein souveräner Satz auf der Bühne
– Pfefferminzschnaps hilft gegen Mundgeruch
– Pfefferminzschnaps macht trotzdem betrunken
– Man kann mit einem Wendlandtraktor durchaus durch die hannoversche Innenstadt fahren
– Besuchen: das Tikozigalpa in Wismar
– Das wichtigste für Radwandertage sind nicht die Räder, sondern Teilnehmerstempelkarten für Checkpoints
– Lokalpatriotismus ist stärker als die Begeisterung für die Nationalmannschaft
– Zumindest wenn es um den Nahverkehr geht, die lokale Fußball-Elf und Kosenamen für den Bürgermeister
– Entdeckte Bands: Big Band Käthe Kollwitz-Schule – meine ich ernst
– Wenn die richtigen Leute informiert sind, lässt sich ein Rave mit 5000 Leuten in der Innenstadt feiern
– Beim Bürgerbrunch vorher klären, wieviele Freigetränke Freigetränke umfasst

Limmer 2014

– „Die Kloschlange in der Fusion-Oase-beschimpfen“ kann ein erfolgreiches Veranstaltungskonzept sein
– Man darf nicht in der Datscha jeden freundlichen Wodka annehmen
– Endlich (wieder) live und überzeugend: Robocop Kraus
– Entdeckte Band: RobotKanon – Grunge trifft Stonerrock trifft Arty
– Keine Ahnung, was Sicherheit bei der Fusion angeht – aber entspannt gefüllt war es dann doch
– Was fehlte bisher auf dem Sommerfest der niedersächsischen Landesregierung? Richtig, ein Kiosk
– Für bunte Tüten braucht es nicht zwingend Verkaufspersonal
– Besuchen: Verleihung des Studentenwerkspreis: so viel tolle Projekte & Menschen direkt nebenan
– Die Snap-Shot-Box wird mit jeder Stunde am Abend spannender
– Ein roter Teppich zur Media Night für Journalisten ist übertrieben? Manch einer fühlte sich endlich verstanden

Pullmann City Harz

– Im Harz gibt es eine Westernstadt namens Pullman-City
– Es ist schlimmer, als man denkt
– Line-Dance ist die Tanz gewordene Provinzhölle
– Man darf auf einem Schützenausmarsch ruhig mit Gummibären werfen
– Man bekommt sie nur zurück ins Gesicht geworfen
– Besuchen: Frosch in Hannover-Limmer, Gin-Tonic unter 4 Euro, viiiel zu sehen
– Der Bruchmeisterrundgang zum Schützenfest kommt nie ohne zerstörte Gläser aus
– Jürgen Drews mag kein Public Viewing – er spielt dann einfach direkt vor der Leinwand – während des Spiels
– Entdeckte Bands: den Cor-Sonderstatus in Mecklenburg verstanden

Neustadt-Glewe, Mecklenburg.

– Sonderschule und Montreal haben einen eigenwilligen Humor
– Besuchen: die zweite Bühne des Burning-Summer-Festivals – unfassbar liebevoll
– Das Sterni-Marketing macht derzeit eine Menge richtig
– Bei Leihcabrios nie, nie, nie das Verdeck bei 120 Sachen schließen
– Besuchen: das entspannteste und musikalisch spannendste Fest ist das New Direction in Herrenberg
– Entdeckte Band: Belgrado & Humanabfall
– Die Leipziger füllen immer Menschen ab, die Leipziger füllen immer Menschen ab …
– Eine ausgestreckte Hand am Tresen bedeutet: noch Platz für vier Wodka
– Wenn im Juli mit Feuerwerk gebollert wird, ist Deutschland wohl Weltmeister
– BeachRugby ist eine Art Gewaltpräventionsstrategie – sagen die BeachRugbyspieler
– Hannover hat jetzt auch ein Campus Festival
– Man muss nicht nüchtern sein, um Jennifer Rostock anzusagen
– Gefeierte Bands: Irie Revoltes, Ohrbooten, Rotfront
– Bands, mit Fragezeichen: Tonbandgerät und Keule

Berlin Friedrichshagen.

– Der Müggelsee sieht in Wirklichkeit ganz schön blöd aus
– Ohne Haialarm geht da gar nix
– Besuchen: das Brunnenstraßenhoffest
– (Wieder-) Entdeckte Band: Ari

Nürnberg.

– In Nürnberg gibt es Nutella-Brenz
– Man trifft in Bayern sofort den Beckstein
– Mit Farbkugeln und Schleudern auf Nachbarhäuser schießen, kann auch zur Nachbarschaftspflege beitragen

Brunnenstraße.

– Bremerhaven hat auch ne Kieler Woche: Schiffe, Besoff’ne, keine Parkplätze
– Mit dem alten Seemannsheim aber eine günstige und hübsche Übernachtungsdingens
– „Bei Kralli“: aua, was für ne Eckkneipe
– Den Selbstgebrauten NICHT testen

Feuchtwangen, Bayern.

– Besuchen: das politisch streitbare Art Village in Hamburg – Kunst & Tanz gegen wenig Geld
– Weserburg Bremen ist immernoch eines der besten Museen Norddeutschlands

Weserburg, Bremen.

– Der Skyliner zum hannoverschen Maschseefest kostet 5 Euro und erklärt: ganz schön grün, dieses Hannover
– Das Sommerfühl-Festival im tiefsten Bayern steckt voller Herzblut – die lange Reise ist es wert!
– Entdeckte Bands: Friedemann Weise – geiler Typ!

Sommerfühl, Friedemann.

– Kulturbühne zum hannoverschen Fährmannsfest wird immer größer
– Wer für faire Cocktails faire Säfte zur Hälfte wegkippt, um Alk reinzutun, ist nicht fair, sondern bescheuert
– Entdeckte Bands: U3000, Roman Rofalski, Lius del Mar, Status Wo?!
– Das Open Flair in Eschwege bleibt das familierste Festival des Landes

Cantus, Renato, Sven Panne, Rüdiger, Tobi.

– Entdeckte Bands: Lumpenpack, Rüdiger Bierhorst, Sven Panne
– Rainer von Vielen bleibt auch 2014 eine der Lieblingsbands
– SDP schnall ich nicht
– Man kann Chansons in einem voll besetzten Cantus-Wagon feiern
– Aber gleichzeitig hat man in ganz Hessen nie Handyempfang
– Felix Römer macht das mit einem Lächeln vergessen

Eschwege, Herrengedeck.

– E. aus Düsseldorf ist einer der entspanntesten und spannendsten Veranstalter
– Entdeckte Band: Dr. Dreck & Petze
– Ich freue mich für Düsseldorf auf baldige vegane Univerpflegung

Düsseldorf.

– Swingpartys in linken Zirkeln sind die Besten
– Pfeffi ist vegan
– Man kann beim Ajuca zwei Stunden über nachhaltiges Festivalverhalten sprechen
– Und anschließend Madonna über Campradio auflegen
– Es sollte viel öfter Lesungen für Schnippelfreiwillige geben
– Entdeckte Band: Radical Hype

Köln.

– Das Fuchsbau Festival bleibt das spannendste Kunst- und Kultfest der Region Hannover
– Entdeckte Bands: Martin Kohlstedt, Jujujus und eine unfassbar tolle Live-Hörspieltruppe aus LE
– Wir sollten viel öfter im Dunkeln spielen
– Ich sollte nicht am nächsten Morgen einen Slam moderieren
– Johannes Berger und Hinnerk Koehn wird die neue Kabarettgang, wenn sie sich auf einen Ort einigen
– Mallorca hat auch schöne Ecken

Ellerdorf, Wilwarin.

– Bei Stendal ist mit dem Hin & Wech-Festival tatsächlich in Sachsen-Anhalt ein geiles Festival entstanden
– Es ist immer wieder schön, den Martin unterwegs zu treffen
– Entdeckte Band: Banal!
– Aschaffenburg wird unser Itzehoe Hessens – so unfassbar gute Menschen
– U. Tukur ist in Wirklichkeit viel kleiner und dünner als man denkt
– Gisbert zu Knyhausen bleibt einer meiner Lieblingssongwriter
– Entdeckte Band: Torpus & the Art Directors
– Chemnitz kann auch richtig schön: wie beim Open-Air-Slam im Arthur

Art Village.

– Cottbus hat mit Zelle, Muggefugg & Chekov gleich drei schöne Läden
– Das Seitensprung dort ist immer zu voll
– Entdeckte Band: Käptn Blauschimmel!
– Artless leben noch und singen immer wieder: „Mein Bruder ist ein Popper“
– In Schlafwagen in Jena schläft es sich noch immer am besten

Cottbus.

– Volker Strübing ist noch immer ein Meister der Kurzprosa
– „Hinter dem Horizont“ ist ein wunderbarer Film
– „Die Echse“ ist seit dem Faetzig Camp vor Jahren noch böser geworden
– Frank und seine Freunde aus Nordniedersachsen könnte Volker Rosin als Kinderliedermacher beerben
– Der HAZ-Sofatag ist noch immer eine meiner Lieblingsveranstaltungen in Hannover

Linden.

– Wie gut, dass damals in Leipzig das Plakat aus Jena dazu hing
– Entdeckte Band: Leaves & Trees
– Tao Lin im Original lesen – und nicht zu viel persönlich fragen
– Die Nachbarn vermisst man meist erst außerhalb Hannovers

Danke für diesen unfassbaren Sommer!

11. bis 13. Juli 2014 – Nord-Süd-Tour

Die Frisur sitzt, der Mond scheint. Läuft.

Was für eine beschissene Idee dieses Wochende: Freitag Auftritt in Mecklenburg, Samstag Punkerlesung in Baden-Württemberg. Ich könnte unserer Bookerin Ayse Hogefeld den Hals umdrehen.

Die Tour beginnt in Hannover im Zugabteil mit einem Jäger, der uns stolz erzählt, wie geil man in Südafrika Tiere schießen kann. „Aber sehr gefährlich sonst da. Viele Arme.“ Aha! In Hamburg steigen wir in einen Mietwagen. Egge hat den billigsten reserviert. Es ist ein günstiges Cabrio. Mit Joe Cockers Version von „With a little Friend“ rasen wir nach Mecklenburg. Ja, das ist auch irgendwie Punk. Oder so.

[Einschub Egge: Reisen bildet. Costa und ich sind noch nie in unserem Leben Cabrio gefeiert. Es trifft einen Fiat. Bei etwa 90 Sachen öffnen wir das Verdeck. Geil. Ich beschleunige auf 140. Der Wind nervt. Costa soll das blöde Dach zumachen. Geht aber nicht. Wir fluchen und fluchen. Blöder Fiat. Blödes Cabrio. Erst viel später lassen wir uns erklären, dass Cabrios nur im Stillstand Verdecke öffnen und schließen. Muss einem doch gesagt werden.]

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„Ich spring von Level zu Level zu Level.“ Marteria

Das Burning-Summer-Festival in Neustadt/Glewe gleicht einer Partyburg für Punker und Skafans. Egge kann sein ganzes Wissen aus der Abiturszeit herauskramen und bei Sondaschule mitsingen. Ein Mann hat sich als Penis verkleidet und hüpft über das Gelände. Ein anderer sieht aus wie ein Pokémon. Wir stellen uns als After-Show-Act auf die selbstgezimmerte Bühne, und schon die erste Betrunkene findet es scheiße. „Kann ich mir bei euch Lieder wünschen?“ „Ja, klar. Warte bitte nur, bis wir fertig sind.“ Ein komischer Blick, und schon haben wir unseren ersten Feind. Wir spielen ein hartes, verzerrtes Set, knutschen die liebevollen Gastgeber und sind schon wieder auf der Autobahn in Richtung Hamburg.

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[Einschub Egge: Erst Tage später entspinnt sich bei Facebook eine Diskussion. Es fehlten wohl 300 Besucher, das Festival ist finanziell in Nöten. Und man diskutiert: Line-Up? Platz? Mecklenburg? Besser der toughen Sterni-Crew mehr Bier klauen? Wir kennen die Diskussion und manchmal ist es einfach schwierig. Klar, mit Talco, Crackhuren, COR und Gelöt bekäme man in Hamburg 2000 bis 3000 Leute zusammen. Richtig. Aber wer braucht das? Wir fahren nicht umsonst ins tiefste Mecklenburg. Denn genau dort braucht es alternative Musikangebote. Nicht weil Punk unbedingt so geil ist, sondern weil diese Angebote einfach nötig sind, manchmal überlebenswichtig. Ich bin in den frühen Neunzigern in Mecklenburg aufgewachsen und mancher meiner Mitschüler, der später lupenreiner Nazi wurden, hätte ein solidarisches, faires und achtsames Festival wie das Burning Summer vielleicht ins normale Weltbild taumeln lassen. Vielleicht braucht es ein paar Bands weniger, aber das Herzblut ist nicht umsonst vergossen. Wie heißt es manchmal bei kniffligen Demomomenten: Hier seid ihr genau richtig! Schön, dass es euch gibt.]

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An der Tankstelle in St. Georg steht eine Frau und erzählt uns, dass sie den Geruch von Benzin liebt. Dann zündet sie sich eine Zigarettte an und schaut Egge beim Tanken zu. Wir stellen das Auto in der Parkgarage ab, holen uns ein eiskaltes Bier und hetzen zum Bahnhof. Die Wochenendvampire wuseln zwischen Pizzaladen und McDonalds hin und her. Die Stimmung ist aggressiv. Unser Zug fährt ein, wir ergattern ein Abteil und legen uns hin. Die Sonne geht gerade über dem Hafen von Hamburg auf.

Hamburg, du alte Kackstadt.

Wir wachen in Stuttgart auf. Es nieselt. Der Bahnhof mit seiner Baustelle und die Samstagvormittag-Wir-gehen-in-die-City-Shoppen-Menschen. Die Polizei mustert uns, hat aber wohl ausnahmsweise keine Lust, uns zu kontrollieren. Mit der S-Bahn geht es raus nach Herrenberg zum New Direction Festival. Wir hängen im Kulturschock zwischen Norddeutschland und dem Süden. Es erwarten uns Punks. Verschlafene Punks, die sich mit Bier den Mund nach dem Zähneputzen spülen.

Das JuHa Herrenberg ist eine geile Oase. Unsere Lesung ist der Auftakt für den Samstag. Draußen wird geskatet, Fußball gespielt und ein Bandwettbewerb veranstaltet. Straight-Edge- gegen Suffpunk-Band. Keine Ahnung, wer gewinnt. Ich lege mich auf den Rasen schlafen.

„Wir können unsere Instrumente nicht, doch das ist uns egal. Zum Glück sind wir nicht Sigur Ros, sondern Mühlheim Asozial.“ MA

Das Line-up ist geil. Bands aus Spanien, Italien, Frankreich England sind da. Als Höhepunkt zerrupen die unglaublichen Belgrado die Halle. Danach ist Punkerdisko und Pfeffi-Saufen mit der Leipziger Crew angesagt. Ich bringe Egge ins Bett, da ist es schon Morgen. Müde schleppen wir uns wenig später wieder zum Zug. Steigen ein und reisen zurück in unseren Alltag. Einmal quer durch Deutschland. Mit letzter Kraft schleppe ich mich zu meinen Eltern aufs Sofa. Es läuft das Finale zwischen Deutschland und Argentinien. Ich bin total übermüdet, das Herz ist sehr schwer, eine Träne hängt mir im Auge. Was für eine gute Idee dieses Wochenende.