Jahresrückblick: Egges 2014

Die besten 20 Konzerte des Jahres

01. Heymoonshaker – Faust, Hannnover (Was für ne Intensität. Wahnsinn.)
02. Lisa Luv & the No-Go`s – Haus in Jena & Fusion (absolut tauglich für jede Party)
03. Rainer von Vielen – E-Werk, Eschwege (ich durfte meine Helden ansagen, Traum)
04. Scooter – Stadionsporthalle, Hannover („Respect to the Man in the Ice Cream Van„)
05. Irie Revoltes – Parkbühne, Hannover (Dank an Nico R. fürs Ausprobieren)
06. The National – Stadtpark, Hamburg (betrunkene Sänger haben eigene Zauber)
07. Amen 81 – Nürnberg (in bayerischer Biergarten-Atmo, die dann völlig zerstört wird)
08. Beatsteaks – Stadionsporthalle, Hannover (war zumindest schunkelig)
09. Einstürzende Neubauten – Capitol, Hannover (das Kriegsepos, wenig tanzbar, ähem)
10. Clueso – Galerie Herrenhausen, Hannover (schönste Konzertkulisse 2014)
11. Ja, Panik – Glocksee & about.blank Berlin (nette Menschen, gute Konzerte)
12. U 3000 – Fährmannsfest Hannover (Kumpanen starten endlich durch)
13. Gisbert – Knust, Hamburg (der Hommage-Abend an Nils, wahnsinnig traurig)
14. UK Subs – Chéz Heinz, Hannover (noch am Leben, noch immer sauer)
15. Woven Hand – Musikzentrum, Hannover
16. Robocop Kraus, Fusion (endlich wieda da, leider waren wir ganz durch vor Ort)
17. Marteria – Plaza-Festival, Hannover (ja, ein Popper, aber verdammt gut)
18. Wizo – Faust, Hannover (auch Popper, aber auf die alten Tage)
19. Jan Delay – Stadionsporthalle, Hannover (Album: peinlich, Konzert: sehr geil)
20. The Hirsch Effekt – Fährmannfest, Hannover (herrlich gepisst; dafür: großes Kino)

Die zehn Entdeckungen des Jahres

01. Belgrado – New Direction, Herrenberg (Wir waren hypnotisiert)
02. Käptn Blauschimmel – MuCheZe, Cottbus (Abwärts trifft Piraten-Hörspiel)
03. Bilderbuch – Stadionsporthalle, Hannover (Falco lebt)
04. Schmutzstaffel – Glocksee, Hannover (Punk aus Hannover!)
05. Bug Attack – Feldstern, Hamburg (endlich live gesehen)
06. Bungalow – Autofrei, Hannover (Grüße in die Nordstadt)
07. Martin Kohlstedt – Fuchsbau, Springe (wirklich schön)
08. RaketKanon – Fusion, Lärz (Grunge ist wieder da)
09. A Forest -Fährhaus, Hannover (sehr hübsche Baumdeko)
10. Madame Puschkiin – Stube, Hannover (herrlich dreckig)

Zehn Bands, mit denen wir sehr viel Spaß hatten

01. Status Wo? – Fährmannsfest
02. Lumpenpack – Cantus zum Open Flair
03. Friedemann Weise – Sommerfühl Festival
04. Start A Fire – Jugendhaus, Stuttgart
05. Kaput Kraus – K4 Nürnberg
06. Banal – Hin & Wech Festival Hämerten
07. Supershirt – Glocksee, Hannover
08. Aika Akakomowitsch – Cafe Taktlos, Glauchau
09. Herr Lerbs – Stube, Hannover
10. Sub Cancer – Glocksee, Hannover

Fünf Auftritte, die ratlos machten

01. Artless – MuCheZe, Cottbus (Turbosenioren)
02. Fenster – Glocksee, Hannover (Postpopper)
03. Klangkarussell – Plaza-Fest, Hannover (diese Gitarreneinlagen..)
04. Keule – Campus-Festival, Hannover (ja, genau)
05. Montreal – Burning Summer, Neustadt-Glewe

Fünf Menschen, die man schon immer treffen wollte

01. Jennifer Rostock ruft ZICKEZACK und wirft Schnaps (Campus)
02. Johnny Bottrop hat mittlerweile was von Yoga-Guru (Wilwarin)
03. Deniz Yücel ist durchaus sympathisch (Pavillon Hannover)
04. Der grübelnde Walter Kohl – (HAZ)
05. Der nette Patrick Lindner – (NDR)

Die 15 schönsten Festivals

01. Fuchsbau Festival Wederade/Springe
02. New Direction Festival Herrenberg
03. Open Flair Eschwege
04. Ajuca Lärz
05. Fusion Lärz
06. Wilwarin Ellerdorf
07. Haus-Fest Jena
08. Fährmannsfest Hannover
09. Hin & Wech Hämerten
10. MuCheZe Cottbus
11. Burning Summer
12. Sommerfühl Feuchtwangen
13. Macht Worte! Faust
14. FCLR Hannover
15. Campus Festival Hannover

IMG_3210

Zumindest zehn Songs, die beeindruckt haben

01. Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen
02. Warpaint – Love Is To Die
03. Notwist – Kong
04. Marteria – Kids
05. Neonschwarz – 2014
06. Alt-J – Every Other Freckle
07. Schnipo Schranke – Pisse
08. U 3000 – Mädchen, Tanz mit mir
09. In Schwarz – Hand in Hand
10. Klotz & Dabeler – Oh, wann kommst du (jaa, ist von 2013, egal)

Zehn Herz-Momente

Bulli4

01. Felsen in Utah & Colorado
02. Herr Bulli geht in Rente
03. Lagerfeuer an all den Seen
04. Sonnenuntergänge im Mittelmeer
05. Endlich die erste Beatpoeten-Party
06. Wandern im Deister
07. Spazieren aufm Tempelhofer Feld
08. DJ Egge in Itzehoe
09. Den Müggelsee finden & Haialarm trotzen
10. Weihnachtsgefühle, ausgerechnet

Zehn Momente voller Skurrilität & Abseitigkeit

01. Das erste Mal in Pullman City Harz
02. Schützenausmarsch aufm Wagen
03. Fasching in Eckernförde
04. AFD-Wahlwerbung in Hannover
05. Jugendzentrum Holzminden
06. Hans Klok im Illusionspalast
07. WeinSensorium Hannover
08. Cobratheater-Festival Pavillon
09. Herrentag im Lister Biergarten
10. HoGeSa in Hannover

Die zehn schönsten Moderationen

litsalon
01. Team-Poetry Slam in der Staatsoper (& in HH, Fabrik)
02. Literarischer Salon – Mit Tao Lin das Literaturfest NDS eröffnen
03. Santa Run & Sofatag & Science Slams: ja, schon wieder
04. Diversity Day, Neues Rathaus Hannover & Offener Tag im Landtag
05. HAZ-Foren zu Diskriminierung, Radkultur, Jazz, Fussball & Freiräume
06. Fete de la Musique am Kröpcke & die Runden beim Fuchsbau-Festival
07. Slam-Ausflüge nach Wolfenbüttel, Greifswald, Bremerhaven, Buchhagen
08. Festivals wie Fährmannsfest, Open Flair, Campus Festival, Autofrei
09. HAZ-Expertenrunden mit Thorsten Havener, Jiri Scherer und Andreas Buhr
10. Avant-Gala in der Glocksee mit Kobito, Schmutzstaffel & Ja, Panik

Klar wars auch schön bei der book:look-Reihe, dem Philosophie-Slam im Schauspiel, beim Suchthilfelauf oder im Salon zum Maschseefest. & ja, der Buschi ist verrückt, der Jens Lehmann sympathisch und Volker Rosin eigentlich ganz ruhig.

IMG_2573

Zehn Kulturmomente, die bleiben

http://www.ardmediathek.de/tv/Redefreiheit/Till-Reiners-Redefreiheit-Slam/Bayerisches-Fernsehen/Video?documentId=24801684&bcastId=24716988

01. Till Reiners ist für mich der beste deutsche Kabarettist
02. Sandmann-Ausstellung in Greifswald
03. Die Echse live im Pavillon
04. A Most Wanted Men
05. Visual Leader in HH
06. Existentielle Welten, Weserburg Bremen
07. Conchita Wurst gewinnt den ESC
08. Jan Böhmermann im TV
09. David Theodor Schmidt bei der Chopin-Gesellschaft
10. Her

Winter 2014

Die zehn schönsten Beatpoeten-Momente

01. Der Track „19“ geht ohne Video einfach raus
02. Im Dunkeln wird die Scheune aufm Fuchsbau zerlegt
03. In Dresdens Scheune testen wir beim Slam 2014 eine Art Chanson
04. Kloschlangenkommentatur wird Fusion-Sport
05. Swing-Nacht in Köln
06. Costa referiert in Lärz über Nachhaltigkeit
07. Hinnerk Köhn entdeckt das Schlagwerkspiel beim Wilwarin
08. Cabriofahrten zum Burning Summer
09. Endlich „Ostsee“ im Kasten
10. Immer wieder Freunde in Mecklenburg (von AJZ bis PWH!), Jena (Haus!), Leipzig (Atari!), Aschaffenburg (Stern!), HH (Feldstern!), Düsseldorf (Butze!), Hanau (Kralli!) & Itzehoe (Lauschbar) treffen. Mein Herz schägt für Musiker wie die Amen 81s, Incredibles & Hornisschens, Plattenmenschen wie Tobi, Verleger wie Andreas und Miriam, Veranstalter wie Steffen, Literaten wie André und Mirco & so viele, die ich vergessen habe.

Vielen Dank für dieses bunte Jahr*

wilwarin4

Werbeanzeigen

16. bis 18. Oktober 2014 – Twisted-Chords-Labeltour

In diesem Jahr durften wir wieder ein Wochenende mit unserem Label Twisted Chords auf Tour. Stuttgart, München und Nürnberg standen auf dem Programm. Mit dabei die tollen Bands Start a Fire, Amen 81, Todeskommando Atomstrom, Kaput Krauts und Special-K. Den Termin in München mussten wir leider absagen. Hier nun also ein kleiner Einblick in das Chaos, was wir Touren nennen.

Spiegel

Immer wieder gibt es diese Momente auf Tour, wo du tolle Menschen kennenlernst, und du weißt nicht, ob du sie jemals wiedersehen wirst. In Stuttgart passiert uns das gleich mehrfach. Es ist ein melancholisches Gefühl, aber auch sehr schön. Und solche Nasen, wie unsere Freunde von Kaputt Krauts oder von unserem Label Twisted Chords, sehen wir ja dann doch immer wieder an den unterschiedlichsten Orten auf diesem Planeten. Und dann schaut man sich an, macht ein, zwei kindische Witze, umarmt sich und ist sofort wieder auf einer Wellenlänge.

Zuglektüre

Eine weitere Konstante auf Tour ist das frühe Aufstehen. Das Taxifahren durch morgendliche Städte, in denen noch keine Bahn oder Bus fährt, um den ersten Zug nach irgendwo zu nehmen. Und so gleiten wir wieder durch die Dunkel, das sich Deutschlan nennt. Draußen schimmern die Straßen unter dem ersten richtigen Herbstregen. Es ist kalt geworden. Egges Zugfahrt endet in Hannover, meine geht weiter nach Berlin. Eines der schönsten Feste feiern, die es gibt: die Hochzeit eines sehr sehr guten Freundes.

Kluge Worte

Eine kurze Pause von der Tour. Eine Unterbrechung, wie im vergangenen Jahr. Nur damals war es die Beerdigung eines Onkels, das den Ablauf von Feiern, Tanzen, Spielen unterbrach und mich wieder daran erinnerte, was im Leben wichtig ist: Liebe, Freundschaft, Gefühle. Es ist eine tolle Reise durch das Leben.

—-

Kumpel

In Nürnberg vergnügte sich Egge mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt, während ich in den vollen Zügen neue Freundschaften schlosst. Abends standen wir dann gemeinsam zum ersten Mal in dieser Stadt auf der Bühne. Das Zentralcafé sah so aus, als hätte die Punks ein Oktoberfest-Bierzelt übernommen. An den Wänden Fotos von der Internetseite München kotzt, die investigativ das größte Drogenfest der Welt – das Oktoberfest – dokumentiert. Dazu Stoiber als Pappfigur und natürlich blau-weißes Karo. Der Sound war super, der Schnaps lecker und die Meute lebendig. Tolle Stadt, tolles Konzert. Und nach uns kletterten noch viele Freunde auf die Bühne und lieferten den passenden Sound für den Beginn des Herbstes. Da vergaßen wir schnell, dass wir an dem Wochenende rund 20 Stunden im Zug saßen. Es lohnt sich halt doch immer wieder.

Und jetzt Egges Tourisfotos.

Der Bahnstreik.
Das Dürer-Haus.
Kunst und so.
Dürer.
Irgendwas mit gold.
Eine katholische Kirche.
Die Lorenz-Kirche.
Kirche fürn Frieden. Oder so.
Für Costa.
Der Stadtmauerturm.
Der touristische Handwerkerhof.
Die Burg und das Tor.
Ein Hommie.
Vorsicht, bissige Musik.
Kritik.
Hund spielt Slayer.
Protest gegen Armut.
Nochmal die Burg.
Nürnberg halt.

Egges Jahresrückblick 2013

DemozEine schöne Tradition gilt es auch in diesem Jahr fortzuführen. Egge möchte ein wenig Ruhe einkehren lassen & sich das Jahr vor Augen führen. Hach, am liebsten eintauchen in einen Berg voller Erinnerungen. Ein Versuch der Reflexion. Ein Versuch in Listen.

Die zehn schönsten Konzerte 2013

1. Beats auf der Bahn mit Absolute Beginner, Fünf Sterne Deluxe und Deichkind in Hamburg; wir sind zu spät gekommen, weil es in der Elbperle mehrere Trabrennbahnen gab – und landeten mitten in „Dein Herz schlägt schneller“
2. Mülheim Asozial im Nexus in Braunschweig: weil ich ein Fan bin!
3. Wolfgang Müller im Haus 73 in Hamburg: weil es schön war, da aufm Boden im Keller, ganz ohne Bierlachen
4. Toby Hoffmann und das neue Nichts im Balthes, Ravensburg: Was für eine schöne Version der Einstürzenden Neubauten in einem der schönsten Läden Deutschlands – hoffentlich bald beim Fährmannsfest
5. Goldene Zitronen in der Glocksee, Hannover: für die Schlagzeug-fällt-um-Performance
6. Ohne Uns aufm Fährmannsfest: kluge Texte, wunderbare Bassläufe, sehr gute Musik aus Hannover!
7. Feine Sahne Fischfilet auf der Fusion & in der Glocksee & auf Autobahnraststätten in Bayern: weil sie funkeln, leuchten & glänzen
8. Findus beim IN.DIE-Festival in Hof: einfach gude Leute und Bratwurst-Denkmäler-Sucher wie wir
9. The Incredible Herrengedeck im TAK, Hannover: weil sie die besten Chansonpunks Deutschlands sind
10. Goldkint beim BeatBolzer BandBattle: weils mit Band noch besser knallte, bevor es knallte

Die fünf schrägsten Konzerte 2013

1. Hans Unstern bei Feinkost, Hannover: hab ich nicht verstanden
2. Brockdorff Klang Labor, Theaterkeller, Leipzig: zu viel Labor
3. Laing, Abi-Festival Lingen: 30 Minuten Elektropopwarten, dann 30 Minuten den Hit, in Potsdam wirkte das einst noch revolutionär
4. Die Heiterkeit, Theaterformen, Hannover: so unaufgeregt unaufgeregt
5. Saalschutz, Hafenklang, Hamburg: vielleicht war ich besoffen, aber danach wollte ich wieder Metal hören und Synthies verbieten

Fünf große und kleine Momente bei Konzerten 2013

1. Glocksee, noch einmal Franz Wittich, gespielt von Teenagefrust
2. Les Trucs spielt bei nem Theaterfestival vor Theaterpublikum
3. Pfeffiwahnsinn bei Kaput Krauts, Peter-Weiß-Haus, Rostock
4. Sub Cancer spielt „Hipster“, Glocksee, Hannover
5. Irie Revoltes holt zwischen Gentleman, Sean Paul und Cro ne Antifa-Fahne auf die Bühne und 25000 Kids feiern mit, Plaza-Festival, Hannover

Schön war es auch mit Chaoze One, The Fuck Hornisschen Orchestra und Parasite Single beim Fährmannsfest, mit Guaia Guaia beim Ajuca, mit Brandt Brauer & Frick im Fusion-Zelt und Talco und Großstadtgeflüster in Hof. Liebesgrüße gehen raus an Shudder and Spit, Blank Pages, Reimteufel, Platzhalter, E123, Exilent, Abfukk, Amen 81 und das Todeskommando Atomsturm. Jaja, und Slime bei der Fusion war doch ganz lustig.

Die fünf schönsten Filme 2013

1. Haialarm am Müggelsee
2. Oh Boy
3. Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel
4. Nachtzug nach Lissabon
5. Django Unchained

Fünf besten Songs 2013

1. Westbam – You need the drugs
2. David Bowie – Where are you now?
3. Mülheim Asozial – Bier gegen Bullen und Deutschland
4. Nick Cave – Jubilee Street
5. Materia – Kids (2 Finger an den Kopf)
6. Die Goldenen Zirtronen – Der Investor
7. Ding Dong! The Witch Is Dead
8. Käptn Peng – Der Anfang ist nah
9. Casper – Hinterland
10. Klotz + Dabeler – Und wann kommst du?

Fünf besten Alben 2013

1. Mülheim Asozial – Familie & Beruf
2. DJ Koze – Amygdala
3. Klotz + Dabeler – Lass die Lady rein
4. James Blake – Overgrown
5. The National – Trouble Will Find Me

Schön und hart 2013

1. David Bowie’s Space Oddity von Commander Chris Hadfield
2. Jeans Teams „Scheiss drauf“
3. Miley Cyrus – Wrecking Ball

Fünf beeindruckende Kulturmomente 2013

1. „Inszenierte Nacht“ von Simon Steen-Andersen, KunstFestSpiele
2. Marc-Uwe Kling und Julius Fischer im ausverkauften Theater am Aegi
3. Johann Christian Reinhard, Kunsthalle Hamburg
4. Affordable Art Fair, Messegelände Hamburg
5. Jan Off liest, Faust, Kulturzentrum

Fünf skurrile Kulturmomente 2013

1. Meine erste Depeche Mode-Party im Freizeitheim Linden
2. Französisches Essen beim Feuerwerkswettbewerb Hannover
3. Maskenball im Linken Laden, Hamburg
4. Mambo-Abend im Mambo-Club Hannover
5. Junggesellenabschied, Karaokebar, Hannover

Zehn schönsten Festivals 2013

1. Fusion: nicht nur weil der Auftritt in der Oase ganz wunderbar war
2. Maifest Lübeck: so viele Bühne, so viele Menschen, so viel Energie
3. Keine Knete trotzdem Fete Hamburg: Auto im Graben, Leute feiern, DIY
4. Fuchsbau Festival: ganz anders als 2012, viel Raum, viel Schönes
5. Zweier Hannover: soo viele Menschen und dazwischen Skater
6. IN.DIE-Festival Hof: ein Stadion wird zum Rave
7. Fährmannsfest Hannover: weil die Kulturbühne immer netter wird
8. Berlin Festival: Andy zieht blank, Björk hat Stachel im Gesicht
9. Hochschulfest Fulda: gefühlte fünf Tage Rave
10. Abifest Lingen: zumindest wegen der Skatoons

Lesungen, Moderationen, Bühnensport 2013

1. Sofatag 2013, Uni Hannover
2. Poetry Slams in Rostock (MAU), Hamburg (Uebel & Gefährlich, Fabrik), Braunschweig (LOT), Leipzig (Komödchen) und Hannover (Staatsoper)
3. Erster Preacher-Slam mit Geistlichen, Nordstadtkirche Hannover
4. Santa Run, Kröpcke Hannover
5. Metropolversammlung, Celle
6. Festival für Neue Musik, Hannover
7. Science Slam & Kinder Slam bei der IdeenExpo 2013, Convention Centre
8. Politworkshop in Lüneburg (Anna & Artur)
9. Talk zu NSU mit Olaf Sundermeyer bei Faust
10. Regionsentdeckertag, Bühne am Opernplatz
11. Wirtschaftstalk mit Reiner Calmund, Wirtschaftsmesse Hannover
12. Oberbürgermeister-Talk, Seniorenbeirat, Hannover
13. Composer Slam bei Faust, Hannover
14. Lesung & Tag der Parke für Romantik Bad Rehburg
15. Kulturtalk mit Dr. Wolfgang Schneider, Musikzentrum
16. Aktion Sicherer Schulweg für die HAZ
17. Kulturtag Fuchsbau-Festival
18. HAZ-Expertenforum mit Philipp Riederle, Martin Korte, Martin Limbeck, Sven Janszky, Christian Galvez, usw.
19. Suchthilfelauf 2013, Hannover
20. HAZ-Leserforum zu Gentrifizierung, Schulpolitik, OP-Risiken und OB-Wahl

Zehn besondere Reisen und Momente

1. Nepal
2. Erste Sonne auf dem Schanzenflohmarkt
3. Christiania
4. Mecklenburg, immer wieder
5. Neujahr in Eisenach
6. Mit 25 Punks durch Kiel, München, Leipzig, Basel, usw. fahren
7. Seen und Teiche in der Region Hannover
8. re:publica
9. Escorial im Dr. Seltsam & Gin Tonic im Meins Deins Unser
10. Orangensaft aufm Balkon in Limmer

Zehn gute Ideen 2013

1. Popper lesen Punk
2. Als Trauzeuge an Ringe denken
3. Drei Wochen Urlaub am Stück machen
4. Carlos Wurst-Theorie ernstnehmen
5. Rotwein im Alter Roter Löwe Rein
6. In Bielefeld eine Ausfahrt nach dem Navi abfahren
7. Gesangsunterricht
8. Für Songs in Ulis Studio gehen
9. Ein Crashbecken als Zeitstopper
10. Mehr schlafen

Zehn journalistische Herausforderungen 2013

1. Das Krümelmonster klaut den Bahlsen-Keks
2. Gerhard Schröder bei 96-Heimspielen
3. Live-Interview mit Pur vor 100 Fans zum neuen Bandbuch
4. Mit Hertbert Schmalstieg eine Rathausführung in nur zwei Stunden
5. Den Harlem-Shake an der Uni erklären
6. Die Freiwilligen des Jahres finden
7. Appgefahren
8. Tietjen & Hirschhausen gemeinsam interviewen
9. Jorge González zur Vergangenheit in Kuba befragen
10. Interview mit Fips Asmussen

Die zehn schönsten Beatpoeten-Konzerte 2013

1. Peter-Weiß-Haus, Rostock: das war eine Schlacht
2. Bermudadreieck, Leipzig: Blut, Bier, Tränen & Iron Maiden
3. AJZ, Neubrandenburg Lesung & Konzert: der Liebe wegen
4. Nordstadtbraut, Hannover, Lesung: der Beginn einer Idee
5. kafe marat, München: wunderbare Familie
6. T-Keller, Göttingen, AZ Köln & Linker L. Düsseldorf: so viel Liebe
7. Walli, Lübeck: was für ein Maifest!
8. Oase, Fusion: mit Verfassungsschutz noch besser
9. Fährmannsfest, Hannover: charmantes Heimspiel
10. Gängeviertelgeburtstag, Hamburg: zweite Heimat

Liebesgrüße gehen raus an Fulda, Witzenhausen, Ravensburg, Alice, Extraschicht, Marl, Atari, Klimacamp, Jena, den Löwen, den Wolf, die Lauschbären in Itzehoe und Hirschen in Basel, AJUCA natürlich, KFTF, an die HOF-Kavaliere, Floristen, Kassler Weltretter, Brockdorfabschalter, Pengs und Gonzos, Demoz, Alertas & Meiers, Wagenplätze in Hamburg und Oldenburg und natürlich an die Dunkelvillenbewohner und Bargeteheide-Boys. Es ist ein Traum mit Euch! Wir sehen uns hoffentlich 2014.

Hier geht es zu Costas Jahresrückblick.

Oktober 2013 – Twisted Chords Labeltour Norden

Punks mit Zeitung, 2013

Bei den original Beat Poets, denen wir den Namen geklaut haben, war das Unterwegssein das Gemeinsame, Verbindene. Jack Kerouac nahm es wörtlich und war: unterwegs. Auf der Straße, auf den Schienen, zu Fuß. In den 1950er Jahren durchquerte er die USA mehrmals und traf auf ein Land, das gerade einen Krieg gewonnen hatte. Das „Fuck yeah Murica“ war zu dem Zeitpunkt das vorherrschende Gefühl, aber nicht für Frauen, Nichtchristen oder Nichtweiße. So wurde Kerouacs Buch „On The Road“ („Unterwegs“ im Deutschen) einerseits zur Dokumentation einer wilden Reise von Lebensverrückten, aber auch eine Sammlung von Blitzlichtern auf Nordamerika.

Punks in Landschaft, 2013


Blitzlichter von Mitteleuropa sammeln – das war für uns immer auch das Wichtigste beim Touren, beim Unterwegssein. 80 Jahre später sitze ich mit Egge in einem VW Campingbus und fahre durch die niedersächsische Pampa: Acker, Reiterhof, Hühnermastbetriebe. Wir haben uns verfahren, und es ist Tag der Einheit. Feiertag für manche. Wir beide sind schon ein wenig froh, schließlich kommt einer von uns aus dem Westen, der andere aus dem Osten. Und an diesem schönen Tag fahren wir von meiner Heimat Hannover in Egges alte Heimat Mecklenburg-Vorpommern. Sollten es zumindest, denn wir bewegen uns nur langsam. Als die Straße plötzlich zuende ist, macht sich Verzweiflung in der Gruppe breit. Großes Gelächter, ein wenig hysterisch, weil wir heute Abend ja alle noch spielen wollen im Peter Weiss Haus. Ein Reh springt auf. „Endlich Natur.“ „Scheiß drauf, ich will lieber Autobahn.“

Egge und ich sind seit Ende 2006 unterwegs, rund 300 Auftritte werden es gewesen sein. Aber wir waren noch nie auf einer Tour mit einer ganzen Crew: Jetzt sind wir 19 Leute, verteilt auf vier Autos. Dazu noch Gepäck, Instrumente, ein ganzen Sack voller dummer Sprüche und schlechter Witze. Eine Art Punkrockpraktikum, das wir hier bekommen. Und dazu gehört auch, sich in eine so große Gruppe reinzufühlen, Feelgood-Management machen, Rücken kraulen oder auch mal gepflegt anschreien. Dit is Punk, dat raffste nie. Als wir in einem Wohnprojekt in der Rostocker Innenstadt die Kellerbar mit schlechtem Schlager, Fußballliedern und Punkrockklassikern füllen, lernen wir die wichtigste Regel: Gegrölt wird nicht auf Tour – die Stimme muss geschont werden. Zu spät!

2012 haben wir mit „Man müsste Klavier spielen können“ unser zweites Album herausgebracht. Tobi von Twisted Chords hatte damals den Mut, die Lieder auf CD und Vinyl zu pressen. Dafür sind wir ihm dankbar – es gehört schon ein Risiko dazu, eine so unbekannte Band wie uns herauszubringen. Im Frühjahr 2013 sprach er uns dann an, ob wir uns vorstellen könnten, mit auf Tour zu gehen. Amen 81, Kaput Krauts und Todeskommando Atomstrom würden auch mitkommen. Wir würden zum Aufwärmen unsere Punkrocklesung machen und dann zum Abschluss den Elektro-Rausschmeißer spielen. Na klar hatten wir Lust darauf! Die Hinrunde war im Norden: Hannover, eben Rostock, Hamburg und Kiel. Eine Klassenfahrt also und wir als einzige nicht Punkrocker dazwischen.

Der Hafen, 2013

„Schiffe gucken“, flüstere ich Egge zu, als er mich im Bus fragt, worauf ich mich vor allem freue: Rostock, Hamburg, Kiel – alle drei Städte haben zauberhafte Häfen. In allen drei Städten gibt es eine obligatorische Tour zum Wasser und das seufzende Aha, das sich an diesen Orten immer einstellt. Schöne weite Welt. Und wenn man morgens dann im Blauen an der Waterkant steht, den kalten Wind in der Nase, den Kopf unter der Mütze versteckt – dann möchte man einfach weiter fahren, immer weiter. Eine Tour, die nie aufhört.

Ende eines Abends, 2013
Während außerhalb des Autos die Welt an einem vorbei fliegt und das wirkliche Leben nicht im Backstage abläuft sind das diese kleinen Momente, die die Strapazen auf Tour vergessen lassen: Das ewige Warten, die Kälte, die Angst, keiner könnte kommen. Egge und ich haben nicht vor, alleine von der Musik zu leben. Und 2013 ist dies auch nahezu unmöglich geworden – aber gemeinsam mit Gleichgesinnten an der Theke zu stehen, schlechte Lieder zu „singen“, dann aber auch wieder über Zukunft, Familie, Politik, das schöne Leben zu sprechen, sich Tipps abzuholen, austauschen – das könnte ewig weitergehen. Geht es auch.

Twisted Chords Südtour
30. Oktober 2013 – Leipzig – Bermudadreieck Plagwitz
31. Oktober 2013 – München – kafe marat
1. November 2013 – Tübingen – Epplehaus
2. November 2013 – Basel – Hirscheneck

Oktober 2013 – Twisted-Chords-Labeltour

Im Oktober geht es auf Klassenfahrt mit Amen 81, Todeskommando Atomstrom, Kaput Krauts – die Twisted-Chords-Labeltour kommt in folgende Städte:

02. Oktober 2013 – Hannover – Indiego Glocksee (mit Exilent)
03. Oktober 2013 – Rostock – Peter-Weiß-Haus
04. Oktober 2013 – Hamburg – Hafenklang
05. Oktober 2013 – Kiel – Alte Meierei

Dazu wird es einen Labelsampler geben, zwei Lieder pro Band auf Vinyl. Wir sind mit den neu aufgenommenen Liedern „Neues Preussen“ und „Mein Freund ist Hipster“ dabei.