21. Februar 2013 – Drei Jahre Blog

Jaja, Bloggen. Viel zu kommerziell, oder nicht genug Geld, um davon zu leben. Uns doch egal, wie verdienen unser Geld sowieso nur noch mit Lyrik. Aber jedenfalls feiert dieser, unerer Blog drei Jahre. Hier dafür ein paar Statistiken:

Mehr als 66.750 Mal wurde das Teil bislang angeklickt. Dufte.

244 verschiedene Posts haben wir bislang veröffentlicht, 90 Mal wurde das kommentiert.

Die Tags, die am meisten Leute zu uns gebracht haben, waren: Beatpoeten treffen, Hannover, Musik, Beatpoeten, Gentrifizierung. Insgesamt haben wir mehr als 2000 verschiedene Tags verwendet.

Zu den ungewöhnlichsten Suchanfragen, die auf unsere Seite führten, gehörten: Free Uschi, kernaussage guttenberg verhöhnt das leistungsprinzip, stacheldraht im harnkanal, dame als osterhase, was macht rammstein privat?, trinkspiele für unterwegs, egal wo ailton ist, frauke ludowig privat

Wir machen erstmal weiter. Mal schauen, was noch so passiert. Danke für eure Aufmerksamkeit.

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09. Februar 2013 – Kassel – Karoshi

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Entgeisterte Fussballhools starren auf eine Horde „Hottepferd“-singende Abteilung Vollverstrahlt. Ein Krümelmonster schwenkt dazu einen ausgedruckt-und-auf-Pappe-geklebten-Leibnizkeks. Gangnamstyle mit Bürotanten als Puschelladys. Fußball trifft Karneval trifft Samstagseinkauf.

Klamottentausch im Kasseler Karoshi, „Kassel ist schön“-Buttons, Menschen, die Drum’n’Bass hören wollen und bekommen. Egge haut mit einer Sektflasche gegen sein Crashbecken und wundert sich, als sie explodiert.

Als wir morgens aus dem Haus treten, liegt da einfach eine platt gefahrene Ratte. Eine Krähe schaut uns kurz an, pickt dann aber seelenruhig weiter.

Ein betrunkener Mann versucht sich an einem Laternenpfeiler festzuhalten. Schafft es aber nicht. Fällt einfach um. Mitte in Kassel.

Eine Schulklasse lärmt im Kasseler Hauptbahnhof, drei engagierte Lehrer versuchen, den Zeitpunkt der kompletten Verantwortungsübernahme so weit es geht nach hinten zu ziehen. Verzweifelte Mütter klopfen wenig später an die Scheibe des Zugs, in der stillen Hoffnung, wenigstens von ihren pubertierenden Kindern ignoriert zu werden.

Am Hannoverschen Hauptbahnhof warten die immer noch oder wieder voll verstrahlten Verkleideten: Als Kuh, als Frosch, als Mangafigur. Ein als Polizist schlecht verkleideter schnorrt und sucht nach Pfandflaschen. Irgendwer singt laut Karnevalslieder. Die Sonne scheint.