01. Dezember 2012 – Hannoversche Aids-Hilfe-Soliparty

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In Hannover gibt es die Schwule Sau, ein Laden, der vor Jahrzehnten besetzt wurde, als es noch keine Freiräume für Schwule und Lesben gab und sie auch nicht unbedingt auf den Straßen von Nordstadt und Linden Händchen halten konnten. Seitdem hat sich viel verändert. Aids ist aber immer noch ein Thema in der Szene. Ein Thema, mit dem sich anscheinend auch Geld und Ruhm verdienen lässt – wenn man selbst nicht infiziert ist. So gibt es immer wieder Kritik an offiziellen Aids-Galen, die zwar Prominente und allerlei Politiker einladen, die sich dann einen Abend lang mit Schwulen zeigen, spätestens bei der Frage noch Gleichberechtigung zum Beispiel bei der Ehe oder Adoption rumdrucksen.

Wir durften dagegen gemeinsam mit den Jungs von Subcancer und den zauberhaften Schneewittchen eine Soli-Party für die Hannoversche Aids-Hilfe spielen, die eine der Veranstalterinnen augenzwinkernd als „die Party fürs Fußvolk“ bezeichnete. Neben einem Hassprediger, einer Burlesque-Show, einer emotionalen Gedenkminute für die, die es in diesem Jahr nicht geschafft haben, war vor allem das ungeplante, gemeinsame Finale ein Grund für uns, vorbeizukommen. Alle Beteiligten sangen zusammen mit dem Publikum den Schlager „Ti amo“. Kann man sich nicht ausdenken. War aber wunderschön. Danke dafür.

03. November 2012 – Berlin – tazpresso

„So wenn ihr nicht ruhig seid, müssen wir weinen.“ Eigentlich würde jetzt die Vorstellung der neuen taz-Berlin-Seiten anfangen. Doch die Gäste, die an diesem Freitagabend in das Café im taz-Gebäude gekommen sind, haben eher Lust, sich über Aktuelles auszutauschen.
„Wir sind drei Lesende, zwei Frauen und ein Mann. Und damit ihr jetzt ein wenig besser reinkommt, fängt der Mann an. Der hat ja auch eine stärkere Stimme!“
Alle lachen, dann ist es schlagartig still.
Eine Frau kommt, nimmt sich eines der Mikrofone. „Wenn so etwas in dieser Zeitung funktioniert, ist es nicht meine.“
Es war ein schöner Abend. Vielen Dank an J. und J.