24. Juni 2012 – Beatpoeten proben die Fahrrademo – der Bilderbogen

Techno gegen die Rüstungsindustrie? Ein Konzert auf einem Lastenfahrrad? Beatpoeten bei der documenta? Geht alles , lief alles, hat riesig Spaß gemacht. Danke an die Panzerknacker, Helfer und all die bunten Kunstmenschen, die es nicht bei Kunst belassen. Rüstungsindustrie bringt uns um.

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23. und 24. Juni 2012 – Witzenhausen und Kassel

Die Uni in Witzenhausen sieht aus wie ein Schultrakt bei Harry Potter. Alte Steine, Efeu, erwürdige Türmchen. Dazu noch der Hof mit den Fachwerkbauten, oben dann der Balkon. Jetzt Minnesänger sein… Doch wir sind hier, um die Sommerfete der Uni zu bespielen.

Es gibt selbst gemachte Pommes, Kinderprogram und viel Bumbum. Mit Sequensiaz, Tanker und Bureaumaschine haben wir auch gleich vier tolle Musikkolleginnen mit der auf der Bühne, das es es eine Freude ist. Und der Kollege Bureaumaschine aus Dresden haut nur so wild auf seinen Tasten rum, dass keiner ruhig bleiben kann. Sogar ein Theremin hat er mitgebracht. Rock’n’Roll!

Wenige Stunden später stehen wir in Kassel in der Ausstellungshalle des Künstlerkollektivs and and and und liegen fast am Boden vor Lachen: Wir sind noch nie vorher auf einem Lastenfahrrad aufgetreten. Bitte, was? Ein Lastenfahrrad?! Was die Leute von der Antikriegsinitiative hier aber auf die Beine stellen, sprengt unsere Erwartungen: Egge und ich stehen während der Fahrraddemo auf einem Holzbalkon, der auf einem Lastenfahrrad fährt. Die Musik wird per Funk auf Anlage übertragen, dass solarbetrieben auf einem anderen Anhänger steht.

So geht es im Fahrradkorso durch die Innenstadt zu den – immer noch sehr aktiven – Rüstungsfabriken in Kassel. Die Menge ist ausgelassen und klingelt und tanzt. Sehr schön. Abschlusskundgebung ist dann im Nordstadtpark, bevor wir zur documenta verschwinden. Die Stadt glüht: Ein Haus wurde besetzt, vor dem Theater steht ein Zeltdort von Occupy. Wie aus einem Dornröschenschlaf erwacht, beschreiben unsere Gastgeber die Situation. Das wollen wir hautnah spüren.

„Ich habe dir doch gesagt, das Werk ist nicht neu, das stand schon bei der letzten documenta hier.“ Die anderen Kunstinteressierten schauen nur kurz in ihren Plan, finden aber keine Beschreibung zu dem Müllcontainer, den wir seit Minuten interessiert begutachten. In der einen Hand Erdbeeren, in der anderen ein Bier schlendern wir durch die Karls-Aue und laben uns an der Kunst. Besonders empfehlenswert: Omer Fasts Kurzfilm Continuity, der Obststand unserer Freunde von and and and, die Klanginstallation von Janet Cardiff & George Bures Miller, die eine Art Schnelldurchlauf von 1000 Jahren im Wald gibt, inklusive Besiedlung, Krieg und reinigenden Regen. Wir machen Notizen, mit welchen Projekten wir uns bei der kommenden documenta bewerben wollen. Läuft.

Außerdem haben wir gelernt an diesem Wochenende:
„Habt Respekt vor den Menschen, die Postkarten verkaufen.“
„Polizisten, die Windbeutel heißen, wollen eigentlich nur mal in Ruhe mit einem reden.“
„Lieder von Tracy Chapman funktionieren immer noch als Soundcheck-Test.“
„Nachts um vier keine Witze mehr.“
„Ketchupflecken gehen ganz schlecht wieder aus Ed-Hardy-Shirts raus.“
„Eine Straße, viele Bäume, das ist eine Allee!“

08. Juni 2012 – Neubrandenburg – Punx Picnic

Es dauert ein Lied, dann brennen schon die Bengalos. Die großartige Band Feine Sahne Fischfilet hat anscheinend einige „Problemfans“ mitgebracht, die später auch noch nur halb angezogen die Bühne stürmen. Super! Der Sänger haut sich später beim Punkrockkaraoke Dosenbier ins Gesicht. Egges Stimme ist da schon weg. Aber von Anfang.

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Freitag, Samstag, Sonntag

An diesem Wochenende spielen wir wieder Musik. Also mehrere Lieder mit Bumbum, dazwischen erzählt Egge ein, zwei Geschichten, während Costa Wasser trinkt und sich mit dem Handtuch durchs Gesicht wischt. Davor und danach wird Bier getrunken oder vielleicht Wein. Aber wenn dann nur aus nem Tetrapak, wegen Punk und so. Nach dem Auftritt werden wir dann irgendwo sitzen, noch mehr trinken, uns doofe Witze erzählen und irgendwann schlafen gehen. Am nächsten Morgen nehmen wir dann den ersten Zug, kaufen Massen an Zeitungen und erklären uns die Welt, während draußen Deutschland vorbeidüst. Irgendwann, wenn wir wieder zu Hause sind, wird geduscht und Zähne geputzt, Wasser getrunken und die SMS und Anrufe beantwortet. Wochenende eben.
sta

01. Juni 2012 – Potsdam – Freiland

Am Freitag, dem 2. Juni, fuhren wir mit dem Zug nach Potsdam, spielten beim Hochschulensommerfest im Freiland, sahen viele tolle Freunde wieder, fuhren nach Berlin-Friedrichshain, tanzten zu Vril und fuhren wieder zurück nach Hannover.

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