12. August 2011 – Open Flair

„Das ist hier wie Wacken, nur ohne Metal.“ Kurz bekommen wir Angst, als wir in der kleinen nordhessischen Stadt Eschwege ankommen. Zwischen Fachwerkhäusern irren junge Menschen herum, auf der Suche nach Musik, Bier und Fritten. Die Polizei versucht, den Verkehr und den Rock’n’Roll mit Segways zu kontrollieren – keine Chance! Einmal im Jahr wird Eschwege zur Rockcity und wir mittendrin auf der Bühne im E-Werk.

Unsere Poetry-Slam-Freunde veranstalten dort das Finale des Hessen-Slams an dem Wochenende wir dürfen Musik machen. Egge hat vorher bereits mit einer wilden Meute Dichter in der S-Bahn beim Running Mic gezeigt, wie Gedichte-to-go funktioniert. Lecker war’s. Auch sonst ist die Organistation, sind alle Helfer einfach unfassbar professionell und nett und zuvorkommend. Nur der Regen muss natürlich wieder nerven.

Nach unserem Auftritt in einer zugenebelten Halle, laufen wir noch mit der total tollen Band The Incredible Herrengedeck übers Gelände, klauen den Killerpilzen ihr Bier aus dem Backstage und rufen Kraftklub Witze zu. Hach, endlich normale Leute.

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One thought on “12. August 2011 – Open Flair

  1. PS: Egge schönste Festivalmomente:

    * Freitag, 14 Uhr, die Sonne scheint noch, die Busters spielen in Anzügen, Massenpogo zum ersten Pils
    * Mittwochabend, 23 Uhr, Deutschland besiegt Brasilien, Lars Ruppel und Bo verschenken Schnaps, ein Kollege fällt ohne sich zu schützen mit dem Gesicht auf den Steinboden: nach ein paar Sekunden: er lebt, später trinkt er weiter
    * Freitagnacht, Mitternacht durch, leicht angeditscht machen wir uns zur Seebühne, Transmitter nimmt die Nacht auseinander, feinster Drum’n’Bass, feister Regentanz im Matsch, beste Band
    * Donnerstagabend, 21 Uhr, der Chef des Nordhessischen Verkehrsverbandes soll als Sponsor das Festival eröffnet, als er merkt, dass er mit Anzug und Krawatte etwas zu gut angezogen ist, zieht er sich kurzerhand bis aufs Unterhemd aus und hält seine Rede im Badezimmerlook
    * Donnerstagmittag, 13 Uhr, 12 Poeten lesen 7 (!) Stunden Texte im Regionalverkehr vor – und alle verlieben sich in die gleiche Zugbegleiterin, Frau Lux – und diese kommt wegen der Poeten später tatsächlich das erste Mal zum Open Flair
    * Donnerstag, 17.30 Uhr, eine Horde Poeten hört auf dem Bahnhof Eschwege-Niederhone „Turn your lipstick on“ über mobiler Beschallungsanlage – Eurovision Song Contest-Feeling in Hessen (später steigen acht Poeten in einen Bulli und fahren durch Eschwege)
    * Donnerstag, Mitternacht durch, Clueso macht auf The Whitest Boy Alive, toll
    * Donnerstag, 22 Uhr, The Fuck Hornisschen Orchestra, setzen sich ein musikalisch-künstlerisches Denkmal
    * Freitag, 22.30 Uhr, E-Werk, die Fantastischen Vier spielen vor 19000 Besuchern, zu den Beatpoeten kommen etwas weniger, wir lassen das Licht löschen, spielen mit Nebel und Kerzen und fühlen uns wohl
    * immer wieder drücken: den Renato, die Adi, die Catherine, den Costa, den Felix, sogar den Ruppel, höhö

    Gern wieder*

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