Island Teil 2

Okay, die Tagen werden länger, in Deutschland wird es wärmer, Zeit zu gehen, sonst wirds noch zu lauschig in der Wohlfühloase. Egge zählt die Tage bis zu seinem ersten Island-Trip und ärgert sich über seinen Bulli. Nach zwei kaputten Kupplungen, einer defekten Standheizung, einer 1600-Euro-TÜV-Rechnung ist nun die Benzinpumpe hin und der Motor eine Öl-Diesel-Schleuder, wobei unter all dem Dreck noch nicht klar ist, ob der Zahnriemen noch hält und ob nicht auch alle Zylinderkopfdinger einfach im Arsch sind. Nichts Neues von Herrn Bulli also. Jaja. Habe ja noch etwa drei Tage. Zeit sich abzulenken und Islandliteratur von Hernn Müller zu studieren. Die Erkenntnisse wieder zur Kenntnis. Wo sind die Elfen, wenn man sie braucht?

– noch heute suchen Wissenschaftler die Insel Frisland, die im 16.  Jahrhundert in Karten auftauchte, aber später nie gefunden wurde
– in Island gibt es mittlerweile wilde Kaninchen
– sie überleben indem sie sich an Heizrohre kuscheln und sich von Künstlern füttern lassen
– ein Künstler hat in Basel mal Köttel ausgestellt
– alle Isländer sind eigentlich Schriftsteller (nur schreiben sie nie wie es wirklich ist; eigentlich sind alle Isländer eher märchenhafte Lyriker)
– in der Mitte des Landes gibt es ein Tal, das ewige Jugend verspricht
– es gibt bis heute keine richtige Nationaltracht
– der schlimmste Vulkan heißt Hekla, was Haube bedeutet, weil er immer mit Schnee bedeckt ist. In alten Büchern vermuteten Europäer dort den Eingang zur Hölle
– Mäusen dienten auf Island lange Kuhfladen als Schiffe auf Gewässer.  Ihr Schwanz fungierte als Ruder
– während der Nazizeit nannten Isländer Hitler im besetzten Dänemark Hjalti – so konnten sie Witze machen ohne verfolgt zu werden
– der Nazi Rosenberg hielt Island für die Wiege germanischer Kultur
– bei einer Schlingensief-Performance brüllte 2005 Jonathan Meese immer Heil Hitler – Müller meint, Heil Hjalti wäre wirklich ein Skandal gewesen wie erhofft
– als Kohl aus Kostengründen das Goethe-Institut platt machte, eröffnete Müller ein privates Goethe-Institut. Auf dem Lehrplan: Zwergen-, Elfen- und Sexualkunde
– Steine mit verschiedenen Schichten heißen Trollbrot und Trollpralinen
– es gibt Gerüchte das APO-Kämpfer Kunzelmann gar nicht tot ist,  sondern in Island wohnt
– 1997 eröffnete auf Island das erste Penismuseum – ein Spanischlehrer stellt dort präparierte Penise von Säugetieren aus. Ja, dort gibt es auch einen Elfenpenis
– zum Schulabschluss tragen isländische Schüler Tierkostüme
– Isländer badeten bis 2000 nicht in ihrem Meer – ist es zu kalt. Nach einem Unglück hat’s ein Herr Fribporsson drei Stunden ausgehalten – ein Wunder. Er trug dann den Namen Robbenhaut
– im Jahr 2000 wurde eine Bucht mit Pumpen und Dämmen erwärmt
– mit dem Warmwasser werden auch Gehwege beheizt
– zur Schwulenparade Gay Pride feiern mehr Leute als beim Nationalfeiertag. Den ersten Gay Pride leitete 1999 Sigur Ros ein.
– den Gay Pride gibt es seit 2002 auch in Grönland – damals kamen 30 Teilnehmer
– das Nordlicht soll manchmal Geräusche mache: mal knistert es, mal klingt es nach rüttelnden Kaffeebohnen. Wissenschaftler sagen das geht nicht. Die Frequenzen sind nicht hörbar, aber das Hirn wird zum Arbeiten gezwungen und die Reflexe dort können als Knistern wahrgenommen werden
– der Kulturboom der Hauptstadt begann erst mit der Aufhebung des 100-jährigen Bierverbots
– einst wurden aus Kiemenknochen Klammern für Näherinnengesichter gebastelt, damit ihnen die Augen nicht zufallen
– die Isländer unterscheiden zwei Sorten Pickel: schwarze und weiße. Im Gegensatz zum Deutschen gibt es auf isländisch zwei Worte dafür: bola (weißer Mitesser) und filapensill, zu deutsch: Elefantenpinsel (weil Elefanten als schwarz gelten)
– bis heute gibt es keine Zugstrecke auf Island
– der Gewinner von Island-sucht-den-Superstar tourte nur ein paar Wochen rum, dann hatte er alle Diskos durch und fängt heute Schellfisch
– ein Traditionssport auf Island ist Glima, dabei versucht man den Kontrahenten umzuhauen und gleichzeitig am Gürtel festzuhalten – eine Art ringen als Tanz
– früher wollte niemand Seewolf essen, also wurde daraus Nouvelle Cuisine. Ein Tintenfisch mit Glubschaugen heißt heute Grenadier und ist ein Delikatesse
– um Eishaie zu fangen, nutzten Fischer früher in Rum getränkte Seehundköpfe
– 54,4 Prozent der Isländer glauben an Elfen
– Elfen leben etwa 150 Jahre hinterher und entdecken gerade die Eisenbahn
– Elfen sind Anhänger der Monarchie
– statt einem Weihnachtsmann werden auf Island Weihnachtsmänner abgefeiert. Sie heißen Stöpsel, Quarkfresser, Fenstergucker, Kerzenschnorrer, Suppenschlürfer, usw. Und sind eher Punks
– die Grüne Partie entstand auf Island nicht aus Protest gegen Atomenergie sondern aus Protest gegen einen Stausee für ein Wasserkraftwerk
– Isländer halten Versprechen
– Elfen reden nicht, sie singen

Puh. Ich drück die Daumen. Ihr Lieben, alles wird gut*

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