27. Februar 2011 – No Future

„No Future“, sang die geilste Boyband Englands 1976 und nahm mal so eben das Gefühl einer ganzen Generation voraus, die damals mit ihrer Meinung jedoch eher aneckten. Dann kamen Thatcher, Reagan und Kohl, machten die Sowjets fertig und in den 90ern konnten alle Loveparade feiern.
Nun ist 2011 und wir haben Banker, die sich Häuser auf dem Land kaufen, um sich selbst zu versorgen. Politiker, die nicht nur in Menschlichkeit versagen. Und immer mehr gut ausgebildete Mittelständler, die Angst vor dem sozialen Abstieg haben.
Wenn heute jemand sagt, er freue sich auf die Zukunft und stecke voller Hoffnung, was da so auf ihn zukommt, wird er belächelt. In diese Welt voller Globalisierung, Finanzcrashs, Staatspleiten, organisiertem Verbrechen, Umweltkatastrophen, Terrorismus, Flüchtlingswellen und Auseinandersetzungen zwischen China und USA möchte man keine Kinder entlassen.
Fragen wir einmal die Generation unserer Großeltern, was sie nach dem Weltkrieg trotzdem auf eine bessere Zeit hoffen ließ, oder die Generation unserer Eltern, die teilweise aus weit entfernten Ländern herkam, um sich ein Stück Wohlstand hart zu erarbeiten: Wie war das damals? Als du hungern musstest? Als es euch schlecht ging? Als du mit Heimweh in diesem kalten Land saßt? Als ihr unseretwegen auf so viel verzichten musstet?
Ich persönlich habe keine Lust mehr auf Panikmache und dem ewigen Geseier vom Kampf um Sicherheit. Fakt ist: Man kann nie etwas im Leben vorausschauen. Auf deine Pläne nimmt die Natur, deine Gesundheit oder der bloße Zufall keine Rücksicht. Deshalb singe ich gerne mit: No Future!

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