10. Februar 2011 – Witzenhausen – Uniklub

Die Legende sagt, dass er nur kommen wollte, wenn er seinen eigenen privaten Tennisplatz an der Uni bekäme. Man erfüllte ihm seinen Wunsch – trotzdem hat man weder den Professor noch irgendwen anders je Tennisspielen spielen sehen. Und nun verrottet der Platz zwischen Gewächshaus und altem Klostergebäude vor sich hin.

Witzenhausen liegt an der Werra, fast auf halbem Weg zwischen Kassel und Göttingen. Es ist bekannt für seine Kirschen, die frühere Tropenschule, die Deutsche auf das Leben in den Kolonien vorbereitet hat und die Erfindung der Biotonne in Carlos‘ Geburtsjahr – und natürlich für eine der wenigen Unis Europas, an der man ökologische Agrarwissenschaft studieren kann. Und die, die das machen, sind ausnahmslos nette Menschen, wie wir an dem lauen Donnerstagabend im Februar erfahren durften.

Es passiert nicht oft, dass man einen tollen Auftritt macht, nett bewirtet wird und später dann halb auf Kopfsteinpflaster und halb im Matsch zwischen Fachwerkhäusern zur Schlafstatt geht und dabei von so vielen lieben Menschen begleitet wird. Wir kommen wieder wenn die Kirschen blühen.

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