19. Januar 2011 – Was Egge in Berlin, Leipzig & Hamburg gelernt hat

Wie war das nochmal? Hör auf zu stör’n! Hör auf!

Bei Myspace haben wir das immer gern gemacht. Aber bei Myspace macht man mittlerweile ja nichts mehr gern. Nämlich Rückblenden. Darum nun hier – als Vorgeschmack auf künftige Monatsrückblicke – eine pädagogisch sicher anspruchsvolle Reflexion zu den vergangenen Tagen zwischen Spaziergängen und Spiegeleiern. Was haben wir gelernt:

– Betrunkene Einschätzungen zum Dioxin-Skandal erreichen mitunter mehr Clickzahlen als unsere geliebten Fusion-Videos zusammen. Konkret:

– Als völlig unbegabte Hacker haben wir dank Youtube-Statistik herausbekommen, dass daran gute Kollegen mitgewirkt haben könnten (Grüße an Herrn eco & Merci!)
– Auch wenn einige Videos vor allem nun von Herren nah an der Altersteilzeit beurteilt worden sind (Was wir mögen! Sonst kriegen wir kaum Kommentare wie: „Kifft nicht zu viel!“, „Diese Jugend!“ „Muhahaha!“)
– Berlin-Südkreuz ist nicht Berlin-Süd
– Das Kanzleramt sieht aus wie eine riesige Designer-Brotdose
– Das Wort Fleischwurst in diesem Zusammenhang verbitten wir uns.
– Das Kottbusser-Tor schreibt man mit K, Cottbus mit C.
– Der Platz ist nach einem Stadttor der Berliner Akazienmauer benannt, durch das man früher von Berlin nach Cottbus eilte.
– Die K und C-Problematik ist damit nicht beantwortet, wir wissens nicht.
– Klub oder Club? Kuba oder Cuba? Chemnitz oder Karl-Marx-Stadt?
– Der Multilayerladen hat erste Kratzer aufm Fußboden.
– Die Jukebox hat nun auch richtige Knöpfe!
– Es gibt gutes Kiezbier. Unterstützen:
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=bl&dig=2010%2F11%2F30%2Fa0141&cHash=4973744168
– Der Multilayerladen ist längst eines unserer schönsten Wohnzimmer im Herzen.
– Warum? Nette Leute hinterm Tresen & nette Leute aus Eckernförde, Passau, Hannover davor. Alle wohnen längst in Berlin und machen nun Projekte.
– Hannes sagt, die Räucherei ist zu & das Grüne Haus in Eckernförde auch. Mist!
– Wir mögen die Jungs vom British Music Club, denn die sind verrückt!
http://www.facebook.com/group.php?gid=210571850725
– Die ersten 30 Minuten des Auftritts können seeehr schwer sein.
– Wir lieben es, wenn Ihr (plötzlich doch) tanzt!
– Die Kreuzberghochhausdächer sind die schönsten der Stadt.
– Das Parkhaus direkt davor wird von Drogenopfern besetzt gehalten & heißt das „Parkhaus des Grauens“.
– Wir sollten dort bald ein Musikvideo drehen, sagt Hannes, der kennt sich aus.
– Wolf Hogekamp, Autor, Veranstalter & Urgestein sagt: „gabs schon, sogar ne Lesung“. Wolf hat auch mal ein Video mit uns gedreht. Und wir haben ein gaaanz altes von ihm gefunden. Müsst Ihr Euch anschauen:

– Wozu man immer tanzen kann: David Bowie, Depeche Mode, Joy Division.
– Sushi-Essen geht nun auch in Kreuzberg – und schmeckt.
– Der Gentrification-Sushi-Shop ist in Blickweite zum SO36, krass.
– Dort bekommt man mit der Bestellung einen blauen Plastikpuk, der vibirert sobald der tote Fisch in der Alge steckt.
– Saufen kann man auch in Berlin-Neuköln gut: „Nathaliaund Heinrich“ in der Weichselstraße ist super.
– Lindy Hop geht auch nach großem Engagement für das Berliner Kiezbier.
– Vollkornbrot um 5.30 Uhr ist das Beste!
– Das beste Frühstückskaffee in der Bürknerstraße am Kotti: Klötze und Schinken. Hingehen & Gummi-Augen kaufen!
– Von Berlin nach Leipzig sollte man von Berlin-Süd aus losfahren.
– Hochwasser hat auch etwas Ästhetisches.
– Leipzig hat vor allem: Platz.
– Kunst hier schauen: Leipziger Baumwollspinnerei.
– Da gibts auch tiefschürfende Graffiti: „Zu viel Sicherheit schadet!“
– Das Bundesverwaltungsgericht ist riesig.
– Am Leipziger Literaturinstitut sind gerade mal 20 Schreiber.
– Die Freunde vom „Schlechtes Versteck No. 32“ haben Rock’n’Roll-Bier erfunden und lassen es nur für den Laden brauen.
– Schön ists im Clara-Zetkin-Park, im „Cantona“, betrunken in „Feinkost“-Clubs.
– Beim Burgermeister trifft man ständig Bekannte.
– Dort gibt es auch vegetarische Currywurst.
– Drei Tage Alkohol können schaden.
– Der Tatort aus Konstanz war blöde.
– Grüner Tee ist der neue Aperol.
– Wenn man nüchtern zum „Punkertischtennis“ im Hamburger Hafenklang geht, gewinnt man mitunter.
– Leider gewinnt man meist Schnaps.

Vor allem haben wir aber gelernt:
– Einsätze sind Einsätze, da helfen keine Pillen.
– Zuhause ist immer am schönsten.
– Unterwegs aber auch.
– Häng Dein Herz nicht an Dinge.
– Luftballons aufblasen ist manchmal schwerer, als sie loszulassen.
– Beides kann wunderbar & schmerzlich sein.

– Sei nicht traurig Susann, es fängt immer erst an.

Auf gehts ins neue Wochenende.

PS: Ja, wir haben uns in Cäthe Sieland verliebt.

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