27. Mai 2010 – Lenastheniker Egge in Oslo

Dies ist die Geschichte von Egge & Lena. Weil viele fragen, warum Egge bitte gerade in Oslo ist, statt mit Costa Mucke zu machen. Und ja, wir spielen in einer finnischen Deathmetalband. Das haben wir zumindest Frauke Ludowig so erzählt. Meine Mutter spielt Bass. Aber das ist privat! Und nu ma los:

Anfang Februar: Egge kommt in Hanover bei seinem Arbeitsgeber an, der regionalen Tageszeitung. Sein Auftrag: Er soll mal die beiden Hannoveraner checken, die er gestern bei Raab in dieser neuen Castingshow gesehen hat. Man ist etwas aufgeregt. Die eine fand man echt ganz gut, tatsächlich auch die Älteren. Nun ja: Egge telefoniert, hat diese Lena bald aufm Handy. Aha, war super, Riesenchance, Wow! Auch der andere, Cyril Krueger ruft zurück: auch alles super! Und vor allem Rock ’n ‚Roll. Man trifft sich im Brauhaus, beim Klamottenkaufen, in der Glocksee. Egge schreibt brav jeden Dienstag übers Public Viewing in der Faust, rockt mit Cyril im Glockseeprobenkeller mit Fury-C. und Terry-Hoax-Muckern und nervt jeden Tag Lena, die ihm von Eierkuchenunfällen berichtet, von der Faust (Stammgast bei Maximal – da schließt sich der Kreis), ach von allem möglichen.

Einiges davon landet dann auch in der Zeitung. Cyril fliegt aus der Show, Lena erreicht das Finale. Mit Imre Grimm fahren wir zu zweit nach Köln zum Finale, treffen Freundinnen, Raab, ja, und auch Dursti und Jennifer Braun (DAS war knapp, ihr Lieben!! Das vergisst man sehr schnell!!). Lena begrüßt uns mit Umarmungen, die Medienmeute schaut etwas erstaunt. Oha. Uns Lena wird zum Star, hoppla.

Wochen später, viele Anrufe zu Abi, Album und Auftritten im Trash-TV sieht man sich in Oslo bei der ersten Pressekonferenz nach den ersten Proben wieder. Lena: „Jan, schön, dass wir uns hier wiedersehen.“ Oha, böse Blicke der Kollegen. Wer ist dieser Typ? Man lernt sich kennen: Feddersen, Niggemeier, Heinser, Wolther – und trinkt Bier für 10 Euro. Egge fährt mit Lena Segelschiff, latscht zum Empfang im Osloer Rathaus, in dem Obama neulich noch den Friedensnobelpreis bekommen hat, und haut – hoppla, der Sekt – nem Kellner versehentlich ein Tablett aus der Hand. Als Raab keine große Lust aufn Interview hat, sagt Lena „Das ist ein Kumpel“ und man bekommt seine O-Töne. Das ist schon großes Arbeiten.

Die Geschichten landen in Leipzig, Ulm, Kiel, Lübeck, Berlin, Hannover, Visselhövede. Die Einnahmen decken die Kosten nicht im geringsten. Pizza? 40 Euro. Zum Vergleich: ein Taxifahrer verdient 18000 Euro im Monat!

Und Lena? Sieht müde aus. Drückt uns immernoch. Und wir drücken ihr die Daumen. Manchmal, sagt sie uns, will sie einfach zurück in die Faust und als Lena einfach lostanzen, ohne große Aufregung. Kann man ihr nicht verübeln. Bis Samstag muss sie noch durchhalten, dann noch ein paar Interviews, dann macht ganz Brainpool Urlaub.

Lena halt durch! Und das Geschenk bekommste auch noch. Und dann rocken wir zusammen zu „Das ist mir zu kommerziell„! Und an alle anderen: Bei aller Schreiberdistanz, ich steh auf Lena, weil sie weiß, wo und wie in Hannover gefeiert wird, weil sie genau in den gleichen Schuppen mindestens genauso eigenartig wie Costa tanzt, wenn der 14. Gin Tonic drin hat, und auch drauf scheißt, weil ihr Song geil ist, weil sie The Cure gecovert hat, ohne, dass es dämlich klang, weil ich dank ihr Fjordwandern kann, weil sie ab und an auch ne SMS zurückschreibt und weil sie ein Rockstar ist!! Und das tut dem Good-old-fucking Songcontest verdammt gut. Rocken!!

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